|
![]() Was auf der letzten Drahdiwaberl CD von EMI zensuriert wurde "Schulterschluss" (Österreich ist kein Naziland....) mit Hubsi Kramar |
From: PWI Wien, info@pwi.action.at Wir haben folgenden Aufruf der "Arbeitsgruppe 6. Dezember" erhalten und leiten diesen hiermit an alle Interessierten weiter. Blockiert den Sozialabbau am 6. Dezember! Wie allgemein bekannt will die Regierung am 6. Dezember im Parlament ihr Sozialabbauprogramm beschließen lassen. Schon vor diesem Tag wird es breite Protestaktionen, wie "Checkpoint Austria" am 5. Dezember, geben. Ziel der Mobilisierung für den 6. Dezember selbst ist eine Manifestation direkt vor und um das Parlament. Motto - Wer nicht ins Parlament hineinkommt kann dort auch keinen Sozialabbau beschließen! Mittlerweile steht ein Treffpunkt für den 6. Dezember für alle Gruppen und Einzelpersonen fest - 8:00 (pünktlich) vor dem Burgtheater! Für alle zusätzlichen Aktionen (z.B. vor 8:00) muß es aber eine Koordinierung der Beteiligten geben. Daher ruft die Arbeitsgruppe 6. Dezember zu einem breiten Koordinierungstreffen am Dienstag, dem 28.11. um 19:00 in der Gußhausstr. 14/3 auf. Dieses Treffen soll allen Gruppen, AktivistInnen und bereits für den 5. Dezember formierten Blockadegruppen die Möglichkeit geben sich auf eine starke, unübersehbare Protestaktion am Tag der Beschlußfassung vorzubereiten. Weiten wir die Proteste auf den 6. Dezember aus! NO PASARAN! Arbeitsgruppe 6. Dezemeber
From: martin, m.schenk@esz.org ======================================== Ettikettenschwindel "Treffsicherheit" ======================================== gepostet von: www.topone.at Utl.: Was die Kürzungen bei Arbeitslosen mit Reformen, Armutsbekämpfung und Verbesserung der Lebenssituation Benachteiligter zu tun haben, ist unergründbar. ARMUTSKONFERENZ fordert Ende der Reformverweigerung in der Bekämpfung der Armut = Wien (OTS) - Die jetzigen Kürzungen bei Arbeitslosen weisen das Projekt "Treffsicherheit" nun restlos als Ettikettenschwindel aus. Was diese Maßnahmen mit Reformen des unteren sozialen Netzes, mit Armutsbekämpfung oder der Verbesserung der Lebenssituation Benachteiligter zu tun haben, ist unergründbar, nimmt der Sozialexperte Martin Schenk im Namen der ARMUTSKONFERENZ zu den heute im Parlament zur Abstimmung stehenden Sozialkürzungen Stellung. "In Wirklichkeit erleben wir zur Zeit eine massive Reformverweigerung in der Bekämpfung von Armut in Österreich", so Schenk. "Die großen Überschüsse der Arbeitslosenversicherung sollten für die Betroffenen investiert werden, nicht für den Finanzminister." Gerade in der Arbeitslosenversicherung gibt es großen Verbesserungsbedarf; Die Einführung existenzsichernder Standards im Arbeitslosengeld und der Notstandshilfe, Maßnahmen zur Absicherung von Frauen, die trotz Arbeit nicht genug für ihre Kinder zum Leben haben, aktive Arbeitsmarktpolitik für Menschen mit Handicaps von psychischen Problemen, mangelnde Ausbildung bis Schwierigkeiten des Wiedereinstiegs, Einführung einer Arbeitslosenanwaltschaft und von "Betroffenenräten" nach niederländischen Vorbild.. Die Höhe des Arbeitslosengeldes, die Nettoersatzraten, sind im Vergleich mit andere europäischen Ländern wie Dänemark, Niederlande, Schweden oder Deutschland gering. Die durchschnittlichen Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung sind seit Anfang der 90er real um mehr als 7% gesunken. Im internationalen Vergleich liegt Österreich mit einem Aufwand von 1,7% des BIP am unteren Rand der Statistik vergleichbarer Länder. Die ARMUTSKONFERENZ Lobby derer, die keine Lobby haben Frauenhäuser, Schuldnerberatung, Bewährungshilfe, Caritas, Diakonie, Kolpingwerk, Beratungsstellen für MigrantInnen, Wohnungslosenhilfe, Arbeitsloseninitiativen, Volkshilfe, Kath.Sozialakademie, Soziale Unternehmen, Plattform der Alleinerziehenden, ... Rückfragehinweis: ARMUTSKONFERENZ Martin Schenk Tel.: 01/ 408 06 95/ 25 Mobil: 0664/ 544 55 54
From: Ute Pichler, Ute.Pichler@spoe.at "Das gender maingestreamte Wende-Budget"- oder "Wenn die Methode zum Schlagwort mutiert" Gender Mainstreaming ist wahrscheinlich das meistgenannte Wort im Zusammenhang mit Frauenpolitik. Es scheint, dass G.M. der Schlüssel ist, mit dem sich das Blatt der Chancengleichheit endlich zu Gunsten der Frauen wendet. Vor allem, weil G.M. so hübsch gewandet ist, dass alle sich damit anfreunden können: Es klingt nicht so aggressiv wie "Feminismus", nicht so blaustrümpfig wie "Emanzipation", und auch nicht so altmodisch wie "Gleichberechtigung". Zwar weiss kaum jemand, was G.M. eigentlich genau ist, aber das kann diesen erfolgreichsten frauenspezifischen Begriff der letzten Jahre nicht aufhalten. G.M. wurde als eine ergänzende Methode zum Erreichen der Chancengleichheit durch Geschlechterdemokratie entwickelt und mutierte unter schwarzblauem Würgegriff zum Wende-Begriff schlechthin - nur mehr übertroffen vom Kallat´schen Lieblingswort, dem Femailismus. Nichts scheint mehr ohne G.M. zu laufen, alle wenden G.M. an. Wo frau ihren Blick hinwendet wird angeblich gender maingestreamt. Selbst nach der frauenpolitischen schwarzblauen Wende wurde per Ministerratsbeschluss G.M. zur Direktive erhoben. G. M. wird angeblich in der Privatwirtschaft angewendet, in Parteien, in den Ministerien, in der Europäischen Union, ...und selbstverständlich bei allen Maßnahmen der Regierung. Wenn frau die Worte der ÖVP-Generalsekretärin Maria Rauch-Kallat und ihrer Bündnispartnerinnen in der Koalitionspartei ernst nimmt, befinden wir uns in einer Wendeflut des G.M. Das ist sehr praktisch, und Frau Rauch-Kallat hatte immer schon Sinn fürs Nützliche. G.M. kann nämlich ruck zuck ins Gegenteil gewendet werden, und schon hört Frau die schwarzblauen Parolen: "G.M. ist der moderne Weg, G.M. ersetzt die Gleichstellungspolitik." Wenn alles schwarzblau gender maingestreamt ist, braucht man kein Frauenministerium, keine Frauenförderung, keine Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse der Frauen in Familie, Gesellschaft und Beruf. Und natürlich braucht man auch kein Budget, dass auf die spezielle Situation der Frauen eingeht: Schminktipps (damit Frau gemäß dem Credo des Femailismus wirklich Frau ist) und Kurse zur Stärkung der Selbstsicherheit tun´s auch. Gleichbehandlungsgesetze sind damit obsolet und müssen dem Objektivierungsgesetz weichen. Die Kindergartenmillionen werden durch den Kinderscheck ersetzt, der Frauen aus dem Arbeitsmarkt drängt. Dafür erfährt frau bei entsprechenden ÖVP-Veranstaltungen, dass mit dem nötigen Selbstbewusstsein auch nach mehrjähriger familienbedingter Berufsunterbrechung Personalchefs ganz leicht von den Qualitäten jobsuchender Widereinsteigerinnen zu überzeugen sind. Sofern diese ihre häuslichen Qualifikationen als Managementkompetenzen darstellen. Ex-Ministerin und koalitionäre Bündnispartnerin Elisabeth Sickl hat dazu sogar ein Buch mit autobiografischen Zügen herausgeben lassen: "Familienkompetenzen". Eine besonders eindrucksvolle und aus dem Leben gegriffene Leseprobe möchte ich euch nicht vorenthalten: "Die Kinder haben Sie zu einer Freundin gebracht, den Einkauf bereits am Vormittag erledigt, das Essen ist vorgekocht. Dann ist es soweit: Sie machen sich auf zum Vorstellungsgespräch." In einem Gespräch mit Frauenministerin Herbert Haupt zeigte sich, dass dieser trotz seiner Bemühtheit um emphatisch dargestelltes Frauenbewusstsein, zweifelsohne aus dem selben schwarzblauen Stall stammt. SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer merkte in ihrer Rede zu den Budgetbegleitgesetzen an: "Unter uns Frauen: Als Sie gefragt wurden, warum es Einkommensunterscheide zwischen Männern und Frauen gebe, haben Sie auf die Berufswahl, die Unterbrechung durch Karenz und zu geringe Qualifikationsmöglichkeiten hingewiesen. Da haben Sie völlig Recht. Aber nach Maßnahmen befragt, fällt Ihnen zu Punkt 1 nur ein, die Frauen müssten in in die Männerberufe rein - und zu Punkt 2 das Kindergeld." Barbara Prammer hatte eine Kleinigkiet der Gnade des Vergessens unterworfen. Herbert Haupt fiel bei besagtem Gespräch noch etwas ein. Und zwar ermunterte er die Frauen, sie mögen die Karenz zur Fortbildung nützen (frau sieht: Auch H.H. ist ein praktischer Mensch, denn damit liegt auch die blauschwarze Sinnhaftigkeit der Streichung des Weiterbildungsgeldes nach der Karenz klar auf der Hand). Ein Beispiel hatte Haupt auch parat: seine Schwester. Die, so meinte er, sei besonders vorbildhaft. Denn sie hätte nicht nur vier Kinder, sondern spreche auch auch sechs Sprachen fließend. Die meisten in der Karenz gelernt! Abschließende Frage: Warum ist dann bloß statt ihm nicht seine tolle Schwester Frauenministerin? Ute Pichler ute.pichler@spoe.at mailto:ute.pichler@spoe.at
From: TOP ONE, top.one@chello.at gepostet von: www.topone.at Utl.: Gusenbauers Appell an die Regierung: "Stellen Sie sich der Verantwortung für diesen Schröpfkurs" = Wien(SK) SPÖ-Bundesparteivorsitzender Alfred Gusenbauer fordert eindringlich, dass das heute diskutierte Budgetbegleitgesetz einer Volksabstimmung unterzogen werden soll. Es sei nur "fair", betonte Gusenbauer am Donnerstag vor dem Nationalrat, nicht nur die Regierung und das Parlament über die Zukunft Österreichs entscheiden zu lassen, sondern auch die österreichische Bevölkerung einzubinden. Schließlich gehe es um eine "Grundsatzentscheidung": "Ellbogengesellschaft plus Konfliktdemokratie - der Weg der Regierungspolitik" oder "Modernisierung des Wohlfahrtsstaates plus Konsensdemokratie - der Weg der Sozialdemokratie", stehe zur Alternative. "Nicht Spitzel installieren, sondern sich der Bevölkerung stellen", entgegnete Gusenbauer dem "unqualifizierten Gebrüll" von FP-Westenthaler. Am Ende seiner Rede brachte der SPÖ-Chef den Antrag auf Abhaltung einer Volksabstimmung ein. **** "Betreiben sie keinen Etikettenschwindel", entlarvte Gusenbauer das vermeintliche "Sparprogramm" der Regierung als "Umverteilungsprogramm": "In Wirklichkeit wollen sie die Grundfeste des Wohlfahrtsstaates untergraben." Der "fundamentale Systemwechsel" der Regierung führe "nicht weg vom Schulden machen, sondern weg vom Wohlfahrtsstaat", hob Gusenbauer hervor. Denn wie solle es anders verstanden werden, wenn in einer Zeit des Sparens Mehrausgaben in einem zweistelligen Milliardenbetrag entstehen? Grundsätzlich, wies Gusenbauer hin, gebe es zwei unterschiedliche Wege, das Budget zu konsolidieren: Zum einen könne man auf das Wirtschaftswachstum setzen, die Kaufkraft stärken, die Infrastruktur ausbauen, und in Ausbildung und Entwicklung investieren - ein Weg, den neben der Sozialdemokratie auch alle europäischen Staaten gehen. Die Regierung setze hingegen auf eine grundlegend andere Strategie: Nach dem "Schröpfmotto" werden die Einkommen in Österreich durch eine der höchsten Steuer- und Abgabequoten gesenkt. Eine Politik, die dazu geführt hat, dass das Wirtschaftswachstum nach unten revidiert werden musste. Eine Politik, die Gusenbauer als "Sparkurs der sozialen Kälte" charakterisierte. Die Einkommen unter 30.000 Schilling brutto werden, glaubt man der Regierung, nicht betroffen. "Eine der größten Unwahrheiten", die sich die Regierung bis jetzt geleistet habe, empörte sich Gusenbauer, indem er auf 26 Maßnahmen verwies, welche die Einkommen unter 30.000 Schilling brutto sehr wohl betreffen. "In Wirklichkeit wird nämlich von den kleineren und mittleren Einkommen hin zu den Höchsteinkommen umverteilt", berichtigte Gusenbauer. Bezeichnend dafür sei der Umgang der Regierung mit der Besteuerung von Kapital und Vermögen. "Wenn man die Stiftungen genauso besteuern würde wie die kleinen Sparbücher, dann kommt man auf Einnahmen von sieben Milliarden Schilling", so Gusenbauer. Wohl sei die Frage der Stiftungsbesteuerung, anfänglich von der Regierung diskutiert worden, jedoch letztendlich am Widerstand der Superreichen gescheitert. Die - ohnehin schon magere - Zielsetzung der Regierung, 2,2 Milliarden Schilling durch die Stiftungsbesteuerung einzunehmen, sei nun auf 400.000 bis 500000 Schilling heruntergesetzt worden. "Das ist also der Beitrag der Superreichen zur Budgetkonsolidierung", ärgerte sich Gusenbauer - mit dem Nachsatz: "Das ist hartherzig und nicht in Ordnung." Im Gegensatz zur Schonung der Superreichen, werden die Studenten "phantasielos abkassiert", kritisierte Gusenbauer die Einführung der Studiengebühren. Der freie Zugang zur Bildung - zu den Unis, Fachhochschulen und Pädagogischen Akademien - solle, wenn es nach der Regierung geht, nicht mehr frei sein. "Ein völlig falscher Schritt am Beginn einer Wissensgesellschaft", bemerkte Gusenbauer und forderte dagegen, die österreichischen Universitäten in die "Europäische Championsleague" zu führen. Kritik erntete auch die "Verscherbelung des österreichischen Volksvermögens" durch die Regierung, sprich der Ausverkauf von Wald und Wasser. Gusenbauer machte darauf aufmerksam, dass beim Verkauf der Bundesforste eine ähnliche - bedingt durch Termindruck - Situation entstehen könnte, wie beim Verkauf der Telekom-Aktien: "Ein Verkauf unter dem Preis." (Schluss)lm Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ Tel.: (01) 53427-275 http://www.spoe.at
From: Kurto Wendt, Kurto.Wendt@reflex.at innenpolitik/spitzelaffäre/fpö-lügen fpö verleumdet unter immunitätsschutz normale menschen bei der heutigen parlamentsdebatte behauptete der sicherheitssprecher der fpö schweitzer, daß auf der homepage no-racism.net illegal beschaffte polizeiprotokolle veröffentlicht wurden. Die angesprochenen protokolle wurden im juni als "beweismittel" wegen angeblicher anführerschaft von unangemeldeten kundgebungen im zuge der rechtmäßigen akteneinsicht von der bundespolizeidirektion an den beschuldigten kurt wendt übergeben. "Es ist völliger quatsch, daß akten nach einsicht vom beschuldigten nicht veröffentlicht werden dürfen", meint dr. andreas löw, anwalt von wendt zu den vorwürfen der fpö. "die FPÖ sitzt mit ihrem spitzelskandal tief in der scheisse und scheut jetzt auch nicht mehr davor zurück, normale menschen und gruppen wie "für eine welt ohne rassismus", die betreiberInnen der homepage, zu verleumden, " ist kurt wendt, pressesprecher des aktionskomitees gegen schwarzblau, erbost. "es muß möglich sein, daß sich menschen gegen infamen rufmord durch immune abgeordnete zur wehr setzen können", ruft wendt alle demokratInnen in österreich zum widerstand auf. ende rückfragen an kurt wendt (0676/5174964)
From: Kurto Wendt, Kurto.Wendt@reflex.at jetzt haben wir es schwarz auf weiß: sicherheitssprecher schweitzer von der fpö ist ein beinharter aufdecker: es ist zeit für mich ein geständnis abzulegen! ich gestehe, daß es ein abgekartetes spiel zwischen den roten brüdern in der bundespolizeidirektion wien und mir gab, das der kubanische geheimdienst eingefädelt hat. die geschehnisse im einzelnen: generaldirektor buxbaum, fidel castro und ich trafen uns im februar in havanna und fädelten folgendes ein: ich tu ein bischen so als würde ich die demos organisieren, der gedungene scherge mag. kittinger (kleiner roter bruder) schickte mir proforma 14 anzeigen. dadurch konnte der tiefrote bruder löw, der anwalt, im zuge der akteneinsicht legal zu den geheimsten polizeiakten zugriff erhalten und ich, der kommunistische österreichvernaderer, diese legal veröffentlichen. wir wissen nicht wie "secure" schweitzer uns auf die schliche gekommen ist, wir ziehen jedenfalls den dreckigen hut vor ihm, dem holm! Schweitzer: Aufklärungsbedarf für Sicherheitsdirektor Buxbaum Utl.: Interne Telefaxsendungen der Wiener Sicherheitswache als Informationsquelle für "Donnerstagsdemonstranten" Wien, 2000-11-24 (fpd) - "Unter der Internetadresse www.no-racism.net/aufruhr_widerstand/demos_sind_immer_legal/demoberichte_pol izei.htm sind eine Reihe von internen Telefaxsendungen der Sicherheitswacheabteilung Innere Stadt an verschiedene Abteilungen im Zusammenhang mit deren Einsatz betreffend die sogenannten 'Donnerstagsdemonstrationen' veröffentlicht", erklärte heute der freiheitliche Abgeordnete Mag. Karl Schweitzer. **** Im Zuge einer Internetrecherche stieß Schweitzer am Server der Kulturinitiative "Public Netbase" auf vierzehn Telefaxsendungen der Sicherheitswacheabteilung Bezirkkommissariat Innere Stadt. Die internen Telefaxsendungen sind dort unter der Adresse www.no-racism.net im vollen Wortlaut veröffentlicht und geben den internen Kommunikationsverkehr der Sicherheitswache bezüglich der "Donnerstagsdemonstrationen" in der Zeit vom 10.2.2000 bis zum 12.5.2000 wieder. Inhalt der Telefaxsendungen sind die polizeilichen Lageberichte zu den Demonstrationenzügen und die dazu getroffenen Maßnahmen der Sicherheitswache. Schweitzer stellt in diesem Zusammenhang die Frage, inwieweit die "Donnerstagsdemonstranten" Zugang zu internen Polizeidaten haben und auf welchem Wege polizeiinterne Telefaxsendungen zur Veröffentlichung im Internet gelangen können. "Auch in dieser Causa sehe enormen Aufklärungsbedarf für Sicherheitsdirektor Buxbaum", meinte Schweitzer. (Schluß) Rückfragehinweis: Freiheitliches Pressereferat Tel.: (01) 40 110 /5491 *** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS *** OTS299 2000-11-24/16:08
From: abcibk@hushmail.com Freiheit für Mads! Mads Trærup, geboren am 10.3.1982, ist Schüler am Gymnasium in Sønderborg. Gemeinsam mit einigen Freunden der "Samlede Venstre", der Versammelten Linken in Sønderborg ist er im September nach Prag gefahren, um an den Demonstrationen gegen den Internationalen Währungsfond und der Weltbank teilzunehmen. Mads ist kein kommunistischer Funktionär. Es sei das erste mal überhaupt gewesen, daß sein Sohn zu einer politischen Demonstration gereist sei, teilte sein Vater mit. Trotzdem hat er jetzt eine Gemeinsamkeit mit dem antifaschistischen Widerstandskämpfer und ZK-Mitglied der KPC, Julius Fucik. Er ist aufgrund seines politischen Widerstandes gegen das herrschende System im Prager Gefängnis Pankrác eingesperrt und gefoltert worden. Zwar ist sein Leben nicht unmittelbar bedroht. Aber solche Typen, wie sie von Fucik als "SMETONZ" beschrieben worden sind, sind heute wieder in der Prager Polizei beschäftigt: Mads wurde brutal zusammengeschlagen. Damit nicht genug: im Gefängnis mußte er sich nackt ausziehen, an die Wand gestellt, und er wurde mit einem Feuerwehrschlauch mit kaltem Wasser unter hohen Druck abgespritzt, auf die Haematome, die Wunden, was besonders schmerzhaft ist. Anschließend wurde er erneut geprügelt. Fast nackt mußte er die Nacht in einer zugigen kalten Zelle zubringen, der Schlaf wurde verhindert. Die ersten zwei Wochen seiner Haft im Pankrác hatte er keine Möglichkeit, mit jemandem zu reden, erst nach 14 Tagen wurde er mit anderen dänischen und deutschen Gefangenen in eine Zelle gesperrt. Während zwei andere in Prag inhaftierte dänische Jugendliche im Alter von 16 und 19 Jahren inzwischen nach Hause geschickt wurden, will ihn die Staatsanwältin Zdenka Galkova zwischen drei und zehn Jahren in Haft behalten. Man wirft Mads vor, mit einer Eisenstange nach tschechischen Polizisten geschlagen zu haben. Nach Aussagen seiner Begleiter hatte Mads aber niemals eine Eisenstange gehabt. Jedoch hatte Mads selbst bemerkt, daß die tschechischen Polizisten seinen Rucksack geöffnet haben als er bereits zusammengeschlagen am Boden lag. Ein Polizist hatte ein oder zwei Steine in den Rucksack von Mads gesteckt. Es sollte wohl der Anschein erweckt werden, es handele sich um einen Gewalttäter, der Steine mit sich führt, um diese als Waffen zu verwenden. Als Mads dies bemerkte, schrie er "Don't!" und "Stop!", weil ihm die tschechischen Worte fehlten. Ob tschechische Polizisten Fremdsprachen verstehen? Mads sitzt seit sechs Wochen im Pankrác ohne Gerichtsurteil. Er hat sich an den Gefängnisalltag angepaßt. Mit seinen Zellenkameraden spielt er Schach, als einziger Däne hat er nämlich niemanden, mit dem er sich in seiner Muttersprache unterhalten kann. Ein ordentliches Gerichtsverfahren ist von den tschechischen Behörden nicht durchgeführt worden. Es wird jetzt darum verhandelt, ob Mads vielleicht mit 200000 dänischen Kronen Kaution freigekauft werden kann, die seine Eltern und Freunde aufbringen wollen, weil sie kein Vertrauen auf ein faires Gerichtsverfahren haben. Wir bitten darum, daß Mads Solidaritätspost ins Gefängnis geschickt bekommt: außer seiner dänischen Muttersprache kann er auch englisch und deutsch lesen. Seine Adresse: vazebni veznice Praha Pankrác Mads Traerup P.O. Box 5 14097 Praha $ Czech Republik Die erbärmlichste Rolle in diesem Trauerspiel hat der Präsident der tschechischen Republik, Vaclav Havel. Obwohl die Eltern und Freunde von Mads ihn persönlich angeschrieben und um Hilfe gebeten haben, hat er überhaupt nichts getan, daß Mads frei kommt oder seine Situation erleichtert wird. Er hat offensichtlich nichts aus seiner Geschichte gelernt. Erinnern wir uns: Vierzig Jahre nach Julius Fuciks Ermordung befürchteten wir erneute akute Kriegsgefahr in Folge der Stationierung von NATO-Erstschlagswaffen. Deshalb gab es in Prag 1983 eine Weltkonferenz für Frieden und Leben - gegen den nuklearen Krieg. Als deutscher Delegierter und Teilnehmer an dieser Konferenz habe ich die Diskussionen noch gut in Erinnerung. Wir waren einig in unserem gewaltfreien Kampf für eine Welt ohne Waffen, aber es gab auch andere Themen: Tschechische Oppositionelle gegen die damalige kommunistische Regierung, die Anhänger der "Charta 77" an der ja auch Vaclav Havel beteiligt war, haben bei dieser Konferenz unsere internationale Solidarität eingefordet: daß niemand wegen seiner politischen Überzeugung verfolgt, eingesperrt oder von der Polizei schikaniert werden darf. Eigentlich hätten wir schon 1983 merken können, wie es um die Friedensliebe dieser Leute bestellt war: sie waren sich nicht zu schade, sich mit rechten bourgeoisen westlichen Journalisten zusammenzutun, die die Opposition gegen die kommunistische Regierung dazu nutzten, in den NATO-Staaten Feindbildhetze gegen die Regierungen der Warschauer-Vertrags-Staaten zu begründen und genau dadurch die Atomraketen zu legitimieren. So war es für uns auch keine allzugroße Enttäuschung, daß der "Pazifist" und Friedenspreisträger Vaclav Havel an die Macht gekommen sein Land in das größte und verbrecherischste alle Militärbündnisse, in die NATO hineinholt, das den Angriffskrieg gegen Jugoslawien führte, und dafür sorgte, daß Tschechien als Rüstungsexportnation im Ausland einen besonders üblen Ruf bekam, daß tschechische Kleinwaffen in Kriegen in aller Welt tödliche Verwendung finden. Die Bundesrepublik hat zwar ihre Rüstungsexporte ebenfalls gesteigert, die war aber auch immer stramm kapitalistisch gewesen. So ist es auch nur folgerichtig, daß Vaclav Havel für den Internationalen Währungsfond und die Weltbank den guten Gastgeber macht: Tschechien will dabei sein und mitmachen, wenn es gilt, andere Länder auszubeuten. Die zu sozialistischen Zeiten Lenins Imperialismustheorie an Schulen und Universitäten gelernt haben, wenden diese nun andersherum an: sie versuchen, an der stärksten imperialistischen Macht teilzuhaben und sich wenigstens einen Teil des Profites anzueignen. Wenn ich Vaclav Havel als "Pazifisten" und Friedensfreund für unglaubwürdig hielt, so hatte ich doch erwartet, daß er seinen Einsatz für Menschenrechte wenigstens so ernst nimmt, zumindest auf dem bescheidenen Niveau, wie es in anderen entwickelten kapitalistischen Ländern üblich ist: daß niemand wegen seiner politischen Überzeugung verfolgt, eingesperrt oder von der Polizei schikaniert werden darf, geschweige denn geschlagen oder gefoltert. So muß ich nun erleben, daß der "Menschenrechtler" Vaclav Havel seine "SMETONZ" losschickt, um politisch andersdenkende mit Gewalt zu unterdrücken. Im Falle des Jugendlichen Mads Trærup schreckt er vor erfundenen Anklagen, Folter und Lösegelderpressung nicht zurück. Vor der tschechischen Botschaft in Kopenhagen fanden schon mehrere Demonstrationen dänischer Menschen statt - wann demonstrieren tschechische Menschen vor dem Präsidentenpalast für die Freilassung von Mads Trærup und seinen Mitgefangenen?" weitere Informationen zum Fall Mads Trærup in dänischer und englischer Sprache auf der homepage: www.slipmadsfri.dk Mit freundlichen Grüßen Ralf Cüppers ********************************************* Text verbreitet von Anarchist Black Cross Innsbruck: LOM Postlagernd 6024 Innsbruck Austria e-mail: abcibk@hushmail.com http://www.freespeech.org/entfesselt
Die Grünen Kärnten, kaernten@diegruenen.carinthia.at Presseinformation Freitag, 24. November 2000 Grüne trauern über Ulrike Dornig Forderung nach Verbot von Faustfeuerwaffen für Private Klagenfurt - Die Grünen trauern über den Tod von Ulrike Dornig, die am Mittwoch in Wien von ihrem Lebensgefährten erschossen wurde. Ulli war neben ihrem Beruf und ihren Tätigkeiten bei der Ausländerberatung auch aktives Mitglied der Lavanttaler Grünen. Sie kandidierte mehrfach bei Gemeinderats-, Landtags-, und Nationalratswahlen für die Grünen. "Ulli war eine Grüne der ersten Stunde. Wir sind völlig fassungslos, erklärte Yvonne Mokoru-Sanabel von den Lavanttaler Grünen. "Wir möchten unser tiefes Mitgefühl mit der Familie ausdrücken, die von diesem schweren Schicksalsschlag getroffen wurde." Grün-Landessprecher Michael Johann erneuerte in diesem Zusammenhang die Forderung der Grünen nach einem Waffenverbot für Private mit Ausnahme von Jagdwaffen. "Viele Bluttaten könnten verhindert werden, wenn Tätern, die sich in einem psychischen Ausnahmezustand befinden und/oder alkoholisiert sind, nicht Faustfeuerwaffen zur Verfügung stehen würden." Weitere Informationen: Michael Johann 0664/2668548
From: Ute Pichler, Ute.Pichler@spoe.at Gewalt gegen Frauen diese Woche hat ein alkoholisierter und offenbar verwirrter Mann seine Lebensgefährtin mit 15 Pistolenschüssen ermordet. Als mögliches Motiv wird Eifersucht auf ihren beruflichen Erfolg kolportiert. Der tragische Fall Dornig/Huemer ist der aktuelle Gipfel eines Eisberges: Jede zweite Frau, die eines gewaltsamen Todes stirbt, wird von ihrem Lebensfährten, oder Ehemann getötet. Morgen, am 25. November, wird der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen zum 19. Mal ausgerufen. Unter dem Titel "16 Tage gegen Gewalt" läuft ab diesem Zeitpunkt eine internationale Kampagne für die Anerkennung von Frauenrechten als Menschenrechten. Wie jedes Jahr machen weltweit bis zum 10. Dezember Fraueneinrichtungen auf die Bedrohung von Frauen durch männliche Gewalt aufmerksam. Aber auch männerspezifische Einrichtungen, wie die Männerberatung Wien, nehmen sich diesen Tag zum Anlass, gegen Gewalt aufzutreten: White Ribbon heisst die Kampagne, der die weiße Schleife als internationales Symbol der Männersolidarität gegen Gewalt an Frauen dient. Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter, aber eine Wurzel. Aus diesem Grund haben Feministinnen neben der körperlichen oder psychischen Gewalt auch die strukturelle Gewalt gesetzt: Alles hat die gleichen Ursachen. Der schlagende, oder gar mordende Mann in der Familie ist nur die Spitze eines Eisbergs. Darunter nur notdürftig verborgen ist die prinzipielle gesellschaftliche Diskriminierung von Frauen. Und die wird von der schwarzblauen Regierung nach Herzenslust vorangetrieben. Die Auswüchse sind uns bekannt: Das Sozialrechtsänderungsgesetz, das aufgrund der niedrigen Fraueneinkommen diese besonders hart trifft, die Abschaffung des eigenständigen Frauenministeriums, die Studiengebühren, die Streichung der Mitversicherung für Frauen, die ihrer Verpflichtung zum Kinderkriegen nicht nachgekommen sind, ein Pensionsrecht, das frauenpolitische Errungenschaften wieder rückgängig macht, etc. Die Gemeinsame Obsorge ist ein Bereich, der alle drei Ebenen der Gewalt betrifft: die physische, die psychische und die strukturelle. Nicht zufällig sind es vor allem die Gewaltschutzzentren in Deutschland, die nach den ersten Erfahrungen mit der Gemeinsamen Obsorge, massiv für eine Gesetzesänderung eintreten. Grund: Dieses Instrument wird selbstverständlich nur zu gern als Waffe benutzt. Um so zynischer ist es, wenn ÖVP-Generalsekretärin Maria Rauch-Kallat in diesem Zusammenhang wieder einmal vom "Opferfeminismus" spricht. Eine Entschuldigung der ÖVP-Frauenvorsitzenden Rauch-Kallat bei den Frauen, die der Gewalt von Männern ausgesetzt waren, ist daher eine mehr als berechtigte Forderung aller Frauen.
From: Angelo Lucifero, angelo.lucifero@hbv-th.de Versionen eines Todestages Ein sechsjähriger Junge ertrinkt im Schwimmbad, und langsam wächst ein Verdacht: Wurde Joseph ermordet? Von Bernhard Honnigfort (Sebnitz) Es gibt Geschichten, die sind so furchtbar, dass man hofft, sie seien nicht wahr. Sonst wären sie unerträglich. Die vom toten Joseph aus Sebnitz ist so eine Geschichte. Joseph starb am Freitag, dem 13. Juni 1997. Morgens war er im Kindergarten gewesen, dann hatte ihn sein Vater mit dem Auto abgeholt. Der Vater, Apotheker Dr. Saad Abdulla, war noch mit dem Wagen in der Waschhalle gewesen und danach mit seinem Sohn nach Hause gefahren. Joseph hatte Kakao getrunken, hinter dem Haus ein paar Runden auf dem Fahrrädchen gedreht und war dann mit seiner Schwester Diana und zwei Freunden zum Freibad gegangen. Der 13. Juni 1997 war ein schöner Tag in Ostsachsen. Die Wettermessstation Dresden-Klotzsche meldete: meist lockere Bewölkung, 10,2 Stunden Sonnenschein, Temperaturmaximum: 26,2 Grad Celsius. Um 14.23 Uhr stempelte der Automat im Bad Josephs Eintrittskarte. 37 Minuten später war das Kind tot; fünf Wochen vor seinem siebten Geburtstag. Es gibt zwei Versionen des Todestages, eine amtliche und einen furchtbaren Verdacht. Die amtliche Fassung lautet: Es war ein Badeunfall. In der Todesbescheinigung des Arztes, der das Kind retten wollte, heißt es: Joseph Abdulla, Geburtsdatum 21. 7. 1990 in Bagdad. Ort und Zeitpunkt des Todes: Dr. Petzold-Bad, Hammerstraße, 01855 Sebnitz. Nähere Angaben zur Todesursache: "Im Schwimmbad ertrunken aufgefunden, Reanimation über eine Stunde erfolglos." Sichere Zeichen des Todes: "Hirntod." Unmittelbare Todesursache: "Ertrinken beim Spiel im Wasser." Ein Kriminalmeister der Polizeidirektion Pirna schrieb in einem Aktenvermerk am Todestag, Joseph sei ohne Schwimmring im Wasser gewesen. Der Junge sei davongeschwommen, und sein Freund habe ihn aus den Augen verloren. Josephs Schwester Diana Abdulla, geboren 6. 12. 84 in Basra/Irak, habe angegeben, ihren Bruder etwa 15 Minuten unbeaufsichtigt im Nichtschwimmerbecken gelassen zu haben. Das Becken ist an den flachen Stellen 60 Zentimeter tief, an der tiefsten 1,35 Meter. Die Eltern glauben nicht an einen Unfall. Keine Sekunde. Für sie war es ein abscheulicher Mord, begangen von Rechtsradikalen an einem Ausländerkind. Ein Jahr vor Josephs Tod kam died eutsch-irakische Familie nach Sebnitz. Das Apothekerpaar und die beiden Kinder wollten Ruhe, Wandern, Wald, Berge, abschalten, ausspannen und vergessen. Zwei Kriege im Nahen Osten hatten sie überstanden. Sebnitz gefiel ihnen sofort: eine mittelalterliche Kleinstadt, versteckt zwischen Bergen und Wäldern in der Sächsischen Schweiz, 50 Kilometer südöstlich von Dresden. Schiefe Häuser, winkelige Gassen, Kopfsteinpflaster, ein Bach. Doch der liebliche Landstrich an der tschechischen Grenze ist auch Hochburg der NPD und der SSS, der SkinheadsS ächsische Schweiz. Kahl geschorene Jugendliche, Springerstiefel, Bomberjacken - das gehört zum Alltagsbild. Drei Tage nach Josephs Tod geht in Sebnitz das Gerede los. Es heißt, andere Jungen hätten den Joseph "getaucht". Die Eltern erstatten Anzeige "wegen eines Tötungsdeliktes". Die Polizei geht der Sache nach, aber es kommt nichts dabei heraus. Am 3. Februar 1998 schließt dieK riminalinspektion Pirna den Fall ab. Auch die Gerichtsmediziner kommen zu einem ähnlichen Resultat. Im Sektionsprotokoll des Univeritätsklinikums Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden steht: Sektionsnummer 192/97, Leiche eines bekannten, 6 Jahre und 11 Monate alten Knaben von regelmäßigem, schlankem Körperbau in normalem Ernährungszustand. Körpergewicht 26 kg, Körperlänge: 127 cm. Das Protokoll umfasst acht Seiten. Darin heißt es: "Der Verstorbene war Nichtschwimmer. Es ist nicht auszuschließen, dass er von anderen Kindern untergetaucht wurde." Todesursache sei "am ehestenE rtrinken". Eine "gröbere fremde Gewalteinwirkung" werde ausgeschlossen. Die Eltern legen Beschwerde gegen die Einstellung der Ermittlungen ein. Der Generalstaatsanwalt antwortet im Sommer 1998: "Auch wenn der Ablauf des Unglücksfalles am 13. Juni nicht bis ins Detail geklärt werden konnte, . . . kann sicher ausgeschlossen werden, dass Dritte ein Verschulden am Tod des Joseph Abdulla trifft." Das ist die amtliche Version. Für die Behörden ist der Fall erledigt. Für die Eltern aber nicht. Sie ermitteln auf eigene Faust. Sie versuchen, einen abscheulichen Mord zu beweisen. Monatelang befragen sie Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Wer war wann und wo im Schwimmbad? Wer hat was gesehen? Sie tippen alles in ihren Computer, lassen sich die Blätter mit Ortsangabe, Datum und Unterschrift versehen. Sie fertigen eidesstattliche Versicherungen an, schreiben seitenlange Gesprächsprotokolle. Dabei entstehen Papiere wie das vom 29. März 2000. Ein Junge beschreibt darin, wie zwei Jugendliche Joseph "mit Gewalt an seinen Händen von seinem Liegeplatz an der Hecke" zum Imbiss schleppten. "Dort wartete die restliche Gruppe an der Theke . . ." Joseph habe geweint und versucht, sich loszureißen. Sie hätten ihn laut beschimpft: "Du Ausländerschwein." Der Junge schildert, wie Jugendliche Joseph zwingen, Pommes zu essen und etwas zu trinken. Einer habe ihn festgehalten, einer ihm den Mund aufgemacht, ein Mädchen "goss ihm die Flüssigkeit in den Mund". Eine Imbissbedienung habe zugesehen. "Sie sah auch, dass Joseph weinte." Der Junge sei dann zusammengebrochen, aufgestanden und zu den Wasserhähnen gegangen, die aus dem flachen Wasser ragten. Daran habe er sich festgehalten. "Er war wackelig auf den Beinen. Er heulte wieder." Dann seien "alle oben genannten Personen" zurückgekommen. Zwei hätten Joseph "einzeln mit Gewalt die Finger von der Stange" gelöst. Sie hätten ihn hochgehoben, ein Handtuch um Joseph gewickelt, ihn zum tieferen Teil des Beckens geschleppt. Dort habe die junge Frau geschrien: "Na, machs endlich, schmeiß ihn schon rein." "Scheiß Ausländer", habe sie Joseph beschimpft. Dann hätten sie Joseph ins Wasser geworfen. Zwei seien auf ihn draufgehüpft und "hopsten auf seinem Rücken herum". Drei weitere Jungen hätten mitgemacht. "Ungefähr zehn Minuten." Dann seien alle raus aus dem Wasser. Auf einer vierseitigen Erklärung desselben Jungen vom 6. Juli heißt es ergänzend: Er habe gesehen, dass Joseph mit einem Elektroschocker misshandelt wurde mit "mehreren Stromschlägen": einen "imu nteren Bauch, einen am rechten Unterarm, einen in den Nacken, einen auf das Ohr", wo Joseph vorher einen Schlag mit der Hand abbekommen habe, "einen unten auf das Geschlechtsteil". Ein Kind wird misshandelt, es wirde rmordet, am helllichten Tag in einem Freibad, in dem etwa hundert Menscheng ewesen sein sollen. Eine Kioskverkäuferin und zwei andere Erwachsene sollen zugesehen haben? Ein Kioskverkäufer habe sich verdrückt, als es losging, ebenso drei Kindergärtnerinnen und eine Frau, die im Schwimmbad Aufsicht führte? Ist das glaubhaft? Oder sind es die Wahnvorstellungen verzweifelter Eltern, halb durchgedreht vor Kummer über den Tod ihres Sohnes? Die sinnlose Ermittlungen führen, um den Schmerz zu verdrängen? Aber es gibt eine Handvoll ähnlicher Schilderungen. Außerdem eine Videoaufnahme. Ein Mädchen auf dem Sofa der Apothekerfamilie. Sie erzählt dieselbe Geschichte wie der Junge: "Dann ham se 'nen Elektroschocker genommen." Sie macht vor, wie sich so ein Ding anhört: "bw, bw." Josephs Mutter fragt sie ab wie in einem Vokabeltest, ruhig und systematisch: "Was war dann? Was war vorher? Wo lag der Joseph?" Warum sollte das Mädchen lügen? Warum ging sie nie zur Polizei? Warum all die anderen nicht? Sie habe Angst, sagt sies päter am Telefon. Sie sei bedroht worden. Renate Kantelberg sitzt hinter einem weißen Schreibtisch in ihrem Büro im ersten Stock der Center-Apotheke, Rosenstraße, Sebnitz. Ein altes Fachwerkhaus, grün gestrichen. Josephs Mutter ist eine sehr schlanke, drahtige Frau, braunes Haar, Pagenschnitt, Jahrgang 1952, geboren am Niederrhein. Sie raucht eine Marlboro nach der anderen, obwohl sie eigentlich gar nicht raucht, sagt sie. Sie erzählt unfassbare Dinge, knetet dabei ihre Hände. Oft beendet sie ihre Sätze mit: "Verstehen Sie?" Sie sagt, sie habe Beruhigungsmittel genommen. Sonst könne sie das Gespräch nicht ertragen. Sonntags früh, erzählt sie, wache sie manchmal auf, weil sie weine. Sie schaut an einem vorbei. Ihr gegenüber steht ein mannshoher Tresor, dunkelgrün und feuerfest. Darin ist der Aktenordner. Kopien liegen bei Anwälten. Mittlerweile über dreißig Erklärungen zum Todestag und zu dem, was wirklich geschah, sagt sie. Das Ergebnis ihrer Recherchen. In einer gelben Kiste liegen hunderte Tonbandkassetten, säuberlich beschriftet. Aufnahmen von Interviews und Telefonaten, sagt sie. Die Familie lebt in einem Albtraum. Sie hat sich zurückgezogen und verbunkert. Sie sagen, sie hätten Angst, ihr Leben sei bedroht. Die Rechten seien schon einmal eingebrochen und hätten den Keller unter Wasser gesetzt. Sie hätten ihre Fensterläden in den Bach geworfen, hätten sie beschimpft und ausgelacht. Der Vater fährt Tochter Diana morgens mit dem Auto zur Schule, holt sie mittags ab, obwohl es nur fünf Fußminuten sind. Die Tür zum Hof ist mit Holzstützen unter der Klinke verbarrikadiert. Überall sind die Jalousien heruntergelassen. An einer Eisentür im Flur des Obergeschosses sind tiefe Kratzer erkennbar. "Hier haben sie versucht einzubrechen", sagt Josephs Vater. Mit einigen Apothekern und Ärzten sind sie tief verfeindet. Sie werfen ihnen Rezeptbetrügereien vor. Sie, die Neulinge, sollen aus dem Geschäft gedrängt werden, sagen sie. Josephs Mutter sagt, sie verlasse das Haus eigentlich nur noch, um Medikamente zu Patienten zu bringen. Wie halten sie das aus? Warum sind sie noch in Sebnitz? "Wir können unseren Joseph nicht so liegen lassen", sagt Renate Kantelberg. Sonst wären sie schon längst ausgewandert. Doch vorher wollen sie wissen, was wirklich geschah in den 37 Minuten am Nachmittag des 13. Juni 1997. Was wurde Josephd amals mit Gewalt eingeflößt? Im Oktober 1997 rief eine Frau an. Sie erzählte als Erste von dem "Gift". Sie hat noch dutzende Male danach angerufen. Es ist fast alles auf Tonband: "Ich will Euch helfen", sagt die Stimme. Am 24. März 1998 beschreibt sie eine junge Frau: "Die hat das Gift gegeben." Es geht umJ oseph im Freibad, um die Szene an der Imbissbude, wo er gepackt, ihm der Mund aufgehalten und die Flüssigkeit eingekippt worden sein soll. Apotheker Abdullas Stimme ist auf dem Band zu hören: "unvorstellbar, unvorstellbar." Zur Polizei gegangen ist keiner, auch die Anruferin nicht. Alle hätten Angst, würden niemandem trauen, sagt FrauK antelberg. Die Rechten würden alle bedrohen. Am Tag nach Josephs Tod sollen Zettel beim Freibad gehangen haben: "Ihr Mörder, Ihr seid schuld am Tod von Joseph Abdulla." Am nächsten Tag waren sie wieder verschwunden. Keiner weiß, wer sie geschrieben, wer sie abgehängt hat. Am 22. November 1999 lassen die Eltern den Leichnam ihres Jungen exhumieren und ins Institut für Rechtsmedizin derU niversität Gießen bringen. Dort wird er am gleichen Tag seziert. EineB lutprobe, die die Dresdner Gerichtsmediziner dem toten Jungen zweieinhalb Jahre zuvor entnommen hatten, lassen sie ebenfalls nach Gießen schaffen. Sie kommen zu folgendem Ergebnis: Auf Fotos vom erst wenige Tage toten Joseph ist ein Hämatom am rechten Ohr erkennbar. Außerdem eine "fleckförmige Halsveränderung", die im ersten Sektionsprotokoll "keine Erwähnung" gefunden habe. Ein Schlag auf das rechte Ohr könnte, glaubt man den gesammelten Schilderungen der Familie, das Hämatom hervorgerufen haben, schlussfolgern die Gerichtsmediziner. Die Untersuchung der Blutprobe ergab "trotz der fortgeschrittenen Fäulnis Hinweise auf eine Verabreichung des Wirkstoffes Methylphenidat". Ein eindeutiger Nachweis sei aber nicht mehr möglich. Methylphenidat sei der Wirkstoff des Medikaments Ritalin. Ritalin ist ein Beruhigungsmittel. Die Gießener Gerichtsmediziner schreiben am 17. Januar 2000 in ihrer Zusammenfassung: Eine Wiederaufnahme des Todesermittlungsverfahrens erscheine "angezeigt". Josephs Eltern haben 17 Schilderungen des Mordtages, teils widersprüchlich, teils ähnlich klingend, Schilderungen von Kindern, von Jugendlichen und Erwachsenen dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen geschickt. Am 24. Juli 2000 erhielten sie eine 23-seitige Bewertung. Darin heißt es beispielsweise: "Die Aussage des Jungen . . . erscheint insgesamt glaubhaft. Die Schilderungen in beiden Erklärungen sind insbesondere von Detailreichtum, aber auch anderen Glaubwürdigkeitssignalen geprägt." Da auch ein erwachsener Zeuge die "Elektroschockmisshandlung" auf Anhieb erwähnt habe, dürfte sie "daher als unstreitig zu behandeln sein". Zu den polizeilichen Ermittlungen heißt es: "Es tauchen Versäumnisse auf, die . . . mit Desinteresse oder Unprofessionalität erklärt werden können." Das Fazit lautet: Die frühere Beweislage "ist überholt". Der Kriminologie schlägt vor, "die Ermittlungen erneut aufzunehmen und durch entsprechende Beweiserhebungen die Glaubhaftigkeit der Aussagen zu überprüfen". Im Oktober hat die Dresdner Staatsanwaltschaft die "Todesermittlungs- sache Joseph Abdulla", Aktenzeichen 414JF53329/2000, wieder aufgenommen. Am 16. Oktober war die erste Zeugenvernehmung. Die Polizei hat am 21. und 22. November eine junge Frau und zwei junge Männer festgenommen. Sie werden dringend des Mordes an Josephv erdächtigt. "Wir stehen erst am Anfang", sagt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. [ document info] Copyright © Frankfurter Rundschau 2000 Dokument erstellt am 23.11.2000 um 21:08:41U hr Erscheinungsdatum 24.11.2000 Weitere Artikel zum Thema unter folgenden URLs: Www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,104495,00.html, ...1518,104530,00.html, ...1518,104510,00.html, ...1518,104402,00.html
From: Angelo Lucifero, angelo.lucifero@hbv-th.de ungesühnt ************************************************ NDR TV, PANORAMA, Volker Steinhoff, Gazellenkamp 57, 22504 Hamburg, Germany Tel.: - 49 (0)40 4156 -4841, -4838, fax -5471 http://www.das-erste.de/panorama Hannover (dpa/lni) - Der grausame Tod des sechsjährigen Joseph in Sebnitz (Sachsen) könnte nach Expertenansicht ungesühnt bleiben. «Wenn es ganz teuflisch kommt, endet der Fall trotz etwaiger Beweise ohne eine Verurteilung», sagte der Leiter des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen und designierte Landesjustizminister, Christian Pfeiffer, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Hannover. Wegen «nachlässiger Ermittlungen in der Anfangsphase» gebe es formalrechtlich keine neutralen Vernehmungen zum Tathergang mehr, da die bekannten Zeugen inzwischen ausführlich mit der Mutter des Opfers gesprochen hätten. Nach der Einstellung eines ersten Ermittlungsverfahrens hatte sich die Mutter des Jungen intensiv auf die Suche nach Zeugen gemacht und 17 schriftliche Aussagen zusammengetragen. «Der Mutter blieb ja keine andere Wahl. Sie musste die Mauer des Schweigens in ihrem Ort erst brechen.» Umso größeres Gewicht habe nun die Arbeit der Vernehmungspsychologen und das Auffinden unabhängiger Zeugen, die mit der Mutter nicht im Kontakt waren und bei denen keine Beeinflussung durch die «verzweifelte Frau» in Betracht kommen könne, erläuterte Pfeiffer. Am Donnerstag hatte die Polizei ein Paar aus Braunschweig unter Mordverdacht verhaftet, ebenso einen 20-Jährigen aus Sebnitz. Dem 25 Jahre alten Braunschweiger und seiner 21-jährigen Freundin wird vorgeworfen, das Kind am 13. Juni 1997 zusammen mit dem anderen Beschuldigten in einem Freibad gequält, betäubt und ertränkt haben. Weil der Vater des Opfers aus dem Irak stammt, wird auch ein rechtsextremistischer Hintergrund der Tat geprüft. Nach Zeugenaussagen sollen rund 50 Neonazis den Jungen überfallen haben. Das Institut des Kriminologen hatte auf Initiative der Mutter im Juli die Aussagen zum Tod des Jungen in einem Schwimmbad erhalten und überprüft. In einem 24-seitigen Gutachten betonten die Forscher den Detailreichtum der Aussagen und warfen den Sebnitzer Beamten Versäumnisse bei den ersten Ermittlungen vor, die mit «Desinteresse oder Unprofessionalität erklärt werden können.» Unverständlich sei auch, dass ein Bluterguss am Ohr damals nicht beachtet worden sei. Die örtlichen Behörden waren von einem Badeunfall ausgegangen und hatten die Akten geschlossen. Die sächsischen Ministerien für Inneres und Justiz hätten sofort auf die neue Einschätzung reagiert, sagte Pfeiffer. «Die Ermittler müssen sich jetzt mit großer Vorsicht schrittweise an die Wahrheit herantasten», sagte der Kriminologe. «Niemand wird behaupten können, dass diese Mutter voreilig Menschen beschuldigt hat. Sie ist überzeugt, dass ihr Kind getötet wurde.» dpa/lni ck ek yyni cd 241620 Nov 00
Sina Pichler, sinapichler@yahoo.com DER VORSITZENDE DES SENATES DER UNIVERSITÄT WIEN Ao. Univ. Prof. Dr. Jörg Hoyer GZ.: 3 - 1999/00 An die Direktorinnen und Direktoren der Allgemeinbildenden und der Berufsbildenden Höheren Schulen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland An die Obleute der Elternvereine an den Allgemeinbildenden undden Berufsbildenden Höheren Schulen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland Wien, 14.November 2000 Sehr geehrte Obfrau des Elternvereins! Sehr geehrter Obmann des Elternvereins! Große Sorge um die Zukunft der Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten der Heranwachsenden in Österreich veranlasst mich, heute in dieser ungewöhnlichen Form an Sie heranzutreten. Mit diesem Schreiben möchte ich Sie rechtzeitig über bevorstehende Entwicklungen an den Universitäten informieren, von denen auch die Schülerinnen und Schüler an Ihrer Schule, und somit auch Ihre eigenen Kinder voraussichtlich einschneidend betroffen sein werden. Die derzeit in der Öffentlichkeit kolportierten Hintergründe der Einführung von Studiengebühren entsprechen nicht der Wahrheit: Unrichtig ist, daß den Universitäten durch diese Maßnahme mehr Geld zur Verfügung stünde. Der Finanzminister hat erst im Jahr 2000 eine Reduzierung des Universitätsbudgets um 1,35 Milliarden Schilling verfügt. In den Jahren 2001 und 2002 sollen darüber hinaus weitere 400 Millionen Schilling bei den Personalkosten gekürzt werden. Trotz der Einführung von Studiengebühren will der Finanzminister den Universitäten also ?unterm Strich? um hunderte Millionen Schilling weniger zur Verfügung stellen als dies bisher der Fall war. So sieht die zynische Realität der vielzitierten ?Universitätsmilliarde? aus! Unrichtig ist daher auch, daß auf diesem Wege die Studienbedingungen verbessert werden könnten. Weniger Geld bedeutet schlechtere Ausstattung und weniger Personal. An der Universität Wien können bereits heuer nur 28 von 90 der freien Professorenstellen nachbesetzt werden. Es wird schwieriger, hochqualifizierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen anzuwerben. Unter den gegebenen Bedingungen lehnen international renommierte Wissenschafter immer häufiger Berufungen an österreichische Universitäten ab. Unter solchen Vorzeichen kann die Qualität der Studienbedingungen nicht besser werden. Unrichtig ist ferner, daß die von der Regierung vorgesehenen Maßnahmen die Studiendauer verkürzen würden. Die entzogenen Ressourcen, die damit verbundene schlechtere Ausstattung und der Personalmangel werden zu chronischen Engpässen bei Räumlichkeiten, Unterrichtsmitteln und Lehrangebot führen und es auch bei größtem Lerneifer der Studierenden nahezu unmöglich machen, das Studium innerhalb der vorgesehenen Fristen zu absolvieren. Dies wiederum wird in vielen Fällen zum Verlust der Familienbeihilfe und ggf. des Stipendiums und so zu einer abermaligen dramatischen Mehrbelastung der Studierenden bzw. ihrer Familien führen. Es entspricht also vielmehr den Tatsachen, daß sich der Staat aus seiner Verantwortung für Bildung und Wissenschaft stehlen möchte und sie auf die einzelnen Familien abzuwälzen versucht. Damit stellen die politisch Verantwortlichen die Universitäten vor die Wahl, zur Sicherung eines hohen Ausbildungsstandards entweder erheblich weniger Studierende auszubilden, oder bei - nachfragegemäß - weiterhin hohen Studentenzahlen eine erheblich schlechtere Ausbildung mit schlechteren Chancen am nationalen und europäischen Arbeitsmarkt in Kauf zu nehmen. In jedem Fall werden die Studierenden bzw. deren Familien die Leidtragenden der Entwicklung sein. Für den Fall, daß es uns nicht gelingen wird, die budgetäre Lage der Universitäten nachhaltig abzusichern, muß ich Sie bereits jetzt um Ihr Verständnis dafür bitten, daß einschneidende und für alle Beteiligten schmerzhafte Maßnahmen gesetzt werden müssen, um den Fortbestand einer qualitativ hochwertigen universitären forschungsbezogenen Lehre zu gewährleisten. Damit wir solche Schritte vielleicht doch noch abwehren können, bitte ich Sie eindringlich, die laufenden und kommenden Proteste der Studierenden und Aktionen der Universitätslehrer als Beitrag zur Rettung eines freien Hochschul-Zugangs zu sehen, wobei den Studierenden realistische Chancen zum erfolgreichen Abschluß ihres Studiums gewährleistet bleiben müssen. Wir ersuchen Sie ferner, nach Maßgabe Ihrer Möglichkeiten zur Wiederherstellung einer sozial verträglichen und budgetär realistischen Bildungspolitik beizutragen. Mit der Bitte um Weiterleitung dieses Briefes in Ihrem Wirkungsbereich verbleibe ich mit freundlichen Grüßen Ao.Univ.Prof.Dr.Jörg Hoyer
From: Kurto Wendt, Kurto.Wendt@reflex.at innenpolitik/budget/protest ein bißchen recht? in der heute erschienen ausgabe der "presse" über die bundesweiten verkehrsblockaden am 5. dezember wird der salzburger verfassungsexperte stolzlechner zitiert, der behauptet, es gebe auch sowas wie einen "mißbrauch des rechts auf demonstration". "die donnerstagsdemos seien zeitlich, checkpointaustria räumlich ein bißchen mißbrauch". "eigentlich müßte ein rechtsexperte für derartige aussagen die approbation verlieren," meint sonja gschaar, pressesprecherin von CHECKPOINTAUSTRIA,"wenn rechtsexperten wie am wirtshaustisch reagieren, kann das nur eine vorschubleistung für eine politische kampagne zur einschränkung des demonstrationsrechts sein." das recht auf demonstration soll offensichtlich nur so lange gelten, solange es nicht angewendet wird. "CHECKPOINTAUSTRIA" wird ein bundesweiter protest gegen das "budget der grausamkeit". "das soziale chaos, das die regierung mit dem geplanten budget anrichtet ist gewaltig, und unsere proteste werden sichern nicht enden, sondern sich verschärfen, ob es den regierenden und experten RECHT ist, oder nicht!", schließt Gschaar. ende alle infos unter www.checkpointaustria.at rückfragen an sonja gschaar (06645421278)
From: einer vom Tatblatt, TATblatt@blackbox.net Hallo! Im folgenden ein Beitrag für den MUND zum Artikel von Marc (Context XXI) im DonnerstagsMUND - "Wenn Linke vergleichen". Von: einer vom TATblatt Lieber Marc, Freue mich sehr, wieder einmal einen Beitrag zur reinen (= antinationalen) Lehre zu lesen. Da ich weiß, daß du an keiner ernstzunehmenden Diskussion interessiert bist, möchte ich im folgenden nur einige Anmerkungen zu deinem Text anführen: 1.) In deinem Eifer, die faschistische Gefahr zu entlarven, solltest du nicht alle journalistischen Grundregeln mißachten. Ich fand es z.B. etwas tendenziös, der Tierrechtsgruppe OFT vorzuwerfen, Pelzhändler allgemein als Faschisten zu beschimpfen. In deinem Text schreibst du: "Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, daß die OFT auf ihrer Homepage ein Bild eines Pelzgeschäftes mit 'Alltagsfaschismus' untertitelt...". Ein kurzer Blick auf die Homepage von OFT (www.go.to/oft) hätte gereicht, um zu erkennen, daß der Besitzer des erwähnten Pelzgeschäftes wirklich eine gewisse Nähe zu rechtsextremen Gedankengut hat. OFT dokumentiert eindeutig (u.a. mit Fotos) einige vom Geschäftsinhaber geschriebene und an die Auslagenscheibe angebrachte Plakate. Darauf finden sich Sprüche wie: " KEIN Verkauf an Grün-Rote-Bolschewisten-Nestbeschmutzer-Nazi Neo- Kolonialisten (Belgier, Franzosen, Schweden, rote Demonstrierer) - sowie alle anderen, die Österreich als Naziland bezeichnen!" oder ! "Willst du nicht ewig blechen für Brüssel, Polen, Tel Aviv...". Die Gruppe OFT schreibt dazu: "Tja, wenn es um Rassismus geht, werden offensichtlich selbst die ÖsterreicherInnen zu kreativen 'Höchstleistungen' angetrieben". 2) Es ist fast schon peinlich, wie jemand, der allen möglichen Gruppen (TATblatt, EKH, MUND, ...) vorwirft ein ungeklärtes Verhältnis zum Rechtsextremismus/Antisemitismus/neurechten Gedankengut/usw. zu haben, in einer Zeitschrift wie "Context XII Texte veröffentlicht. Die Herausgeberin von Context XXI ist die Arbeitsgemeinschaft für Wehrdienstverweigerung, Gewaltfreiheit und Flüchtlingsbetreuung. Diese Gruppe rief gemeinsam mit der RKL vor wenigen Wochen zu einer Anti-NATO-Demo auf - in einer Zeit, wo im MUND schon eine lebendige Antisemitismus-Diskussion tobte. Es sei nur nebenbei erwähnt, daß das TATblatt diese Demo nicht unterstützte. 3.) Wirklich "jenseitig" (copyright by Marc) wird es, wenn als Beleg für dein Pamphlet ein Artikel von Jutta Ditfurth angegeben wird. Jutta Dittfurth ist Herausgeberin der Zeitschrift "ÖkoLinX", einer Zeitschrift der "Ökologischen Linken" in Deutschland. Jutta Dittfurth ist bekannt dafür, allen möglichen linken und linksradikalen Gruppen eine Nähe zur Rechten anzukreiden. Sie selbst findet allerdings nichts daran, in der deutschen Illustrierten "Neue Revue" eine Artikelserie über die Grünen zu veröffentlichen. Das paßt so richtig in deren Blattlinie: in einer Ausgabe findet sich z.B. ein Hetzartikel gegen die Wehrmachtsausstellung einige Seiten weiter hinten. Die Fotos von halbnackten Frauen irritieren auch etwas. Um nicht mißverstanden zu werden, mir ist es ziemlich egal, wo Jutta Ditfurth irgendwas veröffentlicht. "Jenseitig" wird es dann, wenn sie andere Gruppen ständig wegen vermeintlicher Zusammenarbeit oder Nähe zur Rechten angreift. Nebenbei bemerkt würde es mich schon mal interessieren, wie die "Ökologische Linke" in Österreich zur Zusammenarbeit von Jutta Dittfurth mit rechten Verlagen und Zeitschriften steht. Das wärs mal. Ich bin schon sauer genug, weil ich heute die Donnerstagsdemo versäumen mußte. Vielen Dank an Johannes für die Anmerkungen zum Artikel von Marc.Baba --- http://tatblatt.mediaweb.at http://www.nadir.org/nadir/periodika/tatblatt mailto:TATblatt@blackbox.net _______________________________________________
From: TOP ONE, top.one@chello.at ======================================= Gehrer rücktrittsreif ======================================= gepostet von: www.topone.at Wien (SK) "Das ist ein Skandal! Ministerin Gehrer ist endgültig rücktrittsreif!". Mit diesen Worten reagiert die hochschulpolitische Sprecherin des Verbandes sozialistischer Studentinnen und Studenten (VSStÖ), Andrea Mautz, auf die Einführung von Gebühren auch an Pädagogischen Akademien. Und der Bundesvorsitzende der Aktion Kritischer SchülerInnen (AKS), Oliver Prausmüller, fügt hinzu: "Ministerin Gehrer hat erklärt, dass die Einhebung von Gebühren an den Pädaks erst mit deren Hochschulstatus 2007 kommt. Dieser Lügenbaronin kann nichts mehr geglaubt werden. Das ist der erste Schritt zum Schulgeld." **** Grund für die Aufregung ist die geplante Abänderung des 10 Hochschultaxengesetz, in dem es heißt, dass "...an allen Bildungseinrichtungen des Postsekundarbereichs Kostenbeiträge eingeführt werden." Neben den Pädaks betrifft das sämtliche Kollegs, Sozialakademien, medizinisch-technische Lehrgänge und Berufspädagogische Akademien. "Diese Regierung lügt und will ausschließlich abcashen. Da geht es in keiner Form um Bildungspolitik oder Konzepte, sondern nur darum, möglichst viel Geld für das ,Speed-Kills-Nulldefizit' herein zu bekommen. Wichtige Bildungsinstitutionen werden gekappt und sozial schwache Schichten aus der Bildung ausgesperrt", so Andrea Mautz. Oliver Prausmüller von der AKS sieht nun entgültig seine Befürchtungen bestätigt, dass langfristig für jede Ausbildung nach der Pflichtschule Entgeld zu entrichten sein wird. Dies gehe aus den Aussagen der Ministerin hervor: Keine Studiengebühren - gebrochen! Keine Gebühren für das Erststudium - gebrochen! Keine Gebühren für Pädaks und Sozaks - gebrochen! Kein Schulgeld - Wie sollen wir das noch glauben?" Gemeinsam fordern Mautz und Prausmüller den Rücktritt der Ministerin und meinen unisono: "Gehrer ist untragbar." (Schluss) se/mm Für eventuelle Rückfragen steht Ihnen der Pressesprecher des VSSTÖ, Answer Lang, unter der Rufnummer 0664/52 85 190 gerne zur Verfügung. Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ Tel.: 01/53427-275
From: Franz Parteder, Franz.Parteder@stadt.graz.at Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kp.stmk@nextra.at KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Freitag, 24. November 2000 Presseinformation der KPÖ Steiermark Privatisierungswelle für den Euro ! Die bevorstehende Privatisierungswelle in der Steiermark entspringt keiner Laune der ÖVP. Sie ist vielmehr die Folge von Beschlüssen der EU zur Einführung des Euro und des innerösterreichischen Stabilitätspaktes. Darauf machte der steirische KPÖ-Vorsitzende Franz Stephan Parteder am Freitag aufmerksam. In den kommenden sechs Monaten soll bekanntlich eine Expertenkommission für Struktur- und Aufgabenreformen den "Rückzug der Gebietskörperschaften und die Leistungswahrnehmung durch den Privatsektor" vorbereiten. Im Klartext heißt dies, dass Länder und Gemeinden wie der Bund gemeinwirtschaftliches Vermögen in einem bisher in Österreich ungekannten Ausmaß an das Privatkapital verkaufen werden. Auch EStAG und Steweag sind von dieser Ausverkaufswelle betroffen. Im Regierungsprogramm des Landes steht der Börsengang der EStAG sogar an erster Stelle der Privatisierungsvorhaben! Die Landeshauptstadt Graz will die Stadtwerke auf den Markt werfen. Der Bund will seine Wohnungsgesellschaften verkaufen, usw. Parteder: "Wir sind grundsätzliche Gegner dieses Kurses. Jetzt ist ein gemeinsamer Widerstand all jener notwendig, für die noch andere Werte als der Maximalprofit wichtig sind. All jenen, die der Privatisierung etwas Positives abgewinnen können, möchte ich sagen: Privatisierung öffentlichen Eigentums ist ein Verzicht auf Einkommen und Einfluß auf Dauer. Wer der Privatisierung aus Gründen der Haushaltkonsolidierung zustimmt, stellt nach wenigen Jahren mitunter fest: "Das Eigentum ist weg - die Schulden sind geblieben."
From: Franz Parteder, Franz.Parteder@stadt.graz.at Tel. 03 16 / 71 24 36 Fax 03 16 / 71 62 91 email: kp.stmk@nextra.at KPÖ Steiermark Lagergasse 98a 8020 Graz Freitag, 24. November 2000 Presseinformation der KPÖ Steiermark Bundeswohnungen: Regierung zieht Verkauf durch Der Verkauf von 60.000 Bundeswohnungen soll nun doch über die Bühne gehen. Überfallsartig haben VP und FP im Parlament die Gewinnbeschränkungen des WGG (Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes) aufgehoben. Vor einer Woche hatten die Wohnbausprecher von VP und FP noch erklärt, die Materie werde erst im Jahr 2001 behandelt werden. Folgende Wohnungsgesellschaften stehen vor der Privatisierung: BUWOG, WAG, Neue Heimat Kärnten, Kärntner Heimstätte, GSWB-Salzburg, Neue Heimat Tirol, VOGEWOSI Vorarlberg und die drei Eisenbahner-Bauträger ESG-Wien, ESG-Linz und ESG-Villach. In der Steiermark sind tausende Wohnungen betroffen. Der Verkauf der WAG an die japanische Firma NOMURA ist bereits im Gespräch. Unmittelbar sind rund 110.000 Wohnungen von der Aufhebung der Schutzbestimmungen betroffen (60.000 Bundeswohnungen und 50.000 Wohnungen von Ländern und Gemeinden). Für 300.000 bis 400.000 Bewohner dieser Wohnungen wird es zu Mieterhöhungen und massiven Verschlechterungen kommen. Der Verkauf dieser Wohnungen an private Immobilienfirmen wird dieses leistbare Wohnungsangebot deutlich verringern und die Mieten verteuern. Private Immobilienfirmen werden Druck auf Altmieter ausüben, ihre billigen Mietwohnungen aufzugeben. Private Vermieter werden Sanierungen verteuern, sie werden auch mehr Schwierigkeiten betreffend korrekter Betriebskostenabrechnung machen. Und private Vermieter werden nicht mehr vom Revisionsverband bzw. der Landesregierung kontrolliert. Der steirische KPÖ-Landesvorsitzende Franz Stephan Parteder erklärte am Freitag zu dieser überraschenden Entwicklung: "Diese Regierung agiert mit allen Tricks hinter dem Rücken der Öffentlichkeit und umgeht auch die Mitwirkungsrechte des Parlaments. Das zeigt die Entwicklung der letzten Tage. Treibende Kraft hinter diesem Anschlag auf das soziale Wohnungswesen ist die FP. Haider redet vor den Wahlen von Mietensenkungen. Nach der Wahl machen seine Leute das Wohnen teurer."
From: TOP ONE, top.one@chello.at ========================================== Der Tag des Rückschritts in der Bildungspolitik ========================================== gepostet von: www.topone.at Seit heute ist Bildung in Österreich per Hochschultaxengesetz nicht mehr frei, sondern kostet ab dem nächsten Wintersemester 5000,- pro Semester. Der Nationalrat hat trotz einer Welle der Ablehnung durch alle Interessensvertretungen hindurch, die Maßnahme Studiengebühren beschlossen, die aber bei weitem nicht die gewünschten Effekte bringen wird. Die AktionsGemeinschaft hat seit dem Ministerratsbeschluss vom 19. September wiederholt aufgezeigt, wie sinnlos Studiengebühren in Österreich sind: Studiengebühren sind volkswirtschaftlich kontraproduktiv. Investitionen in die Bildung rechnen sich für Volkswirtschaften mit ca. 14% Rendite. Das "Besteuern" von Studierenden fördert die Bildung allerdings bei weitem nicht. Studiengebühren von 5.000,- Schilling sind sozial ungerecht. Dass jeder Studierende den gleichen Betrag zahlen muss, zeigt nur, dass man sich die Modalitäten der Einhebung möglichst bequem machen will. Studiengebühren rechnen sich nicht. Die Rechnung der Bundesregierung wird bei weitem nicht aufgehen - auch wenn nicht mehr von 2 Mrd. Einnahmen geredet wird, erhofft sich das Ministerium doch höhere Einnahmen als Ausgaben - diese Rechnung wird nicht aufgehen, wenn man auch die Verwaltungskosten mit einrechnet. Studiengebühren werden im nächsten Jahr viele Jugendliche vom Studieren abhalten, da die Ungewissheit, ob man sich ein Studium leisten kann, bereits jetzt steigt. Studiengebühren werden nichts an den Zuständen an den Universitäten ändern. Studiengebühren sind keine Unireform. "Die AktionsGemeinschaft hat zusammen mit der ÖH eine Vielzahl an Vorschlägen vorgebracht, wie man tatsächliche Reformen an den Universitäten angehen kann, die auch Einsparungen bringen würden - allerdings scheint es, als ob die Regierung doch kein Interesse an Reformen hat", so Stephan Leisner, Bundesobmann der AktionsGemeinschaft. Dazu zählt ein längst überfälliges neues Dienstrecht und eine damit verbundene Abschaffung der Pragmatisierung. Ankündigungen von Professoren, die ihre Prüfungen ihrer Freizeit zurechnen und daher ihrem "Good Will" müssen endlich der Vergangenheit angehören. Lehrende, die für Studierende nie erreichbar sind und sich auch nicht um ihre Lehrveranstaltungen kümmern, passen ebenfalls nicht mehr in das wünschenswerte Bild der Universität. Auch eine moderne Verwaltung, der Einsatz neuer Medien und energieeffiziente Universitäten sind Forderungen der AktionsGemeinschaft, die sinnvoll umgesetzt werden könnten. "Wir fordern die Politik auf, diese Forderungen umzusetzen und die Missstände auf unseren Universitäten zu beseitigen", fordert Leisner zum wiederholten Male. Andernfalls werde die AktionsGemeinschaft täglich die größten Unglaublichkeiten an Missständen an die Öffentlichkeit bringen. "Und dabei werden viele Verantwortliche an den Universitäten schonungslos auf dem (Ab)Serviertablett präsentiert werden", so Leisner abschließend. Rückfragehinweis: AktionsGemeinschaft Bundesobmann Stephan Leisner Tel.: 0699/1 43160 11
From: Matthias Köchl, m1koechl@edu.uni-klu.ac.at From: mfam@userline.ru Subject: PLEASE HELP November 24, 2000. Dear Friends, Please excuse us for any inconvenience caused by this message. This is our first and last message to you, and we will never bother you again. As you know, Russia is now in a deep financial and economic crisis. It is impossible to get a job because of unemployment in our country. Our parents, invalids and war heroes are forced to sell their own blood to buy enough food to keep alive. Because of this terrible situation, we are permanently hungry and sick due to cold and exhaustion. In the summer-time we could eat fresh vegerables grown in our garden. But now our garden is empty because of the winter since it is covered by the snow. The only food we can eat is cakes cooked from acorns we have collected in the forest during the last summer. But this food is not enough for our organisms and we are very afraid to be dead soon because of exhaustion. Therefore, we, due to a service opportunity of public access in the Internet and hopeless situation have decided apply to you with request to help us. If you can donate something that is possible to eat, we would be very happy if you could send it to our address is: Valentin Mikhaylin Ryleeva Street, 6-45 Kaluga. 248030 Russia. We also would be happy if you could send us any old warm clothes from your grand and greatparents which you do not use anymore. These clothes would allow us to be in warm. If you think it is better to help with money, please let us know and we will give you details on the best way of sending it safely. It is a very good way to help, because of the crisis now prices in Russia are much lower than in the West. We hope very much that soon we will not be forced to ask for help once again, because our politicians promise to make the situation better in our country during the summer - autumn 2001 year and we piously and sincerely believe in it. We wish You a Merry Christmas and a Happy New 2001 Year. We pray the Lord keeps his hand on You. God Bless You, Valentin Mikhaylin and my family. Kaluga. Russia.
Redaktionsschluss:
Freitag, 24. November 2000, 21 Uhr
Fehler möge frau/man mir nachsehen!