R a s s i s m u s T ö t e t
Jährlich sterben zahlreiche Menschen durch die Abschottungspolitik der Festung Europa. Tote bei Deportationen werden bewusst in Kauf genommen. Marcus Omofuma ist kein Einzelfall ....

no-racism.net | Rassismus Tötet | Denkmal
last update: 05.12.2003



Kampagne zur Errichtung eines Denkmals für die durch rassistische Polizeigewalt Getöteten

Zwei Jahre nach dem Tod von Marcus Omofuma startet eine Kampagne zur Errichtung eines Denkmals für all jene, die durch rassistische Gewalt der Exekutive ums Leben gekommen sind. Marcus Omofuma ist kein Einzelfall. Tödliche Übergriffe des Staatsapparats kommen bei Abschiebungen ebenso vor, wie bei der "Sicherung" der Grenzen und den Maßnahmen zur "Drogenbekämpfung".
Der Ort, an dem die Kampagne zur Errichtung eines Denkmals für Marcus Omofuma und die anderen Getöteten startet, ist nicht umsonst jenes kleine Rasenstück beim Burgtheater in Wien zwischen Rathausplatz und SPÖ-Zentrale. Die SPÖ soll am 1. Mai daran erinnert werden, dass es vor allem SPÖ-Innenminister Schlögl und SPÖ-Bundeskanzler Klima waren, die politische Konsequenzen nach dem Tod Marcus Omofumas verhindert haben. Diese beiden Politiker und die gesamte SPÖ haben damit nicht nur das mörderische Abschiebesystem gestützt und eine Chance versäumt, den rassistischen Abschiebekonsens in Österreich zumindest in Frage zu stellen und eine Änderung dieser Politik einzuleiten. Sie haben durch die Bekräftigung und das Beharren auf der rassistischen Praxis jener politischen Entwicklung Vorschub geleistet, die Österreich nicht einmal ein Jahr später eine Regierungskoalition aus Rechten und Rechtsextremen beschert hat.
Mit einer symbolischen Aktion soll am Dienstag, dem 1. Mai 2001 die Forderung nach Errichtung eines Denkmals für die durch rassistische Polizeigewalt Getöteten ein erster Nachdruck verliehen werden. Gleichzeitig wird ein Wettbewerb unter KünstlerInnen zur Gestaltung eines solchen Denkmals ausgeschrieben, das am 1. Mai 2002 formell enthüllt werden soll.

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Wanderdenkmal für die Menschen, die durch rassistische Polizeigewalt getötet wurden

Im Rahmen einer Kundgebung am 1. Mai 2002 sollte das "Wanderdenkmal für die Menschen, die durch rassistische Polizeigewalt getötet wurden" präsentiert werden. Trotz Kundgebungs-Untersagung wurde das Kunstobjekt schließlich doch der Öffentlichkeit präsentiert.
Marcus Omofuma Stein

Am Freitag, 10.10.2003 wurde eine drei Meter hohe und fünf Tonnen schwere Granit-Skulptur ohne Genehmigung neben der Wiener Staatsoper aufgestellt. Die Bildhauerin Ulrike Truger möchte mit ihrem "Marcus Omofuma Stein" ein künstlerisches Zeichen in der Migrations- und Asyl-Debatte setzen. Der "Stein des Anstosses", der zuerst wieder abgetragen werden sollte, wurde im Zuge einer kleinen Gedenkfeier am Montag, 17. November 2003 auf einem genehmigten Platz vor dem Museumsquartier in der Wiener Mariahilferstrasse aufgestellt.

 








Marcus Omofuma Stein
Seit 17. November 2003 hat das Denkmal einen bleibenden Platz vor dem Wiener Museumsquartier. [weiter]

"Wo ist Marcus Omofuma" - Kundgebung vor dem Burgtheater untersagt
Infos zur Untersagung der Aktion am 1.5.2002 (Auszug aus dem untersagungsbescheid) [weiter]

Start der Kampagne mit einer symbolische Aktion am:
Dienstag, 1. Mai 2001, 11.00-15.00 Uhr vor dem Burgtheater in Wien
Gelungener Auftakt der Kampagne ....


Redebeiträge zum Aktionstag am 1. Mai 2001
- Polizeijustiz mit Todesfolge [weiter]
- Niemals vergessen! Niemals vergeben! Gerechtigkeit für Marcus Omofuma! [weiter]



Vernetzungsplena für die Kampagne zur Errichtung eines Denkmals für die durch rassistische Polizeigewalt Getöteten
Dienstag, den 11.09.2001 (Schottengasse 3a/1/59; 1010 Wien)
Dienstag 14.8.01 um 17.00h in der Schottengasse 3a/1/59, 1010 Wien
Montag, 18.6. um 19.00h im Restaurant JAMBO (1020, Taborstr. 46) Text lesen ....
Montag, 21. 5. um 20.00h im Tunnel (Galerie), 1080 Wien, Florianigasse 39





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