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Donnerstag, 24.03.2005

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Editorial  
 

Ziel des widerst (at) nd-MUND (MedienUnabhängiger NachrichtenDienst) ist die möglichst rasche Information über gesellschaftspolitisch relevante Termine, Hinweise und Diskussionsbeiträge zu Widerstand und Antirassismus sowie verwandten Themen ... -> weiter

 
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INHALTSVERZEICHNIS

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01 Den Mächtigen eine lange Nase drehen ...>> 24. März 2005
Martin Wassermair <wassermair (at) t0.or.at>
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02 2. april einladung "jetzt mal klahr-text"
"Kurto Wendt" <Kurto.Wendt (at) reflex.at>
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MELDUNGEN UND KOMMENTARE
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03 Presseerklärung/Declaration: OURY JALLOH
von The VOICE Refugge Forum <voice_mail (at) emdash.org>
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04 Gegen den Verlust öffentlicher Freiräume!
IG Kultur Österreich <office (at) igkultur.at>
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REDAKTIONELLES

Diese Ausgabe hat Angela Mores (widerstand (at) no-racism.net) zusammengestellt.

Bei weiteren Fragen bitte zuerst unser Editorial lesen.
 
INHALT

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01 Den Mächtigen eine lange Nase drehen ...>> 24. März 2005
Martin Wassermair <wassermair (at) t0.or.at>
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| VERANSTALTUNGSANKÜNDIGUNG
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| Public Netbase
| Institut für Neue Kulturtechnologien/t0
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| Den Mächtigen eine lange Nase drehen ...
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| Taktische Netz- und Medienkultur als politische Positionierung
|---
| Ein Beitrag von Public Netbase im Rahmen der RäumungSchlussTage
|---
| http://t0.or.at/raum
|---
Um gesellschaftliche Veränderungen verhandeln oder fordern zu können,
bedarf es einer politischen Positionierung, die sich nicht bloß auf
theoretische Analyse in den Begrifflichkeiten der Soziologie und
Kulturtheorie beschränkt, sondern auch in Bildern denkt und
Zeichensysteme taktisch zu nutzen weiß.
Ob Yes Men, Electronic Disturbance Theatre oder nikeground. rethinking
space, eine kritische Netz- und Medienpraxis unternimmt immer wieder
gezielte Störmanöver in der hegemonialen Auseinandersetzung um
Öffentlichkeit und die (Wieder-)Aneignung öffentlicher Räume.
Anhand ausgewählter Projektbeispiele geben Martin Wassermair und Clemens
Apprich eine Einführung in die Welt des elektronischen zivilen Ungehorsams.|---
| Do., 24. März 2005, 18.00 Uhr
|---
| Public Netbase, Zwischenquartier Burggasse 21, A-1070 Wien
|---
| Eintritt frei.
|---
|---
| Rückfragen:
|---
| Public Netbase
| Institut für Neue Kulturtechnologien/t0
| Zwischenquartier Burggasse 21
| A-1070 Wien
|---
| Tel. +43 (1) 522 18 34
| Fax. +43 (1) 522 50 58
|---
| http://www.t0.or.at/
|---

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02 2. april einladung "jetzt mal klahr-text"
"Kurto Wendt" <Kurto.Wendt (at) reflex.at>
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jetzt mal klahrtext"
zur entmystifizierung von alfred klahr und seiner nationanalyse österreichs
SAMSTAG, 2. APRIL
16 bis 17 uhr 30 kollektives lesen
18 bis 19 uhr entwicklung von fragestellungen in kleingruppen
19.15 bis 19.45 2 kurze historische impulsreferat von michael graber und
heribert schiedel
19.45 bis 20.45 diskussion der fragestellungen
ab 21.00 "1. April 2000"
Kinofilm aus 1953
Eintritt frei!
ERSTER APRIL 2000 (Wolfgang Liebeneiner 1952)
TV-Reporter anno 2000
Dies dürfte der einzige österreichische Science Fiction-Film bis hinein
in die 80er sein. Als von der Regierung in Auftrag gegebener
Propagandastreifen sieht er recht delirisch aus: Hilde Krahl spielt die
Vorsitzende der UN-like Weltschutzkommission, und Josef Meinrad den
österreichen Ministerpräsidenten, der sie mit kulturhistorischen
Darstellungen und - ausgerechnet - Charme davon überzeugt, daß das Land,
im Jahre 2000 immer noch von den Signatarmächten besetzt, die Freiheit
verdient hat.
Alle Stars ins Reichweite (wo ist Annie Rosar?) tauchen auf, die
historischen Fakten, für die Kommissionsmitglieder in luxuriöse Tableaus
gesetzt, fügen sich unter den Händen des Autors Ernst Marboe freundlich
zu unseren Gunsten (nur die NS-Zeit wird sicherheitshalber ausgeblendet),
und Curd Jürgens spielt einen Soldaten, der kein Blut sehen kann. Der
Science Fiction-Aspekt beschränkt sich auf ein paar Witze und bizarre
Ausstattung. Inwieweit der Film die Staatsvertragsverhandlungen
beschleunigt hat, ist nicht mit Sicherheit festzustellen.
Mehr Info zur Entstehungsgeschichte des Films:
http://www.dada.at/wohngemeinschaft/stories/storyReader$121Alfred Klahr war in den dreissiger Jahren einer der bedeutendsten
Historiker, der mit seinen Texten die eigenständige
Existenz(-berechtigung) einer österreichischen Nation gegenüber den
vorherrschenden Vereinigungswünschen mit Großdeutschland belegte. Von den
Nazis ermordet, wurden seine Texte erst in den 80er-Jahren vor allem durch
Recherchen von Friedl Garscha wieder innerhalb der Linken popularisiert.
Von manchen wird Klahr heute "mißbraucht", um einen linken Nationalismus,
etwa zur Abgrenzung zum imperialistischen Projekts EU, zu unterstützen.
Gelesen werden drei Originaltexte von Alfred Klahr, diskutiert werden die
Entstehungsgeschichte der Texte (Verhältnis zur Kommintern,
Produktionsweise von Wissenschaft in den 30er Jahren,...) sowie die Gefahr
moderne Nationalismen als Antwort auf die Globalisierung der Ökonomie.
Als Abschluß gibts ein echtes Highlight der österreichischen
Filmgeschichte, gleichzeitig ein wirkliches Beweisstück österreichischen
Nationalismus .
Für alle veranstaltungsteile FREIER EINTRITT!

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MELDUNGEN UND KOMMENTARE
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03 Presseerklärung/Declaration: OURY JALLOH
von The VOICE Refugge Forum <voice_mail (at) emdash.org>
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Presseerklärung/Declaration: OURY JALLOH -Dt,Eng,Fr,Spa
MIGRANTINNEN UND FLÜCHTLINGE FORDERN - AUFKLÄRUNG IM FALL VON OURY JALLOH
http://www.thevoiceforum.org/mouktar-dessau
Dessau, am 26.03.05: Trauerzug für Oury Jallow -info in dt,eng,french,spanis
http://www.thevoiceforum.org/trauerzug26.03
+ + +
Dringender Aufruf zu einer Faxkampagne: Initiative im Gedenken an Oury Jalloh fordert unabhängige Röntgenuntersuchung
Oury Jalloh starb am 7. Januar 2005 in einer Gewahrsamszelle der Dessauer Polizei. Der 21-Jährige Mann aus Sierra Leone verbrannte bei lebendigem Leib auf einer Pritsche gefesselt, ohne dass ihm jemand zu Hilfe kam. Viele Fragen zu den genauen Umständen des Todes und dem Verhalten der verantwortlichen Polizisten sind noch ungeklärt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt momentan gegen zwei Polizisten wegen Körperverletzung mit Todesfolge und fahrlässiger Tötung. Es wäre jedoch nicht das erste Mal das derartige Ermittlungen eingestellt bzw. zu Gunsten der Staatsbeamten ausgehen würden.
Nun wollen die Behörden den Leichnam nach Guinea abschieben, bevor die genauen Umstände seines Todes geklärt werden, wofür eine Röntgenuntersuchung notwendig wäre. Deswegen fordern wir:
*Überführungsstop bis zur Überprüfung des rechtsmedizinischen Abschlussgutachten*
Der Trauerfeier findet am 26. März statt. Die Behörden wollen spätestens am 29. März seine Leichnam abschieben. Wir müssen das unbedingt verhindern!!!
Unten steht die Faxnummer und E-Mail Adresse der Staatsanwaltschaft Dessau. Um die Überführung zu stoppen, muss es Druck geben.
Wir bitten Euch, immer einen Kopie Eures Schreibens an: "plataforma (at) riseup.net" <mailto:plataforma (at) riseup.net> zu schicken.
*Staatsanwaltschaft Dessau*
Ruststr. 5, 06844 Dessau
Telefon: 0340 / 202-0
Telefax: 0340 / 202-2150
E-Mail: poststelle (at) sta-de.justiz.sachsen-anhalt.de <mailto:poststelle (at) sta-de.justiz.sachsen-anhalt.de>
++++++
Press info: 21.03.2005
Deutsch: MIGRANTINNEN UND FLÜCHTLINGE FORDERN - AUFKLÄRUNG IM FALL VON OURY JALLOH
http://www.thevoiceforum.org/mouktar-dessau
English: MIGRANTS AND REFUGEES DEMAND CLARIFICATION IN THE CASE OF OURY JALLOH
http://www.thevoiceforum.org/mouktar-dessau2
En Español: DECLARACION DEL CASO DE OURLY JALLOH
http://www.thevoiceforum.org/Mouktar-dessau3
French: FÉMIGRÉS ET RÉFUGIÉS DEMANDENT UNE CLARIFICATION DU CAS OURY JALLOH
http://www.thevoiceforum.org/Mouktar-dessau4
Die Initiative für Oury Jalloh (Dessau) verurteilt die Blockade der Staatsanwaltsch aft, weitere Untersuchungen am Leichnam von Oury Jalloh noch vor dessen Überführung nach Guinea Conakry vorzunehmen, obwohl diese
für die Beantwortung offener Fragen notwendig sind. Oury Jalloh ist am 7. Januar 2005 unter noch ungeklärten Umständen im Polizeirevier Dessau gestorben.
Zusammen mit verschiedenen MigrantInnen- und antirassistischen Initiativen fordern wir eine Röntgenuntersuchung, das Bemühen um Aufklärung der Todesursache von Oury Jalloh und den Überführungsstopp bis zur Überprüfung des rechtsmedizinischen Abschlussgutachtens. Gleichzeitig gibt die Initiative bekannt, dass die Stadt Dessau eine öffentliche Trauerfeier im Stadtzentrum verbietet.
Der Tod von Oury Jalloh hätte eigentlich eine Welle der Empörung auslösen müssen. Der Tod von Oury Jalloh hätte eigentlich eine Schande für ein Land sein sollen, das dieses Jahr dem 60. Jahrestag der Ende der Nazi-Gräueltaten mahnt. Aber das ist leider nicht der Fall. Sogar im Gegenteil: Deutschland schweigt. Auch fünf Jahre nach dem Mord an dem Mosambikaner Antonio Adriano in Dessau durch drei Nazis.
Zur Sache:
Niemand bezweifelt, dass Oury Jalloh, der am 7. Januar in der Polizeistation Dessau mit gefesselten Händen und Füßen in seiner Zelle verbrannte, unter noch immer ungeklärten Umständen gestorben ist, genauso wie alle, die sich mit dem Fall befassen wissen, dass es viel mehr Fragen
als Antworten gibt.
Nichtsdestotrotz wird alles getan, um das Geschehen vom 7. Januar unter den Tisch zu kehren. So wird es von der Staatsanwaltschaft gegenüber der Rechtsanwältin der Mutter von Oury Jalloh, Regina Götz, abgelehnt, eine Röntgenuntersuchung am Leichnam durchzuführen, obwohl in den Vernehmungsprotokollen von körperlichen useinandersetzungen zwischen der Polizei und Oury Jalloh und in der Presse von gebrochenen Handgelenken die Rede war. Außerdem bleibt laut der Anwältin ungeklärt, wie das Feuerzeug in die Zelle gelangen konnte, obwohl die Polizeibeamten in ihrer ersten
Vernehmung angegeben haben, dass ein Übersehen bei der Durchsuchung ausgeschlossen sei. Das Feuerzeug taucht in der ersten Asservatenliste vom 10.1. 2005 nicht auf, dann aber in der zweiten. vom 11.1.05. Weitere Fragen der Anwältin sind: Warum wurde Oury Jalloh über mehrere Stunden an allen Gliedmaßen angekettet in der Zelle festgehalten? Wie kann eine nicht entflammbare Matratze von einem gefesselten Menschen angezündet werden?
Und wie kann es kommen, dass drei Polizeibeamte von dem Schreien eines verbrennenden Menschen - wenn diese Version zutrifft - und dem Rauch nichts mitbekommen haben wollen?
Nicht nur die Staatsanwaltschaft ist bemüht, die Geschichte möglichst schnell abzuschließen. Auch bei den Behörden und öffentlichen Vertretern der Stadt ist eine Mauer des Schweigens anzutreffen, wenn es um die Aufklärung der Geschehnisse am 7. Januar geht. Selbst eine Trauerfeier innerhalb von Dessau wird den FreundInnen von Oury Jalloh - die einzigen,
die sich um seine Geschichte kümmern - "aus politischen Gründen" nicht erlaubt und muss nun in Kleinkühnau am Rand der Stadt stattfinden. Zu offensichtlich ist das Interesse, die Hintergründe vom 7. Januar zu vertuschen und alle weiteren Untersuchungen bis zur Überführung des Leichnams nach Guinea Conakry zu verhindern, die wiederum für die Stadt nicht schnell genug sein kann.
Warum ist Oury Jalloh gestorben? Warum gab es und gibt es so wenig Berichte darüber in der Presse, die dazu noch widersprüchlich waren? Warum die Entledigung einer Geschichte, die zu vielen anderen in Deutschland passt und wie diese zum Verschwinden gebracht wird? Oder ist das einfach noch ein Schwarzer, noch ein Afrikaner, noch ein Asylbewerber der gestorben bzw.
möglicherweise ermordet worden ist? Gehört das wieder zu der Normalität Deutschlands? Wer hätte gedacht, dass 14 Jahre nach Hoyerswerda und 60 nach Auschwitz ein Verbrechen wie dieses einfach verschwiegen wird?
Laut Oberstaatsanwalt Folker Bittmann: "[es] besteht gegen den Polizeibeamten, welcher Jallow am Oberkörper durchsuchte, kein Tatverdacht mehr". Vielleicht verweigert die Staatsanwaltschaft deswegen weitere Untersuchungen am Leichnam, bevor dieser überführt worden ist. Und auch örtliche Politiker aus Dessau scheinen ihre Motive zu haben, warum sie gleichzeitig die Trauerfeier aus dem öffentlichen Raum verbannen wollen.
Die Presse hat nun das Wort.
Wir fordern:
a.. Überführungsstop bis zur Überprüfung des rechtsmedizinischen
Abschlussgutachten
b.. Unabhängige Untersuchung der Ereignisse
c.. Anklage wg. versuchtem Mord gegen die Verantwortlichen
d.. Entschädigungszahlung an Oury Jallohs Familie
e.. Schluss mit rassistischer Polizeibrutalität und Kontrolle
f.. GERECHTIGKEIT!!!
Für mehr Information über den Tod von Oury Jalloh, unsere Forderungen oder
den Trauerzug, setzen sie sich bitte in Verbindung mit: Mouktar Bah
(0176-29435634)
E-Mail: plataforma (at) riseup.net <mailto:plataforma (at) riseup.net>
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English:
Press Release: Initiative in Memory of Oury Jalloh, Berlin/Dessau 03-21-2005
MIGRANTS AND REFUGEES DEMAND CLARIFICATION IN THE CASE OF OURY JALLOH
The Initiative in Memory of Oury Jalloh (Dessau) condemns the attempts of the State Attorney of Dessau to block further investigations of the body of Oury Jalloh-necessary in order to resolve unanswered questions-before his body is sent back to Guinea-Conakry. Oury Jalloh died on the 7th of January under still unclear circumstances. Together with other migrant and anti-racist initiatives we demand an x-ray to be carried out on the corpse in order to determine the true causes of his death as well as an immediate stop to attempts to repatriate his corpse before a final forensic report is emitted and can be medically confirmed. Furthermore, the Initiative in Memory of Oury Jalloh denounces that city officials have denied the possibility of carrying out the funeral proceedings in the city center.
The death of Oury Jalloh should have provoked a wave of condemnation. The death of Oury Jalloh should be a shame for a country which is this year celebrating the 60th anniversary of the end of Nazi horror. But this is not the case. On the contrary: German officials, the society and the press are silent. Even five years after Antonio Adriano from Mozambique was murdered by three Nazis on the streets of Dessau.
The facts:
Nobody doubts that Oury Jalloh, who died on the 7th of January in a police station in Dessau, tied by his hand and feet to a bed and burned alive, occurred under what are still unclear circumstances. Likewise, as anybody who has any knowledge about this case knows, there are still many, many unanswered questions. Nevertheless, everything is being done in order to hide the truth about what really happened on the morning of the 7th of January. Thus, for example, the State Attorney has refused Regina Götz, the attorney contracted by Oury's mother to represent her, requests to carry out a post mortem x-ray in order to determine the exact cause of death. This in spite of the fact that official police reported that Oury Jalloh violently resisted his detention, that force was used to subdue him, or the fact that early pressed reports stated that both Jalloh's wrists were broken.
According to the lawyer, still unclear is also the issue of how a lighter could have made its way into the cell when the responsible police officers claimed in their first interrogation that it would have been impossible to overlook when his body and belongings were searched. Furthermore, on the 10th of January, in the first official inventory taken of items found in the cell at the time of the death of Oury Jalloh, no lighter was registered. One day later, on the 11th of January, the lighter appears in the reports. Other open questions are: why was Oury Jalloh tied by his hand an feet to his bed for several hours? How can a fire-proof mattress be set on fire by a person who is tied to it? And how can it be that three police officers cannot hear the screams of a person burning to death-if this is to be believed-and not have noticed any fire in spite of the fire alarms and in spite of the intercom system of the police station.
Not just the State Attorney is in a hurry to close the case. The authorities also present a united wall of silence when the subject turns to what really happened on the 7th of January. Even the public funeral procession which is being organized by Oury Jalloh's friends-the only people who have done anything at all in support of the truth and the family of Oury Jalloh-has been prohibited by the authorities due to "political reasons," so that the funeral will now take place outside of Dessau. In all of this, the only thing clear appears to be the interest of the authorities to do everything possible to send Oury back as soon as possible to where he came from so that he and the truth can be buried, far from the place where he died.
Why did Oury Jalloh die? Why were there so few reports in the press, many of which contradicted each other? How can there be such silence from all parts? Perhaps because the victim was just another black, another African, another asylum seeker who died or was even murdered? Is this once again "normal" in Germany? Who would have thought that just fourteen years following the racist attack in Hoyerswerda and 60 years following Auschwitz that such a horrendous crime would be met by a wall of silence?
According to Attorney General Folker Bittmann: „[there] is no longer any criminal suspicion against the police officer who searched Oury Jalloh's upper body.‰ Perhaps this is the reason why the State Attorney denies the possibility of further examinations of the corpse before it is sent back to Africa. Likewise, local politicians must surely have good reasons to ban the funeral procession from the city center. The press has the word.
We demand:
· Repatriation stop until there is an independent post-mortem forensic
-------------
*French :*
*Information de Presse: Initiative en la mémoire d´Oury Jalloh, Berlin/Dessau 03-21-2005*
*ÉMIGRÉS ET RÉFUGIÉS DEMANDENT UNE CLARIFICATION DU CAS OURY JALLOH*
/L´initiative en la mémoire d´Oury Jalloh(Dessau) condamne les initiatives entreprises par le conseiller d´état de Dessau de bloquer autres investigations sur la dépouille d´Oury Jalloh - nécessaires afin de soulever le mystère sur les questions restées dans l´ombre -avant que sa dépouille soit ramenée pour son pays natal la Guinée Conakry .Oury Jalloh est mort le 7 janvier dans des circonstances encore floues. Ensemble avec d´autres émigrés et initiatives anti-racistes nous demandons une radiographie sur la dépouille afin de déterminer les vraies raisons de sa mort aussi bien qu´une fin immédiate dans l´exercice de rapatrier sa dépouille avant qu´un rapport final soit émis et confirmé par les médecins. Allant plus loin, les initiatives en la mémoire d´Oury Jalloh dénoncent le fait que les autorités ont refusé toute marche mortuaire dans le centre ville∑∑∑∑.http://www.thevoiceforum.org/fr-dessau.
----------------en español
aqui esta el boletin de prensa...
DECLARACION DEL CASO DE OURLY JALLOH MIGRANTES Y REFUGIADOS EXIGIMOS:
Esta es una denuncia en contra del bloqueo del fiscal de proceder a otras investigaciones del cadaver de Oury Jalloh antes de su traslado a Ginea Conarky , ya que hay muchas preguntas abiertas sin respuesta. Oury Jalloh murio el 7 de enero del 2005 hasta ahora bajo ciscustancias no esclarecidas en la comisaria de Dessau∑∑∑∑.. http://www.thevoiceforum.org/sp-dessau.
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Dessau, am 26.03.05: Trauerzug für Oury Jallow -info in dt,eng,french,spanish
NIE WIEDER!!!
verbrannt in seiner Zelle
Kein Vergessen und kein Vergeben!
Trauerzug in Dessau
26.03.05 - Hauptbahnhof Dessau 12 Uhr
Wer kennt Oury Jallow oder Laye Kondé? Wer weiss etwas über ihre Leben und deren Familien, die sie zurückließen, über ihre Gefühle und Ängste? Wer weiß, wie sie starben und warum?
Am 7. Januar kamen in den Händen der Polizei zwei Afrikaner zu Tode. Am 7. Januar war in Deutschland einfach ein Tag, wie jeder andere. Gewöhnlich. Ein Tag, der für viele Menschen schon längst der Vergangenheit angehört und damit wie so oft in Vergessenheit gerät. Schlicht ein Freitag im ersten Monat des neuen Jahres, nicht mehr und auch nicht weniger...... http://www.thevoiceforum.org/trauerzug26.03.
ENGLISH: Dessau, 26.03.05 for Oury Jallow‚s Funeral procession... NEVER AGAIN!!!
http://www.thevoiceforum.org/eng-dessau.
FRENCH: Dessau, 26.03.05 procession de funérailles en la mémoire d´Oury Jallow...PLUS JAMAIS!!!
http://www.thevoiceforum.org/fr-dessau.
SPNAISH: Dessau, 26.03.05 procesión funeral en memoria de Oury Jallow... NUNCA MÁS!!!
http://www.thevoiceforum.org/sp-dessau.
mehr info in deutsch:
-Elf Wochen nach dem Feuertod eines Afrikaners
http://www.thevoiceforum.org/dessau.
-1 Monat nach dem Tod von Oury Jalloh im DessauerPolizeigewahrsam - PressespiegelAsylbewerber war gefesselt
http://www.thevoiceforum.org/1month-after.
http://germany.indymedia.org/2005/03/110003.shtml


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04 Gegen den Verlust öffentlicher Freiräume!
IG Kultur Österreich <office (at) igkultur.at>
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||| PRESSEMITTEILUNG
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||| IG Kultur Österreich
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||| Gegen den Verlust öffentlicher Freiräume!
|||
||| IG Kultur Österreich unterstützt RäumungSchlussTage der um ihre
||| Existenz kämpfenden Kultur- und Medienprojekte in Wien
|||"Kritische Kultur- und Medienprojekte, die von einer
neoliberal-konservativen Politik der Enteignung schwer betroffen sind,
müssen sich gegen ihre Verdrängung zur Wehr setzen!" Die IG Kultur
Österreich unterstützt aus diesem Grunde die heute beginnenden
RäumungSchlussTage in Wien, die mit einem vielfältigen Kultur- und
Diskussionsprogramm auf den permanenten Verlust öffentlicher Freiräume
aufmerksam zu machen versuchen.
"Ob in der Copyright-Entwicklung, bei der Einengung des Zugangs zu
Wissen und Bildung, oder bei der Beeinträchtigung der selbst-bestimmten
Gestaltung sozio-kultureller Räume, wir erleben mit dem allgemeinen
Fetisch Privatisierung eine bislang nicht dagewesene Einschränkung
gesellschaftlicher Entwicklungsmöglichkeiten", warnt IG
Kultur-Vorsitzender Bernhard Amann. Viele der an den Aktionstagen
beteiligten Initiativen wie EKH, TÜWI oder Public Netbase setzen sich
kritisch mit Rassismus, Demokratieabbau und den Gefahren einer Kontroll-
und Überwachungsgesellschaft auseinander. Sie schaffen wichtige Orte des
öffentlichen Diskurses, die aber seit Jahren ums Überleben kämpfen müssen.
"Es ist höchste Zeit, dass die Politik der Bedeutung dieser bedrohten
Projekte mit adäquaten Rahmenbedingungen Rechnung trägt!" Die Forderung
richtet sich daher vor allem auch an Wien. "Bürgermeister Häupl und sein
Team haben immer versprochen, sich mit ihrer Politik von der
schwarz-blauen Bundesregierung zu unterscheiden. Wir appellieren an die
Stadt, diesen Aktionstagen auch politische Aktionen folgen zu lassen,
damit diesen wichtigen Projekten der Erhalt gesichert werden kann und
neue Freiräume entstehen können", so Amann abschließend.
Informationen zu den RäumungSchlussTagen:
http://www.t0.or.at/raum |||
||| Rückfragen
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||| IG Kultur Österreich
||| Gumpendorfer Straße 63b
||| A-1060 Wien
|||
||| Tel: +43 (1) 503 71 20
||| Fax: +43 (1) 503 71 20 - 15
||| http://www.igkultur.at/
|||


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C) TERMINE
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Donnerstag
http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2403.htm
Freitag
http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2503.htm
Samstag
http://www.mund.at/butt/Termine/Maerz/2603.htm
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