Abschiedskundgebung am 31.7. für Seibani Wague am Flughafen Wien-Schwechat
07.08.2003
no-racism.net | Rassismus und Festung Europa

       

Pressekonferenz von ADA und ANAR: Rücktritt Strasser

Demonstration in memorial of Seibani Wague (report)

Erloschene Sterne & Nackte Seelen - für Seibani W. in seine Ewigkeit


Report on antiracist activities in Vienna in memory of Seibani Wague

Obduktion von Seibani Wague abgeschlossen - Bericht soll "noch Wochen" dauern

Bericht von der antirassistischen Demo anlässlich des Todes von Seibani Wague

Statement of GEMMI on the dead of Seibani Wague

Zu weit gegangen. Strasser muß fort

ZARA zum Tod von Seibani Wague

amnesty international zum tod von Seibani Wague

Stromabschaltung im Afrikadorf

Erneuter Brandanschlag auf das Afrikadorf!

Killing of Seibane Wague in Vienna

Vorwürfe an Polizei und Rettung nach Tod von Seibani Wague

Bericht von Demo und Mahnwache für Seibani Wague

Stellungnahme der GEMMI zum Tod von Seibani Wague
 
Artikel übernommen von www.afrikanet.info

Am Donnerstag, den 31. Juli 2003 sind hunderte Freunde und Freundinnen von Seibani Wague am Flughafen gewesen um ihren symbolischen Abschied zu zeigen. Der Held ist um 19:40 Uhr mit der Air France Maschine Nummer 2039 geflogen. Auf der Aussichtsplattform vom Flughafen Wien war die Traurigkeit spürbar. Manche haben geweint, andere haben sich rednerisch ausgedrückt. Wie zum Beispiel Patrick Leon Bongola:


Wir kommen zusammen, um Bruder Seibani zu verabschieden.

Unser Bruder tritt seine letzte Reise ins Mutterland, nach Afrika an, nach Mauretanien, wo er zu den Ahnen sprechen wird.

Er wurde uns genommen, aus dem Schoß der Community gerissen, von Unmenschen und ihrer legalen Form der Tötung.

Ich erinnere hier an Bruder Marcus - der genauso unvergessen bleiben wird wie Bruder Cheibani, dafür stehen wir hier.

Es wurde viel unwahres geschrieben und gesprochen - die Macht der ersten Lüge war hier am Werk.

Doch in unsere Herzen tragen wir die Wahrheit und die Erfahrungen mit unserer Hautfarbe gibt uns Gewissheit.

Nicht wir sind die mit den Herzproblemen, sondern die gleichgültige und menschenverachtende Strömung in Gesellschaft und Politik, die einen nach dem anderen von uns kriminalisiert, dämonisiert und terminiert.

Aber wir lassen uns nicht lähmen! Wir mögen im ersten Moment geschockt wirken, vielleicht ein wenig orientierungslos.

Indem wir einander aber die Hände reichen und Gemeinsames teilen, sei es Wut, Trauer oder Glück, beweisen wir Solidarität und Stärke.

Das sollte jeder von uns mit auf dem Weg nach Hause nehmen - zusammen sind wir stark!

Bruder Seibani, sag den Ahnen wir standen Gestern, wir stehen Heute und werden in Zukunft mit erhobenem Haupt auch noch stehen!

Wir vergessen nie - Gerechtigkeit!


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