| ================================================
01 Kosovo: "Höchste Bleibelastung, die jemals in menschlichem
Haar nachgewiesen wurde" von "GFBV" <gfbv.austria (at) chello.at>
================================================
GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER
EINLADUNG ZUR PRESSEKONFERENZ Berlin/Göttingen, den 08.11.2005
"Höchste jemals in menschlichen Haarproben nachgewiesene
Bleibelastung"
560 Roma in UN-Flüchtlingslagern im Kosovo tödlich
giftigen
Schwermetallen ausgesetzt
Die "höchste jemals in menschlichen Haarproben nachgewiesene
Bleibelastung" hat nach eigenen Angaben der renommierte
Umweltmediziner Klaus-Dietrich Runow bei seinen Untersuchungen
in UN-
Flüchtlingslagern für Roma und Aschkali im Kosovo
feststellen müssen.
Das ist eines der erschütternden Ergebnisse der Analyse
von 66 Haar-
und Blutproben unter den seit 1999 in den Lagern untergebrachten
560
Angehörigen dieser Minderheiten, die der Ärztliche
Leiter des
Institutes für Functional Medicine und Umweltmedizin (Bad
Emstal) am
heutigen Dienstag auf einer Pressekonferenz der Gesellschaft
für
bedrohte Völker (GfbV) in Berlin vorstellen wird.
Die GfbV hatte den Arzt mit einem Untersuchungsteam in den Kosovo
entsandt, nachdem die gesundheitliche Situation der Flüchtlinge
immer
schlechter wurde. Vor allem Kinder zeigen deutliche Symptome
von
Bleivergiftung wie Konzentrationsschwäche, Krämpfe,
Apathie und
komatöse Zustände. Das GfbV-Kosovo-Team befürchtet,
dass etliche
Todesfälle in den Lagern auf Bleivergiftung zurückzuführen
sind.
Die UNMIK, die "zwischenzeitliche Verwaltungsmission der
Vereinten
Nationen im Kosovo", ist für die drei Lager Zitkovac,
Cesmin Lug und
Kablare verantwortlich. Sie wurden - trotz eindringlicher Warnungen
auch der GfbV - ganz in der Nähe von Abraumhalden einer
Mine
errichtet. Seither wird die extreme gesundheitliche Gefahr für
die
Roma und ihre Kinder ignoriert.Wir laden Sie und Ihre Kolleginnen
und Kollegen von den
Bildredaktionen noch einmal herzlich zu unserer Pressekonferen
ein:
PRESSEKONFERENZ
am Dienstag, den 08. November 2005, um 10.30 Uhr
im Hotel Albrechtshof, Albrechtstraße 8, 101117 Berlin
(Mitte) mit
- Dr. Klaus-Dietrich Runow, Ärztlicher Leiter des Institutes
für
Functional Medicine und Umweltmedizin IFU (Bad Emstal)
- Tilman Zülch, GfbV-Generalsekretär
- Paul Polansky, Leiter des GfbV-Kosovo-Teams
ACHTUNG BILD- und TV-REDAKTIONEN: Das GfbV-Untersuchungsteam
hat die
Arbeit von Dr. Klaus-Dietrich Runow in den Flüchtlingslagern
gefilmt
und fotografiert und dabei die deprimierende Situation der Roma
dokumentiert. Bei Interesse überlassen wir Ihnen gern Rohmaterial
zur
Durchsicht. Gern stellen wir Ihnen auch Fotos zur Veröffentlichung
zur Verfügung.
======================================================
Gesellschaft fuer bedrohte Voelker e.V. (GfbV)
Inse Geismar, Pressereferentin
Postfach 2024, D-37010 Goettingen
Tel.+49/551/49906-25, Fax:++49/551/58028
E-Mail: presse (at) gfbv.de, Homepage:http://www.gfbv.de
================================================
================================================
AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN
================================================
================================================
02 16. November - Religionen im Brennpunkt
von "Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen"
<dieinitiative (at) gmx.at>
================================================
Religionen im Brennpunkt
Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen der großen Religionsgemeinschaften:
"Religionen - Chance oder Hindernis
bei der Verwirklichung der Frauenrechte?"
Mittwoch, 16. November 2005, 19:00
Altes Rathaus, 1010 Wien, Wipplinger Straße 8, Festsaal
In der europ. Frauenbewegung des 20. Jahrhunderts spielte das
Thema Religion
nur eine untergeordnete Rolle. Die Forderung nach Emanzipation
und
Gleichberechtigung wurde primär säkular-menschenrechtlich
begründet. Welchen
Beitrag können die Religionen heute für die Verwirklichung
der Frauenrechte
leisten? Können sie eine Vorreiterrolle spielen oder bremsen
sie die
feministische Bewegung?
Referentinnen:
Eva Maroscheck (Vizepräsidentin Österr. Buddhistische
Religionsgesellschaft), Barbara Heyse-Schaefer (Direktorin der
evangelischen
Frauenarbeit), Christa Schnabl (Institut für Moraltheologie,
Kath.-theol.
Fakultät der Univ. Wien), Christina Kundu (Hindugemeinschaft,
Obfrau
Aswattha-Forum zur Integr. von Hindus in Österr.), Andrea
Saleh
(Frauenbeauftragte d. Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österr.),
Irit
Shillor (Rabbinerin, jüdische Gemeinde Or Chadasch)
Moderation: Thomas M. Fiedler (PFIRB - Plattform für interreligiöse
Begegnung)
Eine Veranstaltung der Plattform für interreligiöse
Begegnung (PFIRB),
mit Unterstützung derEvangelischen Akademie Wien,
gefördert v.d. Kulturabteilung der Stadt Wien, Wissenschafts-
u.
Forschungsförderung
********************************
--
Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen
e-mail:dieinitiative (at) gmx.at
für Rückfragen und Korrespondenz kontaktieren sie
bitte:
Omar Al Rawi +43-664-3831942 al-rawi (at) gmx.at
Amina & Tarafa Baghajati +43-1-2595449 baghajati (at) aon.at
Mouddar Khouja +43-1-9685096 mouddar (at) gmx.net
Andrea Saleh +43-1-7965652 salehand (at) gmx.at
Liebe Brüder und Schwestern, liebe Interessierte!
Wir hoffen, dass die so an Euch zugehenden Informationen auf
Euer Interesse stoßen.
Wir versenden über den Verteiler nicht nur Neuigkeiten,
die die
eigenen Aktivitäten betreffen, sondern auch Zeitungsartikel,
die
im weitesten Sinn mit dem Islam und Integration zu tun haben
oder ähnliches.
Diese spiegeln natürlich nicht unbedingt unsere eigene
Meinung
wieder, sind aber gut, um das Meinungsspektrum zu sichten. Wir
freuen uns über jede Rückmeldung.
Selbstverständlich kann auch alles an Freunde,Bekannte
usw.weitergemailt werden.
Für die Publikation in eigenen Homepages bitten wir jedoch
um
vorherige Rücksprache.
Bitte achten Sie bei Zeitungsartikeln auf das Copyright.
Alle Inhalte dienen der persoenlichen Information.
Eine Weiterverwendung und Reproduktion ueber den
persoenlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet.
================================================
03 [7stern] 7stern/Korrektur 2
von <7stern.kultur (at) kpoe.at>
================================================
Entschuldigung!!!
Kulturzentrum 7stern
Siebensterngasse 31
Tel. 0699/15236157
www.7stern.net
Koordinierung des Kulturprogrammes und des Veranstaltungsraumes:
0676/5421638
Veranstaltungen im NovemberDi 8.11. 19.30: Erste Wiener Lesetheater:
Lesung des
≥Manifests der Kommunistischen Partei„
Sa 12.11. 20.00: Film: ≥wir leben ewig„, von Carla
Knapp
Mo 14.11. 20.00: Wilde Worte: Patricia Brooks: „RADIO
ROSA‰
Do 17.11. 19.00: Das Erste Wiener
Lesetheater: "Die Räuberinnen", Friedrich Schiller
Di 22.11. 19.30: Film: ≥Zwischen Magie und Realität„
Sa 26.11. 20.00: Konzert mit Carla Knapp--------------------------------
Dienstag, 8. November, 19.30 Uhr
Das Erste Wiener Lesetheater präsentiert die Lesung des
≥Manifests der Kommunistischen Partei„
von Karl Marx und Friedrich Engels
Ein politisches Manifest, erschienen 1848, im
Jahr der Revolutionen in Europa noch vor deren
Ausbruch! Eineinhalb Jahrhunderte später: Eine
Gesellschaftsanalyse aktueller denn je!
Es lesen: Claudia Groiss (VA), Werner J. Grüner
(VA), Ottwald John und Gabriela Schmoll-----------------------------
Samstag, 12. November, 20 Uhr
Filmvorführung
wir leben ewig
Dokumentarfilm von Carla Knapp
Vom Publikum begeistert aufgenommen ˆ ≥wir leben
ewig„, ein berührender Dokumentarfilm, der sich
in äußerst subtiler und leiser Art mit dem
Holocaust und dessen Aufarbeitung
auseinandersetzt.
≥Hier wird Hoffnung spürbar ˆ Hoffnung, auf
ein ≥nie mehr„. (Wiener Zeitung)
≥wir leben ewig„ begibt sich auf die Spurensuche
nach dem ≥Jerusalem von Litauen„, dem einstigen
Zentrum des Ostjudentums in Wilna. Während die
nichtjüdische Musikgruppe Gojim (≥die
Nicht-Juden„) den musikalischen Spuren folgt,
erfahren wir von sechs Zeitzeuginnen deren
persönlichen Blick auf diese Zeit.
≥Ein Volk, das seine Kultur vergisst, kann nicht
mehr weiterleben.„ (Chasia Spanerflig)
Anschl. Diskussion mit der Regisseurin.
UKB: 7.-
----------------------------
Montag, 14. November, 20 Uhr
Wilde Worte
Gastgeber: Michaela Opferkuh, Franz Hütterer, Richard Weihs
Gast: Patricia Brooks
RADIO ROSA
Die Medien haben heute eine beinahe religiöse
Funktion inne, sie moderieren uns durch den Tag,
manövrieren uns durch Jahreszeiten wie ehemals
der kirchliche Kalender. Sie manipulieren unsere
Emotionen durch ein Wechselbad von
Schreckensmeldungen und Erbaulichem. Radiosender
bilden Gemeinden. Moderatoren sind die Priester
des Medienzeitalters. Sie buhlen um Quoten und
versprechen Erlösung durch Unterhaltung.-------------------
Donnerstag, 17.11., 19 Uhr
Zum 200. Todesag von Friedrich Schiller präsentiert
das Erste Wiener Lesetheater
DIE RÄUBERINNEN
Es lesen:
Gabriele Burghart, Eva Fillipp, Katharina
Grabher, Ingrid Jantzen, Susanne Litschauer,
Christina Mitaroff, Lilo Perchtold, Christine
Renhardt, Marlene Schönwetter, Gabriela Schmoll,
Rolf Schwendter (VA), Christoph Vivent, Agnes
Zaunegger.---------------------------------
Dienstag, 22. November, 19.30 Uhr
Filmvorführung
Zwischen Magie und Realität
≥Zwischen Magie und Wirklichkeit„ ist ein
Streifzug durch Aracata, das Geburtsdorf des
großen kolumbianischen Schriftstellers Gabriel
García Márquez. Mit seinem Roman ≥100 Jahre
Einsamkeit„ setzte er dem Dorf in der heißen
Magdalenatiefeben ein Denkmal.
Musiker, Esel, Maler und Hähne formen den Alltag:
so magisch und doch ganz real.
Uraufführung war im April 2005 in Aracataca selbst.
Ein filmischer Versuch von Michaela Krimmer und Friedrich Ofner.
(39 min., span.OV, engl.UT)
------------------------------
Samstag, 26. November, 20 Uhr
Konzert
Carla Knapp: Reise zum dritten Ort
Mit ihrer Gitarre im Gepäck und jeder Menge Power
begibt sich die Liedermacherin gemeinsam mit dem
Publikum auf die ≥Reise zum dritten Ort„.
Unverwechselbar mit ihrer markanten Stimme,
originell in ihren Geschichten, verspricht Carla
Knapps Konzertprogramm einen Abend der besonderen
Art.
hingehen ˆ anhören ˆ mitreisen
UKB * 5,---------------------------
Vorankündigung:
Samstag, 3.12., 17 - 2 Uhr
"Die lange Nacht des Boris Gruschenko"
eine siebenstündige filmische hommage zm 70. geburtstag
von woody allen.
eine veranstaltung der go dogma
eintritt frei!17.00 "bananas"
18.30 "der schläfer"
20.00 "die letzte nacht des boris gruschenko"
21.30 "zelig"
23.00 "schatten und nebel"
00.30 "anything else"
_______________________________________________
7stern mailing list
7stern (at) kpoe.at
http://www.kpoe.at/mm/listinfo/7stern
================================================
04 filmtermin
von "ruth altenhofer" <ruruth (at) hotmail.com>
================================================
ich möchte einen filmabend zum thema tschetschenienkrieg
ankündigen:
"Komsomol´sk"
RU 2002, eine Dokumentation, und
"Nedetskaja Istorija"
RU 2002, der Krieg aus der Sicht tschetschenischer Kinder
beide im russischen original mit deutscher übersetzung
einleitung von v. banjaev, vorsitzender der organisation für
häftlinge von
konzentrations- und filtrationslagern tschetscheniens
anschließend einladung zu büffet und diskussion
am 9. november 05
um 19 uhr
im klub der slowenischen studenten
1070 mondscheingasse 11
================================================
05 GM Workshop
von vlatka <frketic (at) no-racism.net>
================================================
EINLADUNG
zum 1. Workshop Gender Mainstreaming der EP InterCulturExpress
ANTIDISKRIMINIERUNGSGESETZE, GLEICHSTELLUNGSGESETZE, GENDER
MAINSTREAMING
UND DIE (AUS)WIRKUNG AUF FRAUEN UND MÄNNER
mit: Univ.Doz. Dr.in Sabine Strasser
Institut für Ethnologie, Kultur- und Sozialantropologie
in Wien
Arbeitsschwerpunkte: Politische Anthropologie: Migrations-,
Integrations- und transnationale Forschung; Gleichheit und
Antidiskriminierung; soziale und religiöse Bewegungen.
Feministische Anthropologie: Machtverhältnisse und gegenhegemoniale
Strategien; Differenzen, Identitäten und soziale Gerechtigkeit.
Regionale Forschungsschwerpunkte: Europäische Union, Türkei,
Österreich.
Inhalt des Workshops:
Gleichheit, Differenzen und Intersections (theoretische Hintergründe)
Geschichte der Anti-Diskriminierungspolitik in der Europäischen
Union
Intersections und seine Bedeutung für eine Politik der
Gleichheit
Antidiskriminierungs/Gleichbehandlungspolitik
Vorteile und Mängel der möglichen Ansätze anhand
von Beispielen
Vergleich von Gender Mainstreaming, Equality und Diversity Mainstreaming
Auseinandersetzung zu Konstruktion und Dekonstruktion der Geschlechter
Moderation: Mag.a Maria Rösslhumer, Gender Mainstreaming
Beauftragte/ICE
Datum: 14. November 2005, 9.30 - 16.30
Ort: Österreichische Beamtenversicherung, Grillparzerstr.14,
1010 Wien
(mit U2 bis Rathaus, dann ca. 3 Min. Richtung Universitätsstraße)
Anmeldung: max. 25 Personen
Hiermit melde ich mich verbindlich zum 1. Workshop Gender
Mainstreaming am
14. November 05, 9.30 - 16.30 an.
Name:
Organisation/PartnerIn:
Adresse:
Tel: + Fax:.
E-Mail:
Unterschrift:
Datum:
Anmeldungen bitte an Maria Rösslhumer, Fax: 01/544 08 20
- 24 oder
maria.roesslhumer (at) aoef.at
Für Fragen: 0664/793 07 89
================================================
06 Gastarbajteri - 40 Jahre Arbeitsmigration auf www.gastarbajteri.at
von Cornelia Kogoj <kogoj (at) initiative.minderheiten.at>
================================================
Gastarbajteri - 40 Jahre Arbeitsmigration. Eine virtuelle Ausstellung.
Die Ausstellung Gastarbajteri - 40 Jahre
Arbeitsmigration, die von der Initiative
Minderheiten in Kooperation mit dem Wien Museum
kuratiert wurde und vom 22. Jänner bis zum 11.
April 2004 im Wien Museum Karlsplatz und in der
Hauptbücherei am Gürtel zu sehen war, ist nun in
eine virtuelle Ausstellung umgewandelt worden.
Sämtliche Texte sowie alle Bildaufnahmen und
Videoinstallationen wurden digitalisiert und sind
unter Beibehaltung der ursprünglichen
Ausstellungsstruktur unter
http://www.gastarbajteri.at abrufbar.
Die zahlreichen Filme aus der Ausstellung sind
aufgrund des grossen Bedarfs an Speicherplatz
leider nur begrenzte Zeit abrufbar. Interessierte
können die Filme aber bis zum 30. November 2005
downloaden.
Webside
Grafik Toledo i Dertschei
Grafische Produktion Zsuzsa Demeter
Videokomprimierung Muzaffer Hasaltay
Content Management System Ivan Averintsev und Jürgen Schmidt
(strg.at)
Relaunch Ivan Averintsev
Koordination Andreas Görg und Gerd Valchars (BUM
- Büro für ungewöhnliche Maßnahmen / Initiative
Minderheiten)
Mit freundlicher Unterstützung von gangart
(Simonetta Ferfoglia und Heinrich Pichler) und
strg.at
Mit herzlichen Grüßen
Cornelia Kogoj
--------------------------------
Dr. Cornelia Kogoj
Initiative Minderheiten
Gumpendorfer Str. 15/13
1060 Wien
tel ++43 1 586 12 49-18
www.initiative.minderheiten.at
www.gastarbajteri.at
================================================
07 Termine ab Mittwoch, den 9.November 2005
von "akin" <akin.buero (at) gmx.at>
================================================
akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 8. November 2005; 18:49
**********************************************************
>>>>>>>> Termine ab Mittwoch, den 9.November
2005
Telefonnummern ohne Vorwahl sind Wiener Nummern
> Allgemeines
Juedisches Museum, Ausstellung bis 08.01.2006: Mahleriana, vom
Werden einer
Ikone. http://www.jmw.at, info (at) jmw.at, Tel. 535 04 31. Geoeffnet
So - Fr
10-18h, Do -20h, 1010 Doroetheerg.11
Museum Judenplatz, bis 19.02.06: So einfach war das - juedische
Kindheiten
und Jugend seit 1945 in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz.
1010
Judenplatz 8, So - Do 10-18h, Fr 10-14h
Wien Museum, bis 29.1.06: Moderat Modern - Erich Boltenstern
und die
Baukultur nach 1945. Di bis So und Feiertag 9-18h, Mi 9-20h.
Mittwoch 26.10.
Eintritt 1 Euro, freier Eintritt bis 14 Jahre. Jed. Freitag
von 9 - 12h
freier Eintritt!
ebenda, bis 29.01.06: Maennerwelten - Frauenzimmer
Filmmuseum Wien, bis 21. 11: Bonjour Cinema: Jean Epstein und
das
franzoesische Kino der 20er Jahre. Infos unter 533 70 54-19,
und
www.filmmuseum.at, 1010 Augustinerstr.1
Filmhaus am Spittelberg zeigt den Dokumentarfilm von Angelika
Schuster und
Tristan Sindelgruper : Operation Spring - ein Film ueber die
Erprobung neuer
Ermittlungsmethoden, Gesetze und Gerichtsverfahren in Oesterreich.
Beginn
18,30, 20,15 und 22h, 1070 Spittelbergg.3
Graz, Forum Stadtpark.: 10. bis 13.11. - 3. Normale, politisches
Filmfestival
VHS Hietzing, bis 18.11.: Ausstellung ueber Viktor Matejka,
Kultur-Politiker, Volksbildner, Querkopf: Wo der Mensch ist,
koennte Kultur
leben. Dokumentation ueber das Leben des ersten Kulturpolitikers
nach der
Befreiung in Wien. 1130 Hofwieseng.48 Straba 60 und 62
Neustifthalle: geheimsache:leben - Schwule und Lesben im Wien
des 20.
Jahrhunderts - Oesterr. erste Grossausstellung zur Geschichte
des
versteckten, verschwiegenen und vergessenen Lebens gleichgeschlechtlich
liebender Menschen in Wien. 1070 Neustiftg.73-75, Tel. 925 76
25,
www.gemeinsache.at
Richard WEIHS und Claus Tieber treten wieder im Weinhaus Sittl
auf: WIEN
TOeDLICH - eine stets stilvolle staedtische Sterbebegleitung.
Nur noch bis
12. 11. 05 jew. Do bis Sa 20 Uhr. 1060 Linke Wienzeile 36/7,
Karten unter
Tel. 586 33 95 und richard.weihs (at) aon.at
> Mittwoch, 9.11.
Uni-Campus Hof 6, Denk-Mal Marpe Lanefesch ab 17,30 Gedenkveranstaltung
zum
Novemberpogrom. 1090 Alserstrasse/Spitalgasse
Antifaschistischer Gedenkstein vor dem ehem.Aspangbahnhof 1030
Aspangstr.2/Platz der Deportierten. Ab 17,30 Mahnwache und Kundgebung:
Niemals vergessen - gegen Antisemitismus und den antizionistischen
Konsens!
Vor der ehem. Synagoge 1020 Zirkusgasse/Schmelzgasse, 19h Kundgebung:
Niemals vergessen! Gegen Anti8semitismus und Faschismus! Gegen
den
antizionistischen Konsens! Solidaritaet mit Israel!
Rep.Club, 14-18,30, Attac-Forum zu "Grundeinkommen".
1010 Rockhg.1
Renner-Institut, 19h, Vortrag und Disk: Bartholomaeus Grill:
Das suedliche
Afrika - Politik, Gesellschaft und Kultur. 1120 Hoffingerg.26-28,
Anm: 804
65 01-0
VHS Favoriten, 19h, Klaus Lohrmann: Die Paepste und die Juden.
1100
Arthaberplatz 18
Juedisches Museum, 19h, Vortrag von Margret Heymann/Hamburg:
... und vor
Sonnenuntergang ist es auch wirklich gewesen. Eine Sternstunde
des Theaters
der zwanziger Jahre. 1010 Dorotheerg.11
Langenlois Vereinssaal, 19,30, GA-Projekt: Future4Uganda - Oesterr.
hilft
Kindern in Uganda. Rudolfsstr.1
Wels, Pollheimerpark,Juedisches Mahnmal, 19h, Gedenkkundgebung
fuer die
Opfer von Rassismus und Fremdenhass!
Innsbruck, HdB, 19h, Asyl und Menschenrechte in Oesterreich.
Ein
Parallelbericht. Podiumsdisk. veranst. von FIAN. Rennweg 12
ebenda, 19,30, Attac Tirol: Fair Steuern - Steuergerechtigkeit
statt leere
Gemeindetoepfe
> Donnerstag, 10.11.
Wr.Rathaus, Festsaal, 19h: Islam am Balkan, Vortrag, Praes.
und Disk. des
Heftes: Islam am Balkan - Wr.Zeitschrift zur Geschichte der
Neuzeit. 1010
Lichtenfelsg.2
Zukunftswerkstatt, 19h, Bild, Macht, Meinung. Welche Sprache
sprechen
Bilder? 1010 Schoenlaterng.9
IWK, 18,30, Frauen schreiben gegen Hindernisse: Irma Miriam
Singer: Prag -
Wien - Israel. 1090 Bergg.17
Juedisches Museum, 19h, Buchpraes: Historische Strukturen der
Stadtgemeinde
Bad Aussee und des Ausseerlandes
VHS Favoriten, 19h, Vortrag: Aug um Aug, Zahn um Zahn - zur
Frage eines
paedagogischen Mehrwerts von Strafe und Strafhaft
Graz, AAI, 15-18h: Ach, Afrika - zwischen Entwicklungshilfe,
Selbstkritik
und Hoffnung. Wege zu neuen Perspektiven. Disputation mit Barholom.Grill/D
"Die Zeit" und Dr.Degol Hailu/Aethiopien. Leechg.22
ebenda, 19h, Lesung und Diskussion: Ach, Afrika - Berichte aus
dem Inneren
eines Kontinents
> Freitag, 11.11.
Unicampus, HS B, 15h, Vortrag: Black identities, protests and
ideologies in
20th century Brazil. 1090 Spitalg.2
Kolpinghaus Alsergrund, 19h, Juedische Stimme fuer gerechten
Frieden in
Nahost - Gesellschaft fuer Oesterr.-Arabische Beziehungen: Raeumung
des
Westjordanlandes - Weg zum Frieden! Vortrag und Disk. mit Ludwig
Watzal.
1090 Liechtensteinstr.100
VHS Favoriten, ab 16h Herbstakademie der Gruenen Bildungswerkstatt
Wien bis
13.11.: Leistung macht frei - Verlockungen und Verirrungen des
Liberalismus.
Anm: Tel. 562 91 12, per e-mail gbw-wien (at) gruene.at, Veranst.Ort:1100
Arthaberplatz 18
Gfoehl, 19h, Bildungstankstelle, Kremserstr.27, Attac-Veranst:
Globale
Steuergerechtigkeit
Graz, Attac-Abend bei der Normale, 19,30-22,30: Oekonomisierung
der
Bildung - Steuergerechtigkeit. Gleichzeitigíg und anschl.
Filme. Forum
Stadtpark
Graz, K.Franzens-Univ., HS A/06.01, ab 18h bis Sa 12.11. von
9 -12h,
Gratis-Seminar: Orient - Okzident: Fruchtbare Wege der Begegnung
in Europa.
> Samstag, 12.11.
Don Bosco Haus, Studientag fuer eine Kultur des Friedens und
der
Gewaltfreiheit 10-17h: Die Waffen nieder! 100 Jahre Friedensnobelpreis
fuer
Bertha von Suttner. 1130 St.Veit Gasse 25, Anm. 408 06 95-0,
e-mail:
akademie (at) evang.at
Linz, ab 15h R.Bernaschek-Symposion des Renner-Inst. und des
Bundes
sozialdem.Freiheitskaempfer, mit Helmut Fiereder, Peter Lhotzky
und Gerhard
Senft. Landstr.36
> Sonntag, 13.11.
Graz, Forum Stadtpark, 10h Filmfruehstueck: Das Ende der Chimaere?
GMO -
genmanipulierte Organismen. Anschl. Gespraech
> Montag, 14.11.
Amerlinghaus, 19,30, Mexiko: Krieg im Paradies - Kampf um Wasser
und Wald.
1070 Stiftg.8
Linz, 19h, Werkstatt Frieden & Solidaritaet, Vortrag und
Disk: Euro versus
Dollar. Waehrungskonkurrenz und Supermachtsrivalitaet mit Winfried
Wolf/D.
Waltherstr.15
> Dienstag, 15.11.
Kardinal Koenig Haus, 9-17h, Tagung: Liebe, Sex ... und Betreuung??
Wie kann
eine gute Sexualitaetsbegleitung fuer Menschen mit Lernschwierigkeiten
aussehen? 1130 Lainzer Strasse 138, Tel. 804 75 93-614
VHS Favoriten, 19h, Vortrag: Alles Mist? Die ganze Wahrheit
ueber
Muelltrennung und Muellverwertung in Wien. 1100 Arthaberplatz
18
Kleingewerbe global Aktionstag - moving cultures favoriten entwickelt
globale Perspektiven fuer Kleingewerbe und Einzelhandel. 10
- 13h Roundtable
in der Diplomatischen Akademie, 1040 Favoritenstr.15a. Anm:
Alexa Bluma 713
35 94-94 und bluma (at) vidc.org
Rundgaenge in Kleingruppen durch Favoriten 15-17h, Ausgangspunkt
1100
Keplerplatz 5 - vor der Bezirksvorstehung
Abschluss mit einem Fest von 18 bis 22h in der VHS 1100 Arthaberplatz
18,
Abschluss des Gesamtprojektes, Berichte von den Rundgaengen,
Filmpraesentation, Musik
> Mittwoch, 16.11.
Oesterr.Orientges., 19h, Entwicklungs- und Gesellschaftspolitik
- Vision
2020: The Right to Sight. 1010 Dominikanerbastei 6/6
Juedisches Museum, 19h, Buchpraes: Peter Stephan Jungk: Die
Reise ueber den
Hudson
Altes Rathaus, 19h, Podiumsdisk: Religionen - Chance oder Hindernis
bei der
Verwirklichung der Frauenrechte? 1010 Wipplinger Str.8
Graz, ETC Mozarthof, 19h, Podiumsdisk: Der EU-Beitritt der Tuerkei
unter dem
Gesichtspunkt der Menschenrechte. Schuberstr.29
> Donnerstag, 17.11.
Amerlinghaus, 19,30, Dokumentarfilm aus Palaestina/Israel: Arna´s
Children
TU Wien, Prechtlsaal, 9-17h, Konferenz: Frauen in Naturwissenschaft
und
Technik - wie weiter? Mit Brigitte Ratzer, 1040 Argentinierstr.8
Juedisches Museum, 19h, Klezmerabend mit dem Ens. Scholem Alejchem
und
Buchpraes. Klezmermusik aus Moldawien und der Ukraine vom XIX.
bis ins XXI.
Jahrhundert. 1010 Dorotheerg.11
VHS Favoriten, Sympsium bis 18.11.: Die Wiederentdeckung der
Demokratie.
Oesterreich vor und nach 1945, Beginn jew. 14h Do: Widersprueche
im
Gedankenjahr. Oesterr. vor 1938: Widerstand gegen oder Vorbereitung
auf den
Nationalsozialismus. Ab 17h: Jugend und Politik im Oesterr.
der 1930er
Jahre. 1100 Arthaberplatz 18, Tel. 603 40 30
> Freitag, 18.11.
Haus Panorama, 19h, LINKE Allianzen in Europa - welche Chancen
hat ein
Linksbuendnis in Oesterreich. 1200 Brigittenauer Laende
Amerlinghaus, 19,30, film: Eine verschwundene Welt. Die Bukowina
war eine
Region, in der viele versch. Ethnien friedlich miteinander lebten.
Cafe Dreiklang/Freiraum, 11-15h, 16.Treffen Grundeinkommen.
1090 Wasag.28
VHS Favoriten, ab 14h, Oliver Rathkolb: Der Einfluss der Alliierten
auf die
oesterr,. Demokratie nach 1945., ab 15,30 Walter Manoschek:
Wehrmacht und
Widerstand und der Umgang damit heute. Ab 17h Sieglinde Rosenberger:
Zum
Zustand der oesterr. Demokratie heute
IWK, Tagung bis 19.11., 15,30: Aufklaerung, Demokratie und die
radikale
Veraenderung der gesellschaftlichen Verhaeltnisse. Sa ab 14h,
Tagung ueber
Literatur und Politik in Erinnerung an Walter Grab. 1090 Bergg.17,
Tel. 317
43 42
Kulturv.Zwischenraum, 19h, Vickerl und Melina Klaus erzaehlen
Geschichten
ueber die Geschichte Kretas, Musik, Video. 1200 Hannoverg.13
Linz, AGEZ Paulo Freire Zentrum: Ursulinenhof und Univ.Linz:
Entwicklungstagung bis 20.11.: Eigentum anders. Infos und Anm:
www.entwicklungstagung.at
Linz, Chamaeleon, 21h, Regenbogenfest der Gruene Andersrum OOe.
Museumstr.7a
> Samstag, 19.11.
Haus Panorama, Gesamtoesterr.Arbeitstagung der LINKE - Opposition
fuer ein
solidarisches Europa. Infos http://linke,cc
> Montag, 21.11.
Skydome, 19h, Paul Singer: Solidarische Oekonomie - praktische
Wege jenseits
des Kapitalismus. Veranst. der Gruenen Bildungswerkstatt. 1070
Schottenfeldg.29
AK, Grosser Sitzungsaal, 19h, Podiumsdisk. mit Ewald Nowotny,
Ferdinand
Lacina und Claudia von Werlhof: Alternativen zur neoliberalen
Globalisierung. 1040 Theresianumg.16-18, Anm. Tel. 601 18 -
4000, e-mail:
office (at) pib-wien.ac.at
dietheater Kuenstlerhaus, bis 26.11.:Theater des Lachens Berlin:
Die Legende
vom MANIFEST der Kommunistischen Partei. 1010 Karlsplatz 5,
Tel. 587 05 04
> Dienstag, 22.11.
Innsbruck, HdB, 19h: Internat. Staatenpflichten Oesterr. als
Mitgliedsstaat
des internat. Pakts ueber wirtschaftliche, soziale und kulturelle
Rechte.
Innrain 52
***************************************************
Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen
Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht
wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten
sein. Nachdruck
von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete
Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein
Nachdruck von
Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber
eine
anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur
als
Abonnement verschickt. Wer versehentlich in den Verteiler geraten
ist, kann
den akin-pd per formlosen Mail an akin.buero (at) gmx.at abbestellen.
*************************************************
'akin - aktuelle informationen'
a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2
vox: ++43/1/535-62-00
(anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten)
http://akin.mediaweb.at
akin.buero (at) gmx.at
Bankverbindung lautend auf: föj/BfS,
Bank Austria, BLZ 12000,
223-102-976/00, Zweck: akin
================================================
08 10.11.:Speakerscorner von <august.faschang (at) oeticket.com>
================================================
Liebe Leute!
1) Speakerscorner 10.11. zum Seibane-Prozess: Das
Urteil vom 9.11., die Folgen und weitergehender
Handlungsbedarf
2)Nachtrag zum Speakerscorner mit M. Wassermair zum "Gedankenjahr
2005"
3) Seibane-Prozess - letzter Tag am 9.11. mit Urteilsverkündung
++++++++++++1)SPEAKERSCORNER 10.11.:
SEIBANE-PROZESS UND KONSEQUENZEN
Auch am DONNERSTAG (10.11.) gibt es zusätzlich
zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzorange
in Österreich und Orangerot in Kärnten vor dem
Kanzleramt wieder einen SPEAKERSCORNER, diesmal
mit Werner Rotter (Menschenrechtskomitee Seibane
Wague) und Sidy M. Wane (Verein gale) zum
SEIBANE-PROZESS. Am Mittwoch wird ja das URTEIL
verkündet. Zeit also für eine Analyse des Urteils
sowie der sich aus dem Urteil ergebenden Folgen
und Handlungsnotwendigkeiten.
Hintergrundinfo: Seit 28.10.2005 wird nach langen
Verzögerungen endlich der öffentliche Prozess
gegen zehn Personen (PolizistInnen,
SanitäterInnen, Notarzt) fortgesetzt, die am 15.
Juli 2003 den mauretanischen Staatsbürger Seibane
Wague in Bauchlage fixierten und sich auf ihn
stellten, sodaß er leblos ins Krankenhaus
transportiert werden mußte, wo nach 5-stündigen
vergeblichen Wiederbelebungsversuchen nur noch
der Tod festgestellt werden konnte. Im Zuge der
Bemühungen um eine Aufklärung der Vorgänge vom
15.7.2003 gab es offensichtliche Behinderungen
aus Polizeikreisen (z.B. Absprachen der
Zeugenaussagen von Polizisten, Polizisten
untersuchen Polizisten, ein
Gerichts-"Sachverständiger" des
Innenministeriums, der selbst Polizist ist) und
politischen Druck (Ex-Innenminister Strasser
hatte ja von vornherein immer behauptet, es habe
sich um eine korrekte Amtshandlung gehandelt.)
Treffpunkt ist um 19Uhr45 Ecke
Ballhausplatz/Heldenplatz, Beginn 20Uhr. Und
danach sind wieder alle Teilnehmerinnen im
Stammlokal in der Neustiftgasse willkommen!
Und wie jeden Donnerstag gibt es schon ab 17Uhr
die WIDERSTANDSLESUNG (Ecke
Ballhausplatz/Heldenplatz).
+++++++++++2)NACHTRAG ZUM SPEAKERSCOPRNER MIT
M.WASSERMAIR ZUM "GEDANKENJAHR 2005"
Auf allgemeinen Wunsch jetzt auch in schriftlicher Form:
Der Text von Martin Wassermair zur
Begleitbroschüre in der Belvedere-Ausstellung ist
zu finden unter:
http://oesterreich-2005.at/txt/1119434852/
+++++++++++3) SEIBANE-PROZESS - 9.11.:
LETZTER TERMIN MIT URTEILSVERKÜNDUNG
Mittwoch 9.11., Beginn 9Uhr, Saal 203 (2.Stock),
Landesgericht für Strafsachen, Wickenburggasse
22, 1080 Wien (Ausweis (Führerschein etc.) wird
von Besucherinnen verlangt). Ausständig sind nur
mehr die Plädoyers und die Urteilsverkündung,
sodass eine weitere Verzögerung des Prozessendes
praktisch auszuschließen ist.
Aufgrund der Verlängerung des Prozesses steht
ausgerechnet für den letzten Prozesstermin, bei
dem mit dem größten öffentlichen und medialen
Interesse zu rechnen ist, der große
Schwurgerichtssaal nicht mehr zur Verfügung. Im
Saal 203 ist nur Platz für 48Personen, sodass es
diesmal sehr schwierig werden wird, einen Platz
zu bekommen. Trotzdem wäre eine starke Präsenz
einer kritischen Öffentlichkeit wichtig, notfalls
halt vor den Türen des Verhandlungssaals. Am
besten wäre es, schon zwischen 8Uhr und 8Uhr30 zu
kommen.
================================================
================================================
MELDUNGEN, MEINUNGEN und KOMMENTARE
================================================
================================================
09 Einfältig und Staatstreu - Der Herr Direktor und das
Recht
von noborder (at) no-racism.net
================================================
zum prozess gegen die volXtheaterkarawane in lambach aufgrund
einer
kustaktion im rahmen des festivals der regionen 2003.
quelle/infos: http://lambach.volxtheater.at
Einfältig und Staatstreu - Der Herr Direktor und das Recht
Am 19. Oktober 2005 wurde der Prozess gegen vier AktivistInnen
des
VolXtheaters zuende verhandelt.
Ein Kommentar.Nach vier langen Verhandlungstagen, nach mehr
als einem Jahr
Prozessführung sprach der werte Richter sein Urteil. Schuldig,
nicht im
Sinne der Anklage, aber schuldig. Die Aktion war keine Amtsanmaßung
aber
eine Täuschung im Sinne des Gesetzes. Die Urteile selbst
vielen mehr als
mild aus. Ein Prozess der als besondere Groteske in die Geschichte
des
Bezirksgericht Lambach eingehen darf.
Als ZeugInnen wurden SchülerInnen und LehrerInnen gehört,
eine
Journalistin, die Vorsitzende des Festivals der Regionen, zwei
Kunstsachverständige und als besonderer Leckerbissen der
Herr Direktor.
Die Aussagen der SchülerInnen selbst waren dabei noch am
klarsten. Die
jüngsten Beteiligten an der Aktion waren wohl die einzigen
die auf das
Spiel nicht reinfielen. So ziemlich alle erklärten in ihren
Aussagen,
dass sie das Theater durchschauten. Sie wunderten sich über
Haare und
Kleidung der angeblichen WissenschafterInnen. Sie stellten die
gesamte
Aktion in Frage und hielten fest: " ... Ich hab von Anfang
an gedacht,
dass es sich dabei um eine Theateraktion handelt, ernst genommen
hab ich
das nie ...".
Tja, so fit und schnelldenkend die Kinder auch waren, so unverständlich
verhielt sich das Lehrpersonal. Nicht nur während der Aktion,
auch im
Prozess selbst schafften sie es, Aussagen zu treffen die wohl
eher zu
einem Disziplinarverfahren führen hätten sollen als,
zu einer
Verurteilung der TheateraktivistInnen. "Was waren das für
Fragen die an
die Kinder gestellt wurden?" "Das weiss ich nicht,
ich hab nicht
zugehört, ich hab inzwischen mit den anderen Kindern weitergespielt
...
". "Was passierte nach dem der Direktor in die Aula
kam?", wollte der
Richter weiter wissen. "Nun, das weiss ich auch nicht.
Mein Dienst
endete um 12.00 Uhr, das war ja schon nach 12.00." Aha,
zugehört hat sie
keinen Moment. Sie übergab uns die Klassenliste und damit
war ihre
Pflichterfüllung auch schon getan, und mit dem Ende der
Dienstzeit sind
die SchülerInnen gleich ganz allein. Die "Schulfremden
Personen" sind
zwar noch anwesend, und wir müssen sie auch verklagen,
aber die werte
Frau Professor hat das nicht mehr interessiert. Ihr Dienst endete
an
diesem Tag ja um 12.00 Uhr. Andere Lehrkörper haben das
Spiel sehr wohl
durchschaut. " ... Ich hab mitgespielt und die Theaterleute
aus dem Raum
geworfen. ... wir hatten ja gerade einen Workshop ... ".
Im gleichen
Raum, so will uns die Staatsanwältiin in ihrem Schlussplädoyer
weismachen, wurden Kinder verängstigt und beinahe missbraucht.
Und
dieser Lehrer hat das einfach mitangesehen? Dem wurde nicht
bewusst, was
hier mit seinen armen Kinderchens passiert? Ach ja er war gar
nicht
allein. Es war noch eine zweite Lehrerin im Raum. Der ist das
auch nicht
aufgefallen. " ... Die Kinder haben gelacht ...",
sagt sie aus. "... Sie
haben sich amüsiert ...".
Ein besonderer Leckerbissen war jedoch die dümmliche Kühnheit
des werten
Herrn Direktor. Mit richtiger Begeisterung hüpfte er während
der Aktion
und auch später im Prozess von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen.
Bereits in
seiner ersten Aussage, am ersten Prozesstag war er der Lacherfolg
des
Tages. Zu Beginn der Aktion gingen zwei VolXtheatermenschen
in seine
Kanzlei um ihn über die Aktion zu informieren. Ganz theatralisch
natürlich. Es wurde ihm ein Schreiben vorgelegt, dass kurz
zuvor
stümperhaft hergestellt worden war. Es war eigentlich ein
anderer Text,
der einfach mit schwarzem Markerstift ein wenig umgestaltet
wurde. Am
Kopf des Schreibens fand sich eine äusserst schlechte Kopie
des
Staatswappens. Als Stempel diente eine Zwei-Euro Münze.
Unterschrieben
war das Papier, dass quasi den Befehl zur Biometrischen Datenerfassung
enthielt, von einer Richterin namens Iris Scanner. Den Direktor
hielt
das alles nicht davon ab, an die Echtheit der Aktion zu glauben.
Erst
als ihm die Staatsanwältin das Papier erneut vorlegte und
ihn nochmal
fragte ob er das tatsächlich für glaubwürdig
hielt musste er
eingestehen, dass selbständiges Denken nicht zu seinen
grossen
Fähigkeiten zählt. Wir wären ?absolut Glaubhaft?
gewesen und hätten
durch unser Auftreten alles getan um ihn davon zu überzeugen,
dass es
sich hier tatsächlich um eine Aktion des Amtes für
biometrische
Datenerfassung handle. Weder die schlechten Requisiten noch
die
Ausweisschilder mit Sonnenbrillen konnten daran rütteln.
Der Direktor
glaubte, was ihm vom scheinbar existierenden Amt diktiert wurde
und er
gefiel sich noch dazu dabei.
Weniger gefiel ihm jedoch die Art wie er von der Staatsanwältin
befragt
wurde. Er fühlte sich in seiner Funktion als Kronzeuge
der Anklage nicht
bestätigt. Natürlich sie hatte ihn auch ziemlich bloß
gestellt. Sie
fragte ihn, ob ihm denn nicht aufgefallen sei, dass hier von
einem
Paragraphen 00 geschrieben werde. Und weil er darauf wieder
nicht
antworten konnte fügte sie hinzu: "Selbst einem Nichtjuristen
wie ihnen
müsste es doch bekannt sein, dass es einen Paragraphen
00 nicht geben
kann". Das musste Folgen haben wie wir am letzten Verhandlungstag
bei
einer weiteren Einvernahme des Direktors mit staunenden Ohren
verfolgen
durften. Weil die Staatsanwältin unangenehme Fragen gestellt
hatte,
schrieb ihr der Direktor einen persönlichen Brief. Er wollte
sie darauf
aufmerksam machen, dass er ein Zeuge der Anklage sei und wohl
mit
gebührenden Respekt von ihr behandelt werden wollte. Dass
das im Sinne
eines bürgerlichen Gerichts nicht im geringsten zu ihren
Aufgabe zählt
war ihm einfach nicht bekannt. Muss es ja auch nicht, was weiss
schon
ein Schuldirektor.
Ein Resumee ist schwer, vielleicht dieses: Wenn ich um unser
schlechtes
Auftreten nicht selbst Bescheid wüsste, wenn ich nicht
wüsste, dass
Requisiten wie der Irisscanner aus einer schwarzen Schachtel
und einer
aufgeklebten Taschenlampe bestanden, wenn ich nicht dabei gewesen
wäre,
wie den SchülerInnen völlig irrelevante Fragen gestellt
wurden ... Wenn
ich das alles nicht selbst gesehen hätte, dann würde
ich wohl davon
ausgehen, dass diese Aktion hervorragend geplant und durchgeführt
wurde.
Tja, so ist es aber nicht, und bis heute frag ich mich wie es
ein
derartiges Maß an Machtgläubigkeit, vorauseilendem
Gehorsam und
einfacher Dummheit geben kann, an einer Schule, unter den Lehrkräften.
In seiner letzten Aussage bringt es der Herr Direktor noch einmal
auf
den Punkt. "Diese Leute haben unsere Einfältigkeit
und unser Staatstreue
ausgenützt". Ja Herr Direktor das haben wir getan,
sie haben zwei Jahre
gebraucht um das auch nur halbwegs verstehen zu können
und nun wären sie
gut beraten darüber nochmal in aller Stille nachzudenken.
ein angeklagter
================================================
10 10. November: § 209-Gewissengefangener wieder vor Gericht
von "PF209" <office (at) paragraph209.at>
================================================
§ 209-Gewissengefangener
in dritter Runde vor Gericht
Der Oberste Gerichtshof hat ˆ nach Verurteilung
Österreichs durch den Europäischen
Menschenrechtsgerichtshof - die Verurteilung
jenes Mannes aufgehoben, der im Frühjahr 2001 von
Amnesty International als erster
Gewissengefangener auf Grund des
antihomosexuellen Sonderstrafgesetzes § 209 StGB
adoptiert worden ist.
Im erneuerten Verfahren steht der Mann nun zum
dritten Mal vor Gericht und wieder vor Richter
Dr. Thomas Schrammel, der den Mann nur
widerstrebend und über Auftrag des
Oberlandesgerichtes Wien verurteilt hatte. Im
Gerichtssaal erklärte Richter Schrammel
wiederholt, dass der Angeklagte seinen jungen
Freunden gegenüber so rücksichtsvoll war wie man
sich das von manchen Ehemännern wünschen würde,
die angeheitert nach Hause kommen und ihre
ehelichen Pflichten einfordern.
Justizminister Böhmdorfer verweigerte auch nach
der Aufhebung des § 209 hartnäckig die
Begnadigung des Mannes, den er als schlimmen
Missbraucher darstellte. Erst vor dem
Menschenrechtsgerichtshof kam Österreichs erster
Gewissensgefangener im Februar 2005 zu seinem
Recht.
Die Hauptverhandlung findet statt am
Donnerstag, 10. November 2005 (10.30)
Landesgericht für Strafsachen Wien
Wien 8, Wickenburggasse 22
Saal 309 (3. Stock)
Die Verhandlung ist öffentlich. Jede/r, der/die
mindestens 14 Jahre alt und unbewaffnet ist, hat
Zutritt. Es wird jedoch darauf hingewiesen, daß
die Veröffentlichung des Bildes bzw. des Namens
(auch abgekürzt oder Initialen) des Beschuldigten
gesetzlich verboten ist und ausdrücklich
untersagt wird. Dies gilt auch für jede sonstige
Veröffentlichung, die Rückschlüsse auf die
Identität des Beschuldigten zuläßt.
Rückfragehinweis:
Plattform gegen § 209, Tel.: 01/8763061,
0676/3094737, office (at) paragraph209.at,
www.paragraph209.at
Der Hintergund:Der 37jährige homosexuelle Mann wurde auf
Grund
eines Haftbefehls des Landesgerichts für
Strafsachen Wien festgenommen, weil er im
Verdacht stand, mit Jugendlichen zwischen 14 und
18 Jahren sexuelle Kontakte gehabt zu haben, was
nach österreichischem Recht nur zwischen Männern,
nicht aber bei Heterosexuellen und Lesben
strafbar ist (§ 209 StGB).Die Gendarmerie berichtete dem
Gericht, dass sie
auf Grund eines ≥vertraulichen Hinweises„ (von
wem wurde nicht offengelegt) erfuhr, dass der
Mann eine sexuelle Beziehung mit einem 15jährigen
jungen Mann hat. Nachdem sich auf Grund der ≥im
Umfeld getätigten Erhebungen„ der Verdacht
erhärtet habe, holten sie den Jugendlichen von
der Schule und befragten ihn insbesondere zu
mutmaßlich von ihm selbst begangenen
Ladendiebstählen und anderen Delikten. Dabei
verhörten sie ihn auch intensiv über seinen
Freund, wobei er die sexuelle Beziehung
bestätigte. Bei der Vernehmung (die am ersten Tag
über 9 Stunden und am zweiten Tag 2 ∏ Stunden
dauerte) betonte der Jugendliche, dass der Mann
ihn liebt und dass alle sexuellen Kontakte in
vollem Einvernehmen erfolgten.Die Gendarmeriebeamten behaupteten
dann einen
angeblichen Verdacht des Besitzes von
kinderpornographischem Material und erwirkten
einen auf § 207a StGB gestützten
Hausdurchsuchungsbefehl., obwohl (bis heute)
nicht auch nur der leiseste Hinweis in diese
Richtung besteht. Gegenüber der
Staatsanwaltschaft behaupteten sie auch, daß sich
in der Wohnung des Mannes ein 15jähriger Junge
befinde und der Mann auch mit diesem sexuelle
Kontakte habe, obwohl es keinerlei Hinweise auf
solche sexuellen Kontakte gab und die Beamten
wußten, daß dieser Jugendliche nur einen Monat
vor seinem 18. Geburtstag stand.Die Gendarmerie muß den
Mann derart als
gefährlichen "Kinderschänder" hingestellt
haben,
daß er vom Gericht als "hemmungslosen Triebtäter"
(wörtliches Zitat aus dem Haftbefehl!) in Haft
genommen wurde. Der Mann wurde festgenommen, seine Wohnung
durchsucht und er selbst dreimal intensiv
einvernommen. Während dieser Verhöre (von denen
die letzten beiden mehr als 6 Stunden dauerten)
gestand er die sexuelle Beziehung mit dem oben
erwähnten und drei anderen Jugendlichen innerhalb
der letzten sieben Jahre. Nach seiner
Einlieferung in das Landesgericht für Strafsachen
Wien wurde über ihn die Untersuchungshaft
verhängt.Alle Jugendlichen waren zum Zeitpunkt der
Kontakte über 14 Jahre alt. In allen bis auf
einen Fall erschöpften sich die sexuellen
Kontakte in (gegenseitiger) Masturbation. In nur
einem einzigen Fall hat er einen Jugendlichen
oral befriedigt. Der Mann ist unbescholten und in
leitender Position in der Privatwirtschaft tätig.
Auf Grund der Haft musste er auch um seinen
Arbeitsplatz fürchten.Die ≥Plattform gegen §
209„ informierte Amnesty
International, die den Mann umgehend als
Gewissengefangenen adoptierten und seine
sofortige Freilassung forderten. Es ist viele
Jahre her, dass ein österreichischer Gefangener
durch das Londoner Internationale Sekretariat von
amnesty gemäß deren strengen Richtlinien als
Gewissengefangener adoptiert wurde. Selbst die
österreichische Amnesty-Sektion konnte sich an
den letzten Fall nicht mehr genau erinnern. Der
Generalsekretär von Amnesty-Österreich, Mag.
Heinz Patzelt, hat die Haftverhandlung als
Vertrauensperson des Inhaftierten besucht, in der
die Staatsanwaltschaft auf der Fortsetzung der
Haft bestand. Die Untersuchungsrichterin folgte
allerdings den Argumenten der Verteidigung,
erfüllte die Forderung von Amnesty und entließ
den Mann aus der Haft.Im August 2001 hat das Landesgericht für
Strafsachen Wien (Richter Dr. Thomas Schrammel)
dann von der Möglichkeit der Diversion Gebrauch
gemacht (§ 90a ff StPO) und das Verfahren gegen
Zahlung einer Geldbuße von öS 20.000,--
eingestellt. Zur Begründung führte der Richter
u.a. an, daß der Angeklagte so rücksichtsvoll mit
seinen Partnern umgegangen sei, wie er sich ≥das
bei manchen Heterosexuellen, die nach ein paar
Bier auf eheliche Pflichten pochen, wünschen„
würde.Der Staatsanwalt hat gegen die Einstellung
Beschwerde erhoben, woraufhin das
Oberlandesgericht (Vorsitz: Dr. Gerhard Gallent),
ohne mündliche Verhandlung, die Entscheidung
aufgehoben und dem Erstgericht die Fortsetzung
des Verfahrens aufgetragen hat. Der Angeklagte
habe schwere Schuld auf sich geladen und daß er
rücksichtsvoll und einfühlsam vorgegangen sei,
sei irrelevant. Was die Menschenrechtswidrigkeit
des § 209 anlangt, verwies das OLG auf ein
≥abschlägige(s) Erkenntnis des
Verfassungsgerichtshofes von Anfang Dezember
2001„ , obwohl es ein solches (inhaltliches)
Erkenntnis des VfGH vom Dezember gar nicht gab.
Vielmehr hat der VfGH am 29. November in einem
(rein formalen) Beschluß ausdrücklich und
unmissverständlich appelliert, diesen Beschluß
nicht in diesem Sinne mißzuverstehen, daß §
209
StGB verfassungsmäßig sei. Den Richtern war
sowohl der Beschluß des VfGH bekannt als auch die
Beschlüsse des Europäischen
Menschenrechtsgerichtshofs, mit denen er im
Dezember 2001 die ersten Beschwerden in Sachen §
209 für zulässig erklärt hatte.In seiner zweiten
Entscheidung wiederholte
Richter Dr. Schrammel dann seine Feststellung vom
Sommer 2001, daß der Angeklagte so
≥rücksichtsvoll und einfühlsam„ mit seinen
Partnern umgegangen ist, wie er sich ≥das bei
manchen Heterosexuellen wünschen„ würde, ≥die
am
Monatsersten auf die ehelichen Pflichten pochen
und sich einen Schmarren darum kümmern, was der
Partner will„. Er zitierte aus den Akten Aussagen
der Jugendlichen, in denen sie ihr Unverständnis
über die Verfolgung ihres Freundes bekundeten,
der ≥immer so lieb„ zu ihnen gewesen ist, und
weigerte sich ausdrücklich, sie als ≥Opfer„
zu
bezeichnen.Daher machte Richter Schrammel vom
außerordentlichen Milderungsrecht Gebrauch und
verhängte drei Monate bedingter Freiheitsstrafe;
denn eigentlich sah der Strafrahmen für das
≥Sexualverbrechen„ des § 209 sechs Monate bis
fünf Jahre Haft vor. "Das ist genau so wie bei
einer Vergewaltigung, wo eine Frau traumatisiert
wird", gab der Richter kopfschüttelnd zu
bedenken. ≥Ich bin halt an das Gesetz gebunden„,
erklärte er.Das Oberlandesgericht Wien bestätigte
noch fünf
Monate nach Aufhebung des § 209 die Verurteilung
des Gewissensgefangenen und verweigerte auch dann
noch eine Verfahrenseinstellung (≥Diversion„),
weil der Mann, so die Senatspräsidentin damals
zum Angeklagten, durch die Kontakte mit den (14-
bis 18jährigen!) ≥Kindern„ ≥schwere Schuld„
auf
sich geladen habe. Auch Justizminister Böhmdorfer
weigerte sich trotz Aufhebung des § 209, den
Gewissensgefangenen dem Bundespräsidenten zur
Begnadigung vorzuschlagen.Erst vor dem Menschenrechtsgerichtshof
kam
Österreichs erster Gewissensgefangener im Februar
2005 zu seinem Recht. Die Republik Österreich
musste dem Gewissensgefangenen nun EUR 30.500,--
Schadenersatz zahlen. An Beitrag zu den
Anwaltskosten als auch an Ersatz für die
Belastungen durch das Strafverfahren, insb. durch
das an die Öffentlichkeit Zerren intimster
Details seines Privatlebens; und für die zwei
Wochen Untersuchungshaft. Die Verfahren waren für
den Gewissengefangenen schwer erschütternde
Ereignisse in seinem Leben mit nach wie vor
erheblichen emotionalen und psychischen Folgen,
so die Richter.Insgesamt musste die Republik den bislang neun
erfolgreichen § 209-Beschwerdeführern über EUR
300.000,-- Schadenersatzzahlungen leisten.
================================================
11 KPÖ/Gemeinden/Finanzausgleich
von <kpoe (at) aon.at>
================================================
KPÖ-Pressedienst - Drechslergasse 42, 1140 Wien -
Telefon +43 (1) 50 36 580 - 0 - Fax +43 (1) 50 36
580 - 499 - Mail
bundesvorstand (at) kpoe.at - Web www.kpoe.at - News
www.kpoe.at/lpd - Ausgabe vom 8. November 2005
Staatssekretär Finz will Gemeinden gegeneinander ausspielen
FAG-Steuertopf vergrößern, mehr Mittel für Gemeinden
Als durchsichtiges Manöver um die Gemeinden
gegeneinander auszuspielen bezeichnet die KPÖ den
neuerlichen Vorstoß von
Finanzstaatssekretär Alfred Finz (ÖVP) für einen
interkommunalen Finanzausgleich. Finz beruft sich
dabei auf die Tatsache, dass
verschiedene Gemeinden im ≥Speckgürtel„ um
Wien,
aber auch Graz, Linz, Salzburg usw. durch die
Ansiedlung von Einkaufszentren und
Betrieben, aber auch durch Zuwanderung aus den
Städten immer finanzkräftiger werden, während
den
Städten zunehmend eine Finanzmisere
droht.
Was Finz wohlweislich verschweigt ist freilich,
dass der 2004 zwischen Bund, Ländern und
Gemeinden paktierte Finanzausgleichsgesetz
(FAG) für 2005 bis 2008 die Finanzkraft der
Städte und Ballungszentren geschwächt hat, weil
der abgestufte Bevölkerungsschlüssel
zugunsten der Gemeinden bis 10.000 Einwohner verändert
wurde.
Mit dem laufenden Finanzausgleich wurde zwar die
jahrzehntelange Forderung der Gemeinden nach
einem einheitlichen
Aufteilungsschlüssel der gemeinschaftlichen
Bundesabgaben erfüllt. Allerdings bedeutet der
Aufteilungsschlüssel - 73,223 Prozent
Bund, 15,196 Prozent Länder, 11,581 Prozent
Gemeinden - eine unübersehbare Präferenz des
Bundes zu Lasten der Gemeinden. Dazu kommen
noch zahlreiche Abgaben - Landesumlage,
Spitalsfinanzierung, Sozialhilfe usw. - der
Gemeinden an das Land bzw. an Verbände.
Dem steht gegenüber, dass die Gemeinden (ohne
Wien) 54 Prozent aller öffentlichen Investitionen
tätigen. Als Konsequenz ergibt sich,
dass die Gemeinden um Bedarfszuweisungen beim
jeweiligen Land betteln müssen, um die
dringlichsten Investitionen finanzieren zu
können und gleichzeitig mit Mittelentzug gedroht
wird, wenn nicht bestimmte Mindesttarife für
kommunale Leistungen eingehoben
werden.
Die Finanzlage der Gemeinden hat sich vor allem
als Auswirkung der rigiden Auflagen für eine
Euro-konforme Budgetierung drastisch
zugespitzt. Aus Sicht der Gemeinden ist daher
eine Aufkündigung des Stabilitätspaktes sowohl
auf EU- als auch auf Österreich-Ebene
eine zentrale Frage. Während der Bund seit dem
EU-Beitritt Österreichs im Jahre 1995 durchgehend
Jahr für Jahr ein Budgetdefizit
aufweist, wiesen die Länder ebenso durchgehend
einen Überschuss auf und - abgesehen von den 1995
und 1996 - ebenso die Gemeinden:
≥Der zunehmende Finanzdruck auf die Gemeinden ist
demnach ein direktes Ergebnis der ausschließlich
nach monetären Kriterien
ausgerichteten EU-Politik mit der Europäischen
Zentralbank als Wächter des Euro„, meint dazu
KPÖ-Kommunalsprecher Leo Furtlehner.
Die KPÖ lehnt es daher entschieden ab, Städte und
Gemeinden bzw. große und kleine Gemeinden
gegeneinander auszuspielen. Notwendig
ist vielmehr, den Anteil der Gemeinden an den
gemeinschaftlichen Bundesabgaben zu erhöhen und
den FAG-Topf insgesamt durch eine
höhere Besteuerung von Kapital und Vermögen,
Eintreibung der Steuerschulden der Unternehmer
und Aufhebung der steuerschonenden
Privatstiftungen zu vergrößern. Ebenso ist eine
Umstellung der Bemessung der Kommunalabgabe als
der wichtigsten Gemeindesteuer auf
die gesamte Wertschöpfung anstatt wie bisher mit
drei Prozent der Lohnsumme der in der jeweiligen
Gemeinde ansässigen Unternehmen
notwendig.
================================================
12 ÖBB, Strache-FPÖ, Albanien
von "agm" <agm (at) agmarxismus.net>
================================================
Anlässlich des relativen Erfolges der neu
formierten Strache-FPÖ bei den Wiener Wahlen und
neuerlichen Auseinandersetzungen um das
Dienstrecht bei den Österreichischen Bundesbahnen
verweisen wir hier noch einmal auf unsere
Einschätzung der politischen Situation in
Österreich vom Frühjahr 2005. Darin haben wir
bereits eine Spaltung und rechtspopulistische
Neuausrichtung der FPÖ vorweggenommen und
gleichzeitig die Klassenkämpfe des Jahres 2003,
unter anderem den Streik bei den ÖBB, bilanziert:
http://www.agmarxismus.net/stellungnahmen/oe_thesen.htm
Außerdem verweisen wir auf einen neuen Beitrag,
der detaillierte Informationen zur politischen
Situation in Albanien nach der
Regierungsübernahme durch die konservative Partei
von Sali Berisha beinhaltet:
http://www.agmarxismus.net/aktartikel/Albanien_Wahlen_2005.htm
================================================
13 DDr. Landau antwortet Zivildiener
von "GLOCALIST REVIEW" <office (at) glocalist-review.com>
================================================
DDr. Landau, Caritasdirektor der Erzdiözese Wien, antwortet
auf den Offenen
Brief der Zivildiener auf Glocalist Daily News unter Nachrichtenpunkt:
Verschiedenes
www.glocalist.at
Mit besten Grüßen
Christian Neugebauer
_____
Glocalist Medien - Medien für Zivilgesellschaft und NGOs
Eine andere Information ist möglich
GLOCALIST Daily News - Tages-Online-Zeitung
GLOCALIST Review - Digitale Wochenzeitschrift
GLOCALIST Magazine - Monatliches Printmagazin
Barmherzigengasse 17 - stiege 6 - top 1
A-1030 Wien
t: 01/597 2001
f: 01/597 6855
m: 0699 11 88 16 43
e: office (at) glocalist-review.com
================================================
14 Nach(k)wahlbetrachtungen: Eine Frage des Stils
von "akin" <akin.buero (at) gmx.at>
================================================
Nach(k)wahlbetrachtungen:
> Eine Frage des Stils
Die Wiener Gemeinderatswahlen sind geschlagen -- lustigerweise
sind
eigentlich alle Rathausfraktionen Verlierer und Gewinner gleichermassen:
SPOe und Gruene haben gewonnen, hatten sich aber mehr erwartet.
Die FPOe hat
formal massiv verloren, war aber aus einer ziemlichen aussichtlosen
Position
gestartet. Die OeVP hat trotz einer miesen Situation auf Bundesebene
doch
noch einiges dazugewonnen, zugegeben -- aber ehrlich: Sieger
sehen anders
aus. Nur das BZOe hat weder verloren noch gewonnen -- Totgeburten
koennen
nichts verlieren.
Drei Wochen ist das jetzt her, der Staub hat sich gelegt. Die
erhoffte
Regierungskrise nach der FPOe-Wiederauferstehung ist bislang
ausgeblieben
und auf Landesebene gilt wieder das klassische: "Alles
Haeupl!"
Aber sollten man sich angesichts der Ergebnisse nicht doch Gedanken
machen?
Jetzt will ich mal zwei Dinge wild durcheinandermixen, die dem
ersten
Anschein nach nichts miteinander zu tun haben: Das Gerangel
in Wien um Platz
2 und die franzoesischen Unruhen. Zugegeben, es ist ein wenig
gewagt, aber
doch haben sie etwas gemeinsam: Das vollstaendige Versagen der
Linken, die
frustrierten Massen anzusprechen.
Der Reihe nach: Wer am Abend des 23.Oktobers sich die gruene
Wahlfeier
angesehen hat, dem musste eigentlich das Kotzen kommen: Gruene
Schickis,
frustriert darueber, dass sie keine 20% eingefahren haben, wie
sie im
hochpiekfeinen Palais Auersperg Sekt schluerfen -- das Geld,
das dort an
einem Abend verpulvert wurde, ist locker ein akin-Jahresbudget.
Aber genau
das entspricht dem Stil, den die Gruenen heute in der Oeffentlichkeit
praesentieren: Eine Seitenblicke-Partei, die zwar in ihrem Programm
durchaus
einiges sozial Engagiertes zu bieten hatte (spuerbare Anhebung
der
Sozialhilfe etc.), aber das nicht nur nicht denjenigen vermitteln
konnte,
die davon profitieren wuerden, sondern das gar nicht erst wollte.
So sah
dann auch das Wahlergebnis aus: In den meisten gut betuchteren
Bezirken
waren die Gruenen stark -- vor allem dort, wo ein juengeres,
urbanes, gut
ausgebildetes Publikum logiert. Zum einen vielleicht auch deswegen,
weil
diese Menschen sich noch an ihre vielleicht nicht ganz so gut
bemittelten
Studententage erinnern koennen, zum Teil aber auch sicher deswegen,
weil die
Gruenen -- aehnlich der OeVP -- ihnen vermitteln konnte: "Wir
sind wie ihr!"
Das koennen die Gruenen offensichtlich aber nicht den "Hacklern"
vermitteln -- mit Abstand die schlechtesten Ergebnisse erhielten
sie in
Favoriten und Simmering, am beinharten Grund derjenigen, fuer
die das gruene
Programm doch am ehesten geeignet scheint. Ebenso bekommt dort
die OeVP kein
Bein auf den Boden, dafuer haben die Sozialdemokraten und die
FPOe
abgesahnt.
Ja, richtig, das sind alles keine Ueberraschungen, bei den letzten
Wahlen
war es nicht viel anders -- aber warum ist das so? Warum kann
eine Partei,
die das noch am ehesten sozial orientierte Programm bietet,
dort nicht
punkten? Warum punktet ein Strache? Das liegt nicht am Rassismus.
Der
Rassismus ist ein Symptom -- wenn es den Menschen dreckig geht
und man zeigt
ihnen einen Feind, der sich leicht hauen laesst, dann tun sie
das auch. Es
geht darum, dass im Auftreten einer politischen Funktionaersclique
glaubwuerdig Wut und Mut dargestellt werden muss -- die Gruenen
schrieben
den Mut auf ihre Plakate, aber ihr Auftreten war halt nicht
besonders mutig.
Von Wut gar nicht zu reden.
Wenn jetzt Gruene ueber das Wieder-Erstarken der FPOe entsetzt
sind, muss
man ihnen daher schon sagen: "Ihr seid schon auch mitschuldig
daran." Und
gerade den Linken innerhalb der Gruenen muss man sagen: "Warum
versucht ihr
nicht eure Schickimicki-Wahlkaempfer von ihrem hohen Ross herunterzuholen?"
Denn man hat genau gar nichts aus dieser Wahl gelernt: Dieses
Wochenende
waehlte die gruene Wiener Basis ihre Landesliste fuer die
Nationalratswahlen -- und prompt wurde die photogene Oeko-Tante
zur
Spitzenkandidatin gewaehlt, die man sich eher beim Spargelessen
mit Andreas
Khol vorstellen kann, als in Favoriten in einem kleinen Tschoch
bei einem
Bier. Dass die Umwelt vor die Hunde geht, ist sicher nicht unwichtig.
Aber
jetzt gehts ans Eingemachte, es geht um massive Verarmungstendenzen,
um den
Verteilungskampf. Das sind die brennenden Themen der Zeit.
Jetzt ist es mir im Grunde scheissegal, wie gut die Gruenen
abschneiden.
Aber es ist gerade diese Partei, die viel linkes Potential aufsaugt.
Und
dieses Potential haette die Aufgabe, Unmut zu formulieren ueber
die
Umstaende im Land, in der EU, in der Welt. Es braeuchte Menschen,
die zu den
aermeren Schichten sagen: "Das ist ein Scheisssystem! Und
nicht die
Auslaender sind schuld, dass es euch dreckig geht und ihr Angst
vor dem
Morgen habt. Denn Dragana und Mehmet hackeln mit euch gemeinsam
und haben
meistens noch beschissenere Wohnungen als ihr! Ja, ihr habt
recht, wenn ihr
auf die Sozialschmarotzer schimpft, aber die wohnen nicht in
der selben
Strasse wie ihr, sondern in den Villenvierteln in Doebling und
Hietzing!"
Ich hoer schon: "Aber nicht doch diese alten Klassenkampfparolen!"
Und mit
schreckgeweiteten Augen wuerden Glawischnigg und Co. ihre Koalitionschancen
schwinden sehen, traeten Gruene wirklich so auf. Den Josefstaedter
Bezirksvorsteher koennte man damit vergessen.
Aber man kann eine Welt damit gewinnen! Nein, nicht die Stimmen
in den
Arbeiterbezirken meine ich, ich meine, dass man damit Einfluss
auf das
Denken der Menschen ausueben kann. Denn wenn die nichtetablierten
linken
Kleingrueppchen das sagen, hoert ihnen keiner zu, aber die Gruenen
sind im
Fernsehen und sie haben noch genug Leute, die tatsaechlich bereit
waeren, so
einen Protest zu formulieren. Nur diese Leute sind erstens nicht
in den
Spitzengremien und zweitens gefangen in der Parteidisziplin.
Von der
SPOe-Linken kann man sich keinen Protest mehr erwarten, die
orientieren sich
daran, dass ihre Partei wieder den Kanzler stellen will, aber
die Gruenen
haben noch ein Potential und damit eine Verantwortung.
In Frankreich brennen die Vorstaedte. Vorausgegangen sind massive,
ueber
Jahrzehnte hinweg immer wieder eintretende Wahlerfolge der Rechten.
Kaum
glaubte man die Front National einigermassen in die Schranken
verwiesen zu
haben, schlaegt Le Pen Jospin bei den Praesidentschaftswahlen.
Die
etablierte Linke hat dagegen kein Konzept, sie spricht die Sprache
der
Menschen einfach nicht -- weder die der Le Pen-Waehler noch
die der
Minderheitenangehoerigen, gegen die die extreme Rechte hetzt.
Und jetzt zuenden wildgewordene Menschen, die sich einfach nur
angeschissen
fuehlen, voellig entpolitisiert in den Ghettos sogar Kindergaerten
an -- das
ist der Hass, die blanke Wut, die sich gegen alles richtet,
was ihnen in die
Quere kommt. Das sind keine Fundamentalisten und keine Systemkritiker
und
keine Faschisten oder sonstwas, das sind nur Menschen mit einer
ueber
Jahrzehnte aufgestaute Wut, die sich jetzt entlaedt. Und die
franzoesische
Politik will immer noch nicht verstehen, was sie da angerichtet
hat.
Protest muss formuliert werden! Redet nicht grossspurig von
der
"Globalisierung" oder von "Modernisierungsverlierern"!
Mit
Gucci-Taeschchen-Rhethorik ist es nicht gemacht. Redet vom Kapitalismus!
Redet von den Grenzen zwischen oben und unten! Redet von der
Armut, die
bewusst gemacht wird.
Straches Wahlergebnis ist ein Signal. Das muss die etablierte
Linke
begreifen! Da gibt es ein Pulverfass und das ist nicht nur geladen
mit
Molotow-Cocktails, sondern mit einem Zerfall der Gesellschaft
in Ghettos und
Gated Communities. Noch ist es nicht soweit, dass diese Bombe
hochgeht, noch
schaut alles irgendwie ertraeglich aus bei uns. Aber schaut
nicht weg: Die
Lunte brennt bereits!
*Bernhard Redl****************************************************
Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen
Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht
wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten
sein. Nachdruck
von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete
Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein
Nachdruck von
Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber
eine
anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur
als
Abonnement verschickt. Wer versehentlich in den Verteiler geraten
ist, kann
den akin-pd per formlosen Mail an akin.buero (at) gmx.at abbestellen.
*************************************************
'akin - aktuelle informationen'
a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2
vox: ++43/1/535-62-00
(anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten)
http://akin.mediaweb.at
akin.buero (at) gmx.at
Bankverbindung lautend auf: föj/BfS,
Bank Austria, BLZ 12000,
223-102-976/00, Zweck: akin
================================================
15 Letzte Worte: EU gegen Geheimgefaengnisse?
von "akin" <akin.buero (at) gmx.at>
================================================
Letzte Worte:
> EU gegen Geheimgefaengnisse?
Zu den Berichten, die CIA unterhalte Geheimgefaengnisse in einigen
Staaten
Osteuropas, erklaerte Johannes Voggenhuber, Vize-Praesident
des
Verfassungsausschusses des Europaeischen Parlaments:
"Wenn es auf europaeischem Boden Geheimgefaengnisse gibt,
in denen Menschen
rechtlos und willkuerlich eingesperrt werden, ohne Bekanntgabe
ihrer
Identitaet, ohne Recht auf Richter, Verteidigung oder Beistand,
womoeglich
unter Folter und entwuerdigender Behandlung, im Auftrag eines
fremden
Staates, wuerde dies einen der schwersten denkbaren Anschlaege
auf die
rechtsstaatlichen und menschenrechtlichen Grundlagen der Europaeischen
Union
bedeuten. Es waere dies ein schwerer und andauernder Verstoss
gegen den
Artikel 6 der EU-Vertraege und muesste ein Sanktionsverfahren
nach Artikel 7
nach sich ziehen. Die Kommission, als Hueterin der Vertraege,
muss diesen
ungeheuerlichen Verdacht auf die schnellstmoegliche Weise lueckenlos
aufklaeren. Dabei muss auch ausgeschlossen werden, dass einzelne
Mitgliedsstaaten mit der Bush-Regierung gegen die Menschenrechte
konspirieren und ihre Infrastruktur, Flughaefen oder welche
Mittel auch
immer fuer derartige Verbrechen zur Verfuegung stellen.
Die Reaktion von Innenkommissar Franco Frattini, dies sei eine
´heikle´
Angelegenheit, die Kommission sei nicht direkt zustaendig und
wuerde die
Vorwuerfe lediglich auf technischer Ebene pruefen, ist voellig
unangemessen
und eine grobe Verkennung der Situtation. Die Achtung der Vertraege
liegt in
der direkten Verantwortung der Kommission. Kommissionspraesident
José
Barroso muss die Aufklaerung unverzueglich in die Hand nehmen.
Die Gruenen
werden darauf bestehen, dass die Kommission ihrer Verantwortung
ungeschraenkt nachkommt und die beispiellosen Vorwuerfe restlos
aufklaert.
Sollte es bis zur Plenarsitzung in Strassburg nicht dazu gekommen
sein,
werden die Gruenen eine dringliche Debatte zu diesem Thema beantragen."
(Aussendung EU-Gruene)
***
Sehr schoen! Das von Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit
gerne gesungen
wird, wenn es um Beitrittsverhandlungen geht, kennen wir ja
und bisweilen
sollen angeblich auch groebere Missstaende beseitigt worden
sein. Aber seit
der moderne Duce in Italien regiert, wissen wir, wie wurscht
rechtsstaatliche Verhaeltnisse sind, wenn ein Land erstmal in
der EU ist. Es
scheint, als waeren die Zugriffsmoeglichkeiten auf diesem Gebiet
ausserhalb
der Grenzen der EU groesser als innerhalb. Tja, was machen wir
denn
da...? -br-
***************************************************
Der akin-pd ist die elektronische Teilwiedergabe der nichtkommerziellen
Wiener Wochenzeitung 'akin'. Texte im akin-pd muessen aber nicht
wortidentisch mit den in der Papierausgabe veroeffentlichten
sein. Nachdruck
von Eigenbeitraegen mit Quellenangabe erbeten. Namentlich gezeichnete
Beitraege stehen in der Verantwortung der VerfasserInnen. Ein
Nachdruck von
Texten mit anderem Copyright als dem unseren sagt nichts ueber
eine
anderweitige Verfuegungsberechtigung aus. Der akin-pd wird nur
als
Abonnement verschickt. Wer versehentlich in den Verteiler geraten
ist, kann
den akin-pd per formlosen Mail an akin.buero (at) gmx.at abbestellen.
*************************************************
'akin - aktuelle informationen'
a-1170 wien, Lobenhauerngasse 35/2
vox: ++43/1/535-62-00
(anrufbeantworter, unberechenbare buerozeiten)
http://akin.mediaweb.at
akin.buero (at) gmx.at
Bankverbindung lautend auf: föj/BfS,
Bank Austria, BLZ 12000,
223-102-976/00, Zweck: akin
================================================
================================================
SOLIDARITÄT/WELTWEIT
================================================
================================================
16 Britain: Demo at BNP court case shows potential for
antifascist movement von newswire (at) lists.fifthinternational.org
================================================
>Britain: Demo at BNP court case shows potential for antifascist
movement
Up to 1000 anti-fascist protestors protested on 2
November at the British National Party leaders
Nick Griffin and Mark Collett‚s court case in
Leeds, where they are being prosecuted for
inciting racial hatred (a third defendant,
founding BNP leader John Tyndall has died
meanwhile). The BNP had called a national
demonstration for the day, which peaked at 300.
The anti-fascist response saw them out numbered,
three to one. In addition, the Unite Against
Fascism counter demo was far larger - and far
more militant - than two previous protests called
during the trial. The charge originates from an
undercover film taken at BNP Bradford events,
where the two whipped up their audience with anti-Muslim rhetoric.
The demonstration was called nationally and so
coaches came from Sheffield, Manchester,
Birmingham, and Newcastle, boosting the numbers.
It was built in partnership with the TUC, so that
it had a much higher proportion of trade union
banners and delegations, with a coach laid on by
Newcastle PCS union. The hard work of antifascist
activists on campus - Revolution, Workers Power,
Socialist Workers Party and National Union of
Students officers - paid off with a march of 80
students down from Leeds University to the protest.
The march route went past the fascist
demonstration of about 200 BNP members: everyone
shouted abuse at them. The UAF demo pen was right
across the road from the BNP, with the court door
that Griffin would enter through directly
between. This face-off, and later Griffin walking
by, radicalised the demonstration, with the BNP
shouted down with the standard chants and a few
antifascist impromptu football songs thrown in:
„you‚re scum and you know you are‰. Eggs were
thrown at the other side and at Griffin himself.
When Griffin and Collett came by, the protestors
began to shake apart the barriers and push the
police back, nearly succeeding, and only
retreating when the police threatened a baton
charge that unfortunately the crowd was not
prepared for: a lesson to learn for the future.
The police started dragging protesters in, but
thanks to the quick de-arresting tactics of
Revolution, nobody was arrested. When a police
officer got a lift up to film people with a video
camera, he was knocked down by protesters! Yet
the stewards of the demo condemned this.
Before Griffin had come out, and as the BNP
numbers were swelling to their maximum, their
supporters coming out on their lunch breaks, the
demo broke off and marched down the road for a
planned lunchtime rally in the Art Gallery
square, a couple of streets away from the centre
of the action. The mass of the demonstration
left, while arguments took place between some who
wanted to stay and felt to leave was to let
Griffin and Collett exit surrounded by their
supporters in front of the camera.
The rally had some quite militant and good
speakers from TUC heads, trade unionists, UAF and
SWP leaders. The trade unions had made up a
decent portion of the demonstration earlier.
DEMO SHOWS POTENTIAL
Workers Power members in UAF and on Leeds
University campus have not just been building
flat out for the demonstration but arguing for
the tactics that could really make it a public relations disaster
for the BNP.
First off, we have argued that UAF‚s limited
focus on only leafleting against the BNP, where
they stand, is a mistake. It means we react to
them and organise where they are strongest - they
set our priorities for us. And they build a
movement while we don‚t; UAF won‚t organise an
antifascist and antiracist movement in the
|