Bericht von der antirassistischen Demo in Wien anlässlich des Todes von Seibani Wague
26.07.2003
no-racism.net | deportatiNO

       


Die Obduktion von Seibani Wague ist abgeschlossen - der Bericht soll "noch Wochen" dauern

Report on antiracist activities in Vienna in memory of Seibani Wague

Statement of GEMMI on the dead of Seibani Wague

Zu weit gegangen. Strasser muß fort - Asyl in Not zum Tod von Seibani Wague

ZARA zum Tod von Seibani Wague

Stromabschaltung im Afrikadorf

Erneuter Brandanschlag auf das Afrikadorf!

Killing of Seibane Wague in Vienna

ai zum Tod von Seibani Wague

Schwere Vorwürfe gegen Polizei und Rettung nach dem Tod von Seibani Wague

Bericht von Demo und Mahnwache für Seibani Wague

Stellungnahme der GEMMI zum Tod von Seibani Wague


Schwerpunkt auf www.no-racism.net:
Rassismus tötet!
Zum Tod von Marcus Omofuma am 1. Mai 1999

 
Aus Anlass des Todes von Seibani Wague in der Nacht vom 15. auf den 16. Juli 2003 nach einem Einsatz von Polizei und Rettung beim Afrika-Kulturdorf im Wiener Stadtpark sowie eines darauf folgenden Brandanschlags auf eine dort errichtete Seibani-Gedenkstätte demonstrierten tausende Menschen vom Wiener Westbahnhof über das Innenministerium zum Afrika-Kulturdorf.

Motto der Demo: Gegen den institutionellen Rassimus

folgende Forderungen wurden gestellt:
- Klärung der strafrechtlichen Konsequenzen aller Verantwortlichen
- Vollständige Veröffentlichung des Obduktionsberichtes
- sofortiger Rücktritt des Innenministers
- ein wirksames Antidiskriminierungsgesetz

Kurz vor 18 Uhr zogen ca. 3000 - 4000 Menschen vom Westbahnhof los. Beim Innenministerium in der Herrengasse kletterte ein Demonstrant auf den Balkon und brachte ein Plakat "Stop Rassismus" an. Nachdem dieses bald wieder runtergefallen war, sorgten zwei weitere kletternde Demonstranten für eine dauerhaftere Befestigung auf der schwarzen Fahne am Balkon. Die Polizei schritt nicht ein.

Auch ansonsten hielt sich die Polizei weitgehend zurück und verhielt sich friedlich und kooperativ. Zumindest ein Sicherheitswachebeamter war hingegen auffallend aggressiv: So berichtete ein Reporter von Radio Orange 94.00, dass dieser Beamte in der Strauchgasse einen vorbeigehenden Demonstranten ohne Vorwarnung mit der Faust ins Gesicht geschlagen habe. Der erschrockene Demonstrant flüchtete erfolgreich. Der Beamte verweigerte die Bekanntgabe seiner Dienstnummer.
Nach Zwischenkundgebungen vor dem Innenministerium und am Stock-im-Eisen-Platz endete nach 21 Uhr die Demo am Heumarkt beim Stadtpark in der Nähe jenes Platzes, an dem Seibani Wague zu Tode behandelt worden war, mit Gedenken, Protest und Tanz.
Zur Zentrale der Wiener Rettung - dem ursprünglichen Endpunkt der Demo - wurde nicht mehr weiter gezogen.

Viele AfrikanerInnen beteiligten sich an der Demonstration. Sie verliehen mit zahlreichen Transparenten und Reden ihrem Unmut über rassistische Übergriffe in Österreich Ausdruck. Beim Stadtpark wurden eine Gedenkminute und zahlreiche Reden zum Gedenken an Seibani Wague abgehalten.

Die Demo wurde von der Plattform "Gerechtigkeit für Seibani Wague" organisiert.
Unterstützende Organisationen: Demokratische Offensive, SOS Mitmensch, Österreichische Liga für Menschenrechte, ZARA, Asylkoordination Österreich, WUK, Linkswende, Österreichische HochschülerInnenschaft, ÖH-Uni Wien, Kommunistischer StudentInnen Verband, KPÖ, Seedcamp, Artkern, Kulturverein Kanafani, GEMMI, die Bunten, Augustin, VolxTheaterKarawane, Plattform für eine Welt ohne Rassismus, Republikanischer Club, die Wiener Grünen, Asyl in Not

(Quellen: TATblatt, Plattform Gerechtigkeit für Seibani Wague)

 


Videos zu den Protesten nach dem Tod von Seibani Wague:
auf kanalB - videomagazin


zur antirassistischen Demo in Wien am 25.7. - Video 1

zur antirassistischen Demo in Wien am 25.7. - Video 2

Video zum Brandanschlag auf die Gedenkstelle für Seibani Wague im Afrikadorf

Video zur Mahnwache vor dem Innenministerium
   
 

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