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![]() Was auf der letzten Drahdiwaberl CD von EMI zensuriert wurde "Schulterschluss" (Österreich ist kein Naziland....) mit Hubsi Kramar |
From: mailto:sandra.frauenberger@gpa.at (Sandra Frauenberger) Liebe Kollegin! Da dem ambitionierten Frauenpolitiker Mag. Haupt, trotz aller Bemühungen doch einige für die Position der Frauenministerin unbedingt erforderlichen Voraussetzungen fehlen, ist mit einer baldigen Vakanz der Stelle zu rechnen. Eine rechtzeitige Bewerbung kann Ihre Chancen für dieses Amt wesentlich erhöhen. Auf der Webpage http://www.gpa.at/chancengleichheit/ erhalten Sie alle notwendige Unterstützung, um sich zu bewerben. Darüber hinaus besteht auf dieser Webpage auch die Möglichkeit dieses E-Mail bequem weiterzuschicken, so dass möglichst viele Frauen ihre Chancen nutzen. Mit freundlichen Grüssen Sandra Frauenberger Geposted von: silvia santangelo jura silvi@eunet.at
von: Gerhard Gutschi gerhard.gutschi@chello.at Ob "Kollege" Benja gegen die AKW-Gegner mobilisierte oder "Kollege" Hesoun "seine" Bauarbeiter in die Au schicken wollte, um dort Ordnung zu schaffen, es war oft jenseits der Schmerzgrenze, was sich Gewerkschafter leisteten. Doch nun (21. 11.) lese ich in einer Aussendung der Fraktion Christlicher Gewerkschafter-Wiener Lehrer/FCG folgende Passage: "Jetzt gilt es, sich dafür einzusetzen, dass durch attraktive Pensionsmodelle die notwendigen Dienstpostenkürzungen nicht zu Freisetzungen von jungen Kolleginnen und Kollegen führen." Nach mehrmaligem Lesen habe ich also für mich zusammengefasst: Da gibt es christliche Gewerkschafter - solche, die Lehrerinnen und Lehrer vertreten - die in ihrer Aussendung an alle Schulen in Wien von NOTWENDIGEN Dienstpostenkürzungen schreiben. Da gibt es christliche Gewerkschafter, die davon schreiben, dass KollegInnen FREIgesetzt werden. In den 30-er Jahren des vorigen Jahrhunderts hätte man mit dem damals üblichen Pathos von "Arbeiterverrätern" g! esprochen - in unserer heutigen neuen Sachlichkeit fehlen mir die Worte. Vielleicht könnte man mit dem einzig brauchbaren Zilkzitat antworten: "Ich finde diese Typen alle zum Kotzen!" Gerhard Gutschi
von: bunte.zeitung@lion.cc bunte.zeitung@lion.cc An alle Organisationen, die sich mit MigrantInnenfragen befassen! Liebe(r) Vorsitzende(r)! Die am 11.11.00 stattgefundene Sitzung der Vorstandsmitglieder von sämtlichen Organisationen die sich mit Migrant(Inn)enfragen befassen, hat wgen geringer Teilnahme der eingeladenen Organisationen, den Beschluss gefasst diese Sitzung am 24. November 2000 in 1100 Wien, Wielandgasse 2-4, stattfinden zu lassen. Es wird grundsätzlich über die Essenz der Vernetzung durch und von Migrant(Inn)en sowie ihre gemeinsame Linie hinsichtlich der Forderungen. Tagesordnung: 1. Vorstellungsrunde 19 Uhr bis 19.20 2. Vernetzung und dessen Sinn; Diskussion 19.20 Uhr bis 19.50 Uhr 3. Gemeinsame Linie zu den Forderungen 19.50 Uhr bis 20.30 Uhr 4. "Round Table" Vorbereitung 15./16.Dez. 2000 20.30 Uhr bis 20.50 Uhr 5. Standpunkt zu "ANAR" und "INITIATIVE GRÜNE MIGRANT(INN)EN" am 25.1100 20.50 Uhr bis 21.20 Uhr Aufgrund der zahlreichen Punkte in der Tagesordnung, wird um Pünktlichkeit gebeten.. Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen und verbleiben mit freundlichen Grüssen Bukasa DI-TUTU Aleksandra ALEKSIC 2. stellvert. Vorsitzender Generalsekräterin
von: Alexandra Bader alexandra@ceiberweiber.at Liebe Leute, bitte verbreitet nicht alles weiter: die von Edwin gepostete Afghanistan-Sache ist ein Virus und was die "180 enthaupteten Frauen im Irak" betrifft, so habe ich versucht, dieser Behauptung nachzugehen: zuerst bekam ich am 17. eine Mail eben von der Frauensolidarität, wo noch von 30 Frauen die Rede war. Auf meine Reply, welche Quelle das hat, mit dem Hinweis auf das "National Endowment for Democracy", einem US-Programm, wo via Menschenrechtsschiene Gründe für militärische Interventionen gesucht werden, kam dann nichts mehr. Zufällig habe ich am 20. entdeckt, dass die Quelle der Frauensoli-Behauptung offenbar Ulrike Lunacek ist, denn diese machte am 20. eine Aussendung mit eben dem Inhalt der 30 Enthauptungen von Prostituierten. Und dass sie das auch in New York im Büro von Mary Robinson angesprochen habe und erwarte, dass das Ölembargo gegen den Irak nicht gelockert werde. Und von Österreich fordert sie, dass nicht wie geplant Anfang 2001 ein Handelsdelegierter in den Irak entsandt wird. Immerhin nannte Lunacek als Quelle den Guardian (alle URLs zum Nachlesen am Ende dieses Textes) vom 3.11. Nun, gemeint ist "Murders and mutilation in Iraq revealed", wo bezogen auf ein gesperrtes Dokument des britischen Foreign Office mit Infos, die "direkt von Informanten in Bagdad und indirekt von Exil-Irakern" kommen. "Es wird Grossbritannien und den USA bei ihren Anstrengungen helfen, die Sanktionen aufrechtzuerhalten." So sollen mehr als 50 geistig Behinderte hingerichtet worden sein, ebenso im Oktober acht Gefangene, und 30 Prostituierte wurden enthauptet, und einem Mann wurde die Zunge herausgeschnitten. Im Artikel ist auch die Rede davon, dass der Sohn von Verteidigungsminister Aziz im Gefängnis war. Tags darauf stand etwas im Guardian, das weder Frau Lunacek noch ihre Frauensolidarität registriert haben oder zur Kenntnis nehmen wollten: "You have mutilated the truth about Iraq" schreibt der Irak-Kenner George Galloway, Mitglied des Parlaments, und erinnert den Autor des vorangegangenen Artikels an einen gemeinsamen Besuch bei Aziz jr vor ein paar Monaten - wo der vermeintliche Gefangene gesund und munter war. Galloway schreibt weiters: "Wenn eine Mischung aus den wildesten Desinformationskampagnen jedes Geheimdienstes und jeder Oppositionsgruppe von Emigranten zusammengestellt wird, dann müsste das so ähnlich aussehen wie Ihre Titelgeschichte." Auch das Siegel des Geheimnisvollen und zugleich Seriösen durch zugespielte Foreign Office-Dokumente sieht er als Verschleierungstaktik, denn "die Geschichte ist Phantasiematerial und ihre Veröffentlichung müssen den Autoren (der Dokumente) mit lauten Beifallsrufen begrüsst worden sein". Er meint auch, dass die wachen Leser des Guardian mit dem Muster inzwischen vertraut sein müssten: seit 10 Jahren werden schliesslich Horrorgeschichten lanciert, um die Sanktionen aufrechtzuerhalten. Er erinnert daran, dass es auch das Foreign Office war, das Journalisten eine Erfindung über einen inhaftierten Buben zugespielt hat, die breit gecovert wurde. "Und obwohl Enthauptungen und Amputationen in manchen arabischen Ländern stattfinden - witzigerweise genau jene, die am meisten mit der Linie des Foreign Office sympathisieren - sind sie im Irak verboten und es gibt bisher nicht den Schatten eines Beweises dafür, dass sie dort jemals stattgefunden haben. Es gibt viele politische Gefangene im Irak und die Opposition wird brutal behandelt. Es gibt eine Fülle von Menschenrechtsverletzungen im Irak und anderswo in der Region, über die man schreiben könnte. Warum werden dann Anschuldigungen als Fakten publiziert, die von Oppositionsgruppen aufgestellt werden, die von jenen Regierungen bezahlt und erhalten werden, die diese Dokumente geschrieben und durchsickern haben lassen? Amnesty International ist stets vorsichtig, wenn es darum geht, das Propagandamaterial von Emigrantenorganisationen als Fakten anzuerkennen." Im Guardian gab es dann (und davor) die üblichen Stories über den Irak, die ich auch in anderen Medien und von NGOs gefunden habe: so heisst es am 5.11., dass nur Grossbritannien und die USA bei ihrer harten Linie gegenüber dem Irak bleiben, während die anderen vor allem wirtschaftliche Beziehungen knüpfen. Auch der Flugverkehr in den Irak zeigt, dass Geschäftsleute über die Golfstaaten, die Türkei und den Libanon einreisen. In dem Artikel ist auch davon die Rede, dass für UN-Generalsekretär Annan der "Propagandakrieg" der UN gegen den Irak entweder dabei ist, verlorenzugehen, oder bereits verloren ist. Und er ist besorgt über einen UNICEF-Bericht, der detailliert die Auswirkungen der Sanktionen auf die Kinder im Irak beschreibt. Vom "nicht erklärten Krieg" gegen den Irak ist am 11.11. die Rede, da die Regierung eben beschuldigt wurde, dass die Royal Air Force im Dezember 1998 mehr als 100 Bomben (84 Tonnen) auf den Irak abgeworfen hat. Seit damals sind es 450 Tonnen, die meisten davon durch US-Flieger. Eine Woche später lesen wir von leidenden Kindern, verschmutztem Wasser, brennenden Dörfern: "das sind unsere Sanktionen gegen den Irak". Nach Angaben von UNICEF sind die Sanktionen am Tod von 500.000 Kindern seit dem Golfkrieg und an der Unterernährung von 800.000 Kindern beteiligt. Madeleine Albright dazu: "Wir denken, dass es diesen Preis wert ist." Ein Bericht des International Action Center in New York über einen Besuch im Irak von 10. bis 13. November nennt weitere UNICEF-Zahlen: 1,5 Millionen Menschen sind als Folge der Sanktionen gestorben, die Müttersterblicheit hat sich verdoppelt, und 70% der Irakerinnen leiden unter Anämie. Die 800 Tonnen depleted Uranium, die auf den Irak abgeworfen wurden, haben die Krebsrate verfünffacht. Die Leukämierate bei Kindern ist die höchste auf der Welt. Die Präsidentin der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit hat den Besuch mitorganisiert und fordert auf der Basis von moralischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Gründen jene beiden ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates, die gnadenlos auf den Sanktionen beharren (USA und GB) dazu auf, nicht mehr Vetos gegen das Einführen von Nahrungsmitteln, Medikamenten und Wiederaufbauhilfe in den Irak einzulegen. Sie spricht sich auch für das sofortige Ende der Sanktionen aus. Stratfor, ein Nachrichtendienst, der allen an internationaler Politik Interessierten ein Begriff ist, schildert am 19.11. die diplomatischen Bemühungen des Irak für die Zeit nach den Sanktionen. Das International Action Center verweist in einem Text von Mitte September auf den "Iraq Liberation Act" der US-Regierung von 1998, der 97 Millionen Dollar für offene und verdeckte Operationen u.a. im Bereich Medienpropaganda zur Verfügung stellt. Es wird auch eine Meldung von Associated Press zitiert, wonach die irakische Opposition 4 Millionen Dollar bekommen soll. Im Commonsdreams Newscenter for the Progressive Community finde ich in der Presseschau einen Irak-Bericht des britischen Observer vom 19.11., Titel: "Lift the Sanctions Against Iraq Now": Autor John Nichol reiste in den Irak und erwähnt auch die regelmässige Bombardierung durch GB- und US-Flugzeuge als "nicht erklärten Krieg". Er schreibt: "Niemand kann leugnen, dass Teile des irakischen Regimes repressiv und böse sind. Aber wir schaffen es, mit anderen ähnlichen Regimen täglich umzugehen. Nach 10 Jahren haben die Sanktionen nicht das gewünschte Ergebnis gebracht. Es ist Zeit, dass sie aufgehoben werden." Nichol, der im Golfkrieg selbst Einsätze geflogen ist, wurde von den Menschen im Irak freundlich empfangen und sprach auch mit einem Colonel der irakischen Luftwaffe. Sie waren sich einig, dass gerade das Militär recht wenig tun kann, um die bestehende Situation zu lösen. Dem Standard entnehme ich eine Meldung vom 20.10. über den aktuellen Amnesty-Bericht über Folter. Die in mehr als 70 Staaten angewendet wird, wobei sich auf der Liste der Staaten, die als besondere Negativbeispiele auffallen, neben dem Irak auch bspw. die USA, Israel, die Palästinensischen Autonomiegebiete befinden. Und was ist nun mit den enthaupteten Frauen? Ja, ich fand sowas auch im Web - auf der Seite der US-Iraq Foundation, die meldet, dass eine Ärztin unter Prostitutionsverdacht enthauptet wurde. Und es gäbe "Gerüchte", dass "Frauen von untadeligem Ruf" wegen Prostitution hingerichtet worden seien. Die Iraq Foundation arbeitet für Demokratie und Menschenrechte, äussert sich jedoch zumindest auf ihrer Webseite nicht zu den Sanktionen. Was ist also nun von der "stillen Post" von Frauensoli-Lunacek zu halten? Wurden aus einer Frau zuerst 30, dann 180? Und selbst wenn es stimmen würde: wo bleibt der Protest gegen Hinrichtungen von Frauen im Iran (ja, sowas fand ich auch bei der Internet-Suche nach "iraq - execution - women")? Was ist mit den Sanktionen, die wesentlich mehr Menschen getötet haben als die bekannten Hinrichtungen (es ist auch dann noch ein Vielfaches an Opfern, wenn wir die 13.500 Verschwundenen zu den Hingerichteten zählen). Soll hier die Bereitschaft von NGOs und via MUND auch der "Zivilgesellschaft", sich für andere einzusetzen, für Regierungszwecke von USA und GB missbraucht werden? Ein Hinweis dazu noch: das erwähnte National Endowment for Democracy wird von seinem Planer Allen Weinstein so charakterisiert: "Vieles von dem, was wir machen, wurde vor 25 Jahren im Verborgenen von der CIA getan." NED verkauft sich so, dass die "Demokratie" in ausgesuchten Ländern, bspw. auch am Balkan, "gefördert" werden soll. NED beinhaltet die Gründung von Menschenrechtsorganisationen, die dann entsprechende Berichte liefern, die wiederum auch Vorwand für "humanitäre Interventionen" bieten können. Und selbstverständlich werden auch bestehende Organisationen beeinflusst.... Infos: http://www.guardian.co.uk (Suchfunktion - iraq - Jahr 2000) http://www.commondreams.org (Commondreams Newscenter mit vielen Links zu internationalen Berichten) http://www.iacenter.org (u.a. von Ramsey Clark betrieben, jenem US-Anwalt, der 1991 noch während des Krieges im Irak war, und dessen Bericht über zivile Ziele wie eine Babynahrungsfabrik zumindest hierzulande nur unter der Hand verteilt werden konnte, weil die Medien voll auf US-Linie waren; auf der Webseite wird NED in "Facing Threads and Brides..." zu Jugoslawien beschrieben) http://www.zmag.org (Z-Magazine, Noam Chomsky u.a., hat eigenen Irak-Schwerpunkt im Web, zu empfehlen bspw. "Squeezed to Death" von John Pilger) http://www.antiwar.com (Konservative Antikriegs-Organisation in den USA, die auch einen ausführlichen Pressespiegel anbietet) http://www.stratfor.com http://www.iraqfoundation.com PS: Bis auf Letzteres habe ich alle diese Quellen schon beim Kosovo-Krieg kennen- und schätzengelernt. Alexandra Bader
geposted von: Kurto Wendt Kurto.Wendt@reflex.at checkpoint countdown 17 checkpoint austria wien wird wirklich anders! am dienstag, 21. 11. beschloss das wiener plenum von checkpointaustria folgende blockadepunkte: 1) checkpoint alsergrund gürtel/lichtensteinstrasse 2) cp transdanubien reichsbrücke/22. U1-Kaisermühlen 3) cp boku restistance barawitzkagasse/klosterneuburgerstrasse 4) cp tüwi klosterneuburger brücke 5) cp südtirolerplatz südtirolerplatz 6) cp matzleinsdorferplatz matzleinsdorferplatz 7) cp penzing U4-bahn.Station Unter St.Veit 8) cp währingerstrasse ecke schopenhauerstrasse 9) cp volkstheater "2-er linie" 10) cp europaplatz westbahnhof 11) cp schule vor möglichst vielen schulen 12) cp ring babenbergerstrasse dieses punkte werden alle polizeilich angemeldet. alle menschen, die für sich und ihre freundInnen nochkeinen punkt gewählt haben, sollen sich ihren lieblingspunkt auswählen. dazu wird es noch mobile verkehrsberuhigungsgruppen geben cp penzing - studierende und lehrende: für alle, die keine eigenen institutssperren organisieren, ist die westeinfahrt bei UnterSt.Veit der zentrale Treffpunkt. cp-schule schülerInnen und LehrerInnen an schulen die ein aktives komitee haben sollen die nächste größere strasse vor ihrer schule blockieren. cp-parlament - ögb gegen budget der grausamkeit ab 17 uhr gibts vom ögb organisiert eine menschenkette ums parlament. wir wollen jedenfalls die abfahrt der fpövp-abgeordneten verhindern. ein basiscamp in unmittelbarer nähe zum erfahrungsaustausch über morgentliche ereignisse und zum aufwärmen ist bereits organisiert. cp-austria bundesweites seminar am sonntag, 26.11. um 13 uhr findet in salzburg, elisabethstrasse 11 ein bundesweites seminar zu rechts- und logistikfragen statt! cp-plakate und T-shirts sind erhältlich auf der gruwi, rooseveltplatz 5a und im cafe dogma, lichtentalergasse 20 alle infos aktuell auf unserer homepage: www.checkpointaustria.at
von: flo - nasenbein@uboot.com von: plattform für eine welt ohne rassismus der folgende artikel stand letzte woche (15.11.2000) in der presse. da braut sich irgendwas zusammen. falls jemand was genaueres weiss - bitte um rückmeldung. danke, flo nasenbein@uboot.com Dealer-Unwesen nimmt zu Polizei plant Großrazzia Hilferufe aus den Kommissariaten erreichen vermehrt das Sicherheitsbüro: Die Kripo-Beamten in den Bezirken können der ausufernden Dealer-Szene nicht mehr Einhalt gebieten. WIEN. Montag abend, 20 Uhr, U 6-Station Gumpendorfer Straße. Polizisten beobachten einen Drogenhandel. Als die Beamten eingreifen, leistet einer der Männer sofort Widerstand und verletzt einen Uniformierten an der Hand. Kenedy I. (20) kann nach einer kurzen Verfolgung festgenommen werden. Rund eineinhalb Stunden später spielt sich in der Brigittenau eine ähnliches Szene ab. Erst nach Einsatz eines Pfeffersprays kann die Polizei einen mutmaßlichen Dealer festnehmen. Auch hier wird ein Beamter verletzt. Die Dealer-Szene in Wien ufert aus. "Aus vielen Bezirken kommen Hilferufe von Kollegen. Sie sind mit ihren Möglichkeiten am Ende, das Personal fehlt", berichtet Michael Braunsperger, Suchtgiftreferent im Sicherheitsbüro. Um den Drogenhandel auf den Straßen, der nach wie vor von Schwarzafrikanern beherrscht wird, einzudämmen, soll wieder eine Großrazzia - ähnlich der Operation Spring - geplant sein, hört man in Polizeikreisen. "Es gibt demnächst eine Aktion", bestätigt Braunsperger, ohne nähere Angaben machen zu wollen. Die Zentren des Straßenhandels mit Kokain und Heroin seien derzeit vor allem der Bereich um die Friedensbrücke, der Stadtpark, der Südtiroler Platz und das Areal um den Südbahnhof. Immer öfter stelle man fest, so Braunsperger, daß die Dealer ihre Drogenkugeln nicht nur im Mund, sondern auch im After mit sich tragen. Beobachten Beamte einen Dealer beim Verschlucken einer Drogenkugel, sind sie seit dem Sommer verpflichtet, einen Notarzt zu verständigen, bevor sie eingreifen. (ARTIKEL VON KLAUS STÖGER)
von : Markus Wenninger Markus.Wenninger@uni-klu.ac.at Eine Bemerkung zum heutigen Kettenbrief für Frauen in Afghanistan: Die Sache ist ohne Zweifel richtig und sehr wichtig, aber solche Kettenbriefe sind, gelinde gesagt, ein "Schmarrn" (und hier spreche ich aus Erfahrung mit anderen solchen Listen): 1. Bis ein solcher Brief tatsächlich durch die geforderten - hier 300 - Stationen gegangen ist, dauert es ziemlich lange, selbst wenn man (sicher sehr optimistisch!) annimmt, daß er durchschnittlich im Tag zwei oder drei Stationen schafft. 2. Sehr viele Briefe schaffen diese 300 Stationen nie, bleiben also unterwegs liegen. 3. Seriöse Unterschriftenlisten können aus solchen Kettenbriefen nur mit sehr viel Aufwand hergestellt werden, weil ja bis auf die allerletzten Namen alle auch auf - meist sehr vielen - anderen Listen vorkommen und erst mühsam herausgefiltert werden müssen. 4. Kürzlich hatte ich mit einem gleich organisierten Brief (Grenze: 200 Namen) in einer auch sehr unterstützenswerten Sache in Brasilien zu tun. Die 200 waren zwar noch nicht ganz voll, aber ein Kollege von mir wollte bei der angegebenen Mailadresse für die fertige Liste etwas rückfragen. Fazit: Die Adresse existierte inzwischen gar nicht mehr! Daher: Unterschriftenlisten sind nur dann sinnvoll, wenn jede einzelne auf der Zieladresse (sei das nun Mail, eine Webside oder sonst was) einläuft. Das würde es aber auch möglich und sinnvoll machen, Aufrufe dafür über "sheherazade" oder ähnliche Verteiler loszulassen. Markus
von: Die Grünen Kärnten kaernten@diegruenen.carinthia.at Presseinformation Mittwoch, 22. November 2000 Die Grünen/ Lavant/ Ölalarm Lavant mit 20.000 Liter Heizöl verseucht Johann: "Land muss klare Konsquenzen ziehen!" Wolfsberg/Klagenfurt "Klare und rasche Konsequenzen aus dem Tankwagenunglück an der Lavant," forderte heute Grün-Landessprecher Michael Johann. "In den letzten Jahren gab es in Kärnten mehrere Fälle, wo Flüsse verseucht wurden. Nun ist es höchst an der Zeit endlich konkrete Massnahmen zum besseren Schutz unserer Gewässer umzusetzen. Dazu gehören Fahrbeschränkungen für Mineralöltransporten entlang von Fließgewässern, bessere Inspektionen der Tankwagen, Tempolimits sowie scharfe Verkehrskontrollen. "Nun sind 20.000 Liter Heizöl in die Lavant geflossen, der Fluß stinkt im wahrsten Sinne des Wortes zum Himmel," berichtet der Wolfsberger Grün-Mandatar Ulrich Habsburg-Lothringen. "Ich habe trotz des vom Regen getrübten Wassers bereits zahlreiche tote Fische gesichtet. Der wirtschaftliche Schaden geht vermutlich in die Millionenhöhe, der ökologische Schaden ist noch gar nicht absehbar: Durch das Hochwasser konnten die Ölmengen nicht abgesaugt werden: Öl gelangte auch in die Drau und wird die Gewässer vermutlich bis weit nach Slowenien hinein verseuchen. Durch das Hochwasser sind die Ufer weit hinauf mit einem Ölfilm benetzt." Kritik üben die Grünen auch an Landeschemiker Polzer, der nach Gewässerverschmutzungen die Situation oft verharmlose, statt wirksame Massnahmen zur Verhinderung von weiteren Unglücken auf politischer Ebene zu fordern. Die Grünen fordern nun Sofort-Maßnahmen zur Reinigung der Lavant-Ufer, die von dem betroffenen Transportunternehmen bezahlt werden müssten. Weitere Informationen: Michael Johann 0664/2668548
von : KPÖ Steiermark - kp.stmk@nextra.at Mittwoch, 22. November 2000 Presseinformation der KPÖ Steiermark EU wirft Bus und Tram auf den Markt Ausschuss des Städtebundes bestätigt Kritik der Grazer KPÖ Der Verkehrsausschuss des Städtebundes hat auf seiner Sitzung in Graz den Protest der Grazer KPÖ gegen die neue EU-Verordnung zum Öffentlichen Personennahverkehr vollinhaltlich bestätigt. Das stellte Klubobfrau Elke Kahr am Mittwoch fest. Bekanntlich hat die EU-Kommission am 26.7. den Beschluss über die "kontrollierte Marktöffnung" des öffentlichen Personennahverkehrs für multinationale Verkehrsunternehmen gefasst. Laut einer Aussendung der Kommission sieht der Entwurf vor, dass künftig Autobus- oder Straßenbahnlinien-Verträge mit einem Wert von mindestens 400.000 Euro (5,5 Mio. S) beziehungsweise 800.000 Euro (11,2 Mio. S) europaweit ausgeschrieben und nach den EU-Richtlinien an den Bestbieter vergeben werden müssen. Die Pressemitteilung der EU-Kommission behauptet zwar, dass sie für eine Gleichbehandlung des privaten und des öffentlichen Personennahverkehrs eintritt und keine Privatisierung durchsetzen will. Die gesetzten Fakten sprechen aber eine andere Sprache. Österreich, Deutschland und Portugal wehren sich heftig gegen diesen Plan, weil die vorgeschlagene Übergangsfrist von drei Jahren viel zu knapp bemessen sei, um kommunalen Verkehrsunternehmen eine faire Wettbewerbschance gegen private Mitbewerber zu lassen. Die Vielzahl von Mitteilungs- und Kontrollpflichten, die der Entwurf mit sich bringe, würde außerdem den Verwaltungsaufwand explodieren lassen, begründen die drei Staaten ihre Skepsis weiter. Für die Umstrukturierung der kommunalen Verkehrsbetriebe wird - heißt es aus dem Verkehrsausschuss des Städtebundes - eine Übergangsfrist von fünf bis zehn Jahren vorgeschlagen. Der EU-Entwurf wird am Freitag, 24. November, in Brüssel diskutiert. Die KPÖ wendet sich gegen den Entwurf in seiner Gesamtheit, weil er nur den Interessen privater Konzerne dient, die europaweit in den ÖPNV einsteigen wollen.
von: Antiimp Koord aik@beam.at Zwischen 23. und 27. November wird Herr Alberto Martinez, Vertreter der Internationalen Kommission der kolumbianischen Aufstandsbewegung FARC-EP, zu Gast in Wien sein. Der Besuch dient der Information über die Möglichkeiten und Gefahren des seit zwei Jahren laufenden Friedensprozesses mit der kolumbianischen Regierung, um einen mehr als 50 Jahre andauernden Bürgerkrieg zu beenden. Gerade angesichts des erst am 14.11. verkündeten vorläufigen Einfrierens der Gespräche aufgrund eines Treffens der Regierung mit Vertretern der paramilitärischen Kräfte erhält die Frage des Friedens in Kolumbien neue Aktualität, nicht zuletzt da die gesamte Region (Venezuela, Ekuador und Brasilien) von einer neuerlichen Eskalation betroffen wären. Wir möchten Sie deshalb zur Pressekonferenz von Herrn Alberto Martinez einladen, die am Freitag, 24.11. um 10.30 Uhr im Cafe Landtmann stattfinden wir. Mit freundlichen Grüßen Gernot Bodner (Koordinator des Besuchs von Alberto Martinez) ********************************* Antiimperialistische Koordination Pf. 23, 1040 Wien, Austria Tel&Fax: ++43 1 504 00 10 aik@beam.at www.antiimperialista.com
von: Context XXI zoom@mediaweb.at Wenn Linke vergleichen AnttimperialistInnen sehen überall Holocauste; AntirassistInnen setzen Schubhäfen, MenschenrechtlerInnen Lager während des Bosnienkrieges, TierrechtlerInnen "Tierfabriken" mit KZs gleich. Soll mit Holocaustrelativierungen die Massen erreicht werden? RevisionistInnen freuen sich jetzt schon. von Marc Zannoni Wer meint mit dem Vokabular, das ihr/ihm zur Beschreibung derzeitiger Zustände zur Verfügung steht, nicht auszukommen, greift auch gern mal zu Superlativen menschlicher Bestialität. Andere, denen die Worte nie ausgehen, stört die Singularität, die sie an die eigene Verstrickung mit dem größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte erinnert und ihnen die unbeschwerte Anpragerung Israels, oder gar unverblümt aller Juden und Jüdinnen, vermiest. Die Entdeckung des Gefühles als Denkorgan gibt dem Rest die Selbstsicherheit, RassistInnen, FaschistInnen und eliminatorische AntisemitInnen mit AnthropozentristInnen, ungeachtet all der daraus resultierenden Konsequenzen, gleichzusetzen. In der Gewissheit sich politisch links, d.h. auf der richtigen Seite, wähnen zu können, ist es all jenen unbegreiflich, potentielle StichwortgeberInnen und ideologische WegbereiterInnen für reaktionäres Gedankengut, dem sie sich durchaus antagonistisch gegenüber sehen, zu sein. Geballt trat die Verwilderung verschiedener Bereiche linker Gesellschaftkritik heuer im Juni auf. Den Anfang machte gleich mal ein Referat über Volk und Nation im EKH, welches zur unvermeidlichen Auseinandersetzung zwischen Antinationalen und AntiimperialistInnen führte. Letztere sahen in gewohnter Manier die Verwendung des Begriffes "Holocaust" zur Kennzeichnung unterschiedlicher Verbrechen an der Menschheit, an prominenter Stelle die Sklaverei in den USA, als gerechtfertigt an. Daß andere Linke diesen Weg schon beschritten haben und rechts gelandet sind, stört nicht weiter, denn Hauptsache antizionistisch, national selbstbestimmt und unter sozialistischer Fahne fürs Volk kämpfen.1 Im Widerstandsmund,2 einem Rundmail der Protestbewegung gegen schwarzblau, schrieb ein gewisser "john s.", daß die "Schubhaft [...] heutzutage die moderne Form des Konzentrationslagers" sei, und weiter zum Thema Stürmung des Schlingensief-Containers: "Dort wurde ein mutiger Befreiungsangriff auf ein Konzentrationslager inszeniert."3 Vollkommen ignorant reagiert selbiger auf die Kritik, die zwei Tage später folgt. Er habe nur einen wichtigen Beitrag zur Debatte schreiben wollen und er stehe noch immer zu der Aussage. Seine darauf einsetzende Rechtfertigung führt über die englische Sprachwissenschaft zur These eines modernen Hitlers und landet schlußendlich beim Zwang, vergleichen zu müssen. In vollkommen verquerer Weise wird denen, die die historische Einmaligkeit von Konzentrationslagern betonen, vorgeworfen, "viel zu sehr den Nationalsozialismus und seine Folgen in eine hermetisch versiegelte Schublade in der Vergangenheit zu schieben" und "in dem abgehobenen Namen eines so! rgfältigen Umgangs mit der Vergangenheit, schafft man nur eine schädliche Verdrängungspolitik, die jeden Diskurs über diese Vergangenheit mit Bezug auf die Gegenwart tabuisiert."4 Zwar steht Günther Ecker von SOS-Menschenrechte den Ausführungen Johns ablehnend gegenüber, kann aber selber nicht umhin, im Bosnienkrieg "KZs" zu verorten,5 und findet einen Tag später, daß "den gesamten Beitrag und die Person niederzumachen, weil man mit einem Detail nicht einverstanden ist" (Hervorhebung d. Verf.), unklug sei. Unbeirrt trifft John in derselben MUND-Ausgabe eine Feststellung, die sonst in Faschoblättern anzutreffen ist: "Ich lasse mich von der Tabuisierung mit Sachen drittes Reich, die ich angesprochen habe nicht bevormunden."6 Letzter Beitrag in dieser Debatte schickt die Ökoli, die klarstellt, daß der Begriff "KZ" "hierzulande nun einmal keine Lager im Burenkrieg, sondern Dachau und schließlich auch Ausschwitz" bezeichnet. 7 Ende Juni tauchte schließlich im MUND auch noch eine ! Vortragsankündigung auf, welche sich der besonderen "Kraft" des Swasti Mit der Zuspitzung der politischen Lage im Nahen Osten fanden sich natürlich wieder die üblichen Mails der Revolutionär Kommunistischen Liga (RKL) im MUND, die die Unterdrückung der PalästinenserInnen mit der Schoa gleichsetzen. Am Dienstag, den 18. Oktober rutschte dem verantwortlichen Redakteur sogar ein Mail mit offenem christlichen Antisemitismus durch und fand sich damit in der von fünftausend Personen gelesenen Internetzeitung wieder. Den Preis für Jenseitige des Jahres erhält aber das TATblatt für dessen 80-Seiten starke Tierrechtsnummer, in der bis auf die InterviewerInnen einer neunseitigen Diskussion nur TierrechtlerInnen zu Wort kommen. Zentrales Anliegen dieser Ausgabe war laut Eigendarstellung die Überwindung von gegenseitigen "Vorurteilen" der Tiergruppen und ihrer KritikerInnen, sowie die Vorstellung verschiedener tierbewegter Initiativen und Theorien zur Behebung "mangelnder Informationen". Um die menschenverachtendsten Teile der Sondernummer nachvollziehen zu können, sei erst einmal ein zentraler Begriff der EntdeckerInnen neuer Antagonismen vorgestellt: der Speziezismus als Kennzeichnung einer "willkürliche[n] Benachteiligung anderer aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Tierart".8 Dem ist die Vorstellung zugrundegelegt, daß die geläufige Grenzziehung zwischen Mensch und Tier eine zu dekonstruierende Konstruktion sei. Grund dafür ist die Ansicht, daß leidensfähige Lebewesen, also Menschen und Tiere, die gleichen Rechte in der Gesellschaft innehaben sollen und gleich behandelt werden müssen. Behauptet wird des weiteren, daß Tiere ebenso wie Menschen ein (Selbst-)Bewußtsein, Individualität, Empfindungen und die Fähigkeit zur Selbstentfaltung bzw. Entwicklung besitzen. Menschen, die diese Gleichsetzung nicht ziehen möchten, wird vorgeworfen, für die Ausbeutung und das Quälen von Tieren zu sein. Ein Vorwurf der völlig am Punkt vorbeigeht. Nicht grausam! er Umgang mit Tieren ist das Anliegen der KritikerInnen, sondern die Erahnung der Konsequenzen und Fehlerhaftigkeit, die einer derartigen Gleichsetzung inhärent ist, wie auch die in weiterer Folge durch Speziezismus-Vorwürfe verdeckte Gesellschaftsanalyse. Kennzeichen des geistigen Zustandes in der für Tiere kämpfenden Szene sind die, aus der konsequenten Umlegung Menschen benachteiligender Einstellungen auf Tiere zustandekommende, unsäglichen Vergleiche mit Sklaven, KZs oder Vergewaltigungen. Damit ist es nicht verwunderlich, wenn TierrechtlerInnen Menschen, die einen Unterschied zwischen Mensch und Tier sehen, als faschistisch bzw. rassistisch bezeichnen, oder die wertmaximierende Nutzung von Tieren auf Speziezismus zurückführen. So sehr die Tieravantgarde ihrem Nivellierungsansatz moralische Wahrheit zuschreibt, so wenig erfaßt sie den gesellschaftlichen Status quo, deren Verfasstheit die reale Auswirkung dieser "veritas" mehr beeinflußt als ein marginalisierter Idealismu! s. Je mehr die Distinktion zwischen Menschen und Tieren verschwindet, wahrscheinlicher wird der objektivierte Zugriff der Eugenik, Euthanasie und Genetik auf den Menschen. Vorbildwirkung hat in diesem Zusammenhang Peter Singer, dessen Kriterien "leidend," "selbstversorgend" und "Selbstbewußtsein" ein Lebewesen mit den Prädikaten "lebenswert" oder "lebensunwert" abstempelt, sowie die Aufhebung der Mensch-Tier-Grenze die Etablierung anderer Trennlinien ermöglicht. Für Singer besitzen Menschen, die sich selber nicht versorgen können, wie "geistig schwerstbehinderte Kleinkinder" oder "Menschen mit fortgeschrittener Senilität", weniger Recht auf Leben als Tiere. Zu betonen ist, daß diese Ansichten nicht an eine Einzelperson gebunden, sondern ein Produkt sind, welches diskursiv durch das Konzept "Speziezismus" denkbar gemacht wurde. Manche gehen sogar so weit, Viren ein "Lebensrecht" zuzugestehen. Letzten Endes muß eine ernstzunehmende Kritik darauf hinaus laufen, Gesellschaft als eine von Menschen gestaltete bzw. gestaltbare zu begreifen und jede B! estialisierung und Naturalisierung des Menschen sein zu lassen, um den Blick für soziale Strukturen und Mechanismen freizubekommen.9 Ein Aktivist der "Offensive für Tierrechte" (OFT) publizierte in der TATblatt-Sondernummer einen Artikel mit der Überschrift "Tier-KZ? Analyse und Verwerfung eines Vergleiches".10 Rationaler Auseinandersetzung verpflichtet ungeachtet der Fragestellung, und "gegenüber Speziezismus unvoreingenommen" untersucht der Autor die in der Tierrechtsbewegung anzutreffende Gleichsetzung von Massentierhaltung mit KZs. Anfangs läßt der OFTler keinen Zweifel daran, daß die anderen, die "Bürgerlichen", jene sind, die die obigen Vergleiche ziehen und nicht jene Fraktion der TierrechtlerInnen, zu denen er sich zählt, die "überzeugte[n] antifaschistische[n] und dezidiert anarchistische[n] Tierrechtsgruppen." Nachdem er sich der Darstellung nationalsozialistischer Ideologie gewidmet hat, wird seine Intention spätestens im Abschnitt "Asylantenheim oder Tiertransporter" verdächtig, wo er den Versuch unternimmt, die Legitimität vergleichender Analysen darzulegen. Die Bestätigung folgt darauf. Zuerst gesteht er KZ-Überlebenden und deren Verwandten, das Recht zu, KZ-Vergleiche zu ziehen, unter anderem auch Peter Singer, Enkel im KZ Ermordeter, und zugleich prominenter Eugeniker. Daran anschließend wird den Überlebenden Ruth Klüger und Edgar Kupfer-Koberwitz, deren Erfahrungen es ihnen verunmöglichen, sich "von dem Leid und vom Tod anderer Lebewesen [zu] ernähren," unterstellt, einen Vergleich des eigenen Leides mit jenen von Tieren bzw. der Massentierhaltung mit KZs zu ziehen, noch dazu als Konsequenz persönlicher Erlebnisse. Welche Definition von Vergleich der Autor anwendet, ist nicht eruierbar, möglich wäre eine die schon die Wahrnehmung eines Leidens seitens der Tiere als Vergleic! h mit dem eigenen Leiden interpretiert, aber ebenso wahrscheinlich ist eine Bedeutung von Vergleich, die Gleichsetzung impliziert. In dieser Spannbreite bewegt sich der Text, der selbst in der ersten Auslegung eine Mißrepräsentation und Verharmlosung der Gleichsetzungen darstellt, schlechtesten Falls, unter Berücksichtung des Kontextes in dem er schreibt, ZeitzeugInnen das Ziehen von Äquivalenzen unterjubelt. Prinzipiell ist aber noch anzumerken, daß ungeachtet der konkreten Person, die eine Gleichsetzung äußert, der Inhalt einer solchen immer gleich falsch ist. Für den Mangel an ernsthafter Auseinandersetzung mit Antisemitismus steht dann der Satz: "Bei Vereinen wie dem VgT-Schweiz ist eine antisemitische und bewußt geschichts-revisionistische Motivation sogar wahrscheinlich." Es scheint, als ob die Warnung Kesslers, der Vorsitzende des VgT-Schweiz vor "getarnten jüdischen Kreisen", sein Kampf gegen das schweizer Antirassismus-Gesetz und seine Internetseite, auf der ein Video über "jüdisches Schächten" zum downloaden oder ein Artikel mit der Überschrift "Schächtprozess: Jüdische Medienmanipulation" zu finden ist, nicht ausreichend sind, um eine klare Aussage zu treffen. Doch noch einmal zurück zum vorletzten Absatz. Unter der Überschrift "Verhöhnung der Opfer?" leitet der Schreiber zu jenem Teil über, welchen er noch nie über den Tierstammtisch hinaustragen durfte. KZ-Überlebende, welche Vergleiche ziehen, seien es nun von KZ-Überlebenden selbst gezogene oder vom Autor in den Mund gelegte, dürfen dies seinen Ausführungen nach tun. Allen anderen werden nur zwei mögliche, für den Autor unzutreffende, Argumente zugestanden, mit denen sie sich gegen einen Vergleich der Opfer der Shoa mit Tieren wehren dürfen. "Dieses Argument [Verhöhnung der Opfer, d.V.] ist eher fragwürdig, da sich die lebenden oder toten Opfer der Shoa nur 1) durch den Vergleich ihrer Leiden mit den Leiden von ,geringeren Individuen' wie nichtmenschlichen Tieren oder 2) durch den Vergleich ihrer Leiden mit ,geringeren Leiden' verhöhnt, gedemütigt oder gekränkt fühlen können." Seine Kommentare lesen sich wie folgt: "Ad 1.) Den Leiden von Menschen und Tieren ist der gleiche Respekt zu zollen, alles andere ist nichts anderes als der Ausdruck des gewohnten herrschenden Speziesismus, für den es keine Grundlage außer Gewohnheit, Bequemlichkeit, Willkür und Macht der herrschenden Gruppe gibt (in allen bisherigen Gesellschaften: speziesistische Menschen). "Ad 2.) Es ist kein überzeugender Grund vorgebracht worden, warum die Opfer der Nazis mehr gelitten haben sollen als die Opfer der heutigen Mord- und Ausbeutungsfarmen der Tierindustrie.[sic!]" Zuerst wird jenen KZ-Überlebenden, die ihr Leid mit jenen von Tieren vergleichen, die Berechtigung zugesprochen dies zu tun. Im zweiten Schritt werden alle anderen, durch die Argumente die der Autor diesen zugesteht, als SpeziezistInnen "entlarvt" bzw. die Bewertung ihrer Leiden im KZ aberkannt. Mit dieser eigenwilligen Beweisführung schwingt sich der Autor zum Richter über die Erfahrungen und Reaktionen KZ-Überlebender auf. Sein Text ist die logische Schlußfolgerung eines Ansatzes, der jeglichen Unterschied zwischen Tieren und Menschen verleugnet. Nicht genug, schließt der OFT-Denkfaule mit der Aussage: "Ich bin aber auch nicht der Auffassung, daß das, was den Tieren heute angetan wird, weniger schlimm oder weniger verurteilenswürdig ist, als das, was in den NS-Konzentrations-, Arbeits- und Vernichtungslagern, in den Ghettos und auf den Straßen der Städte vor Augen aller geschehen ist." Wurde zuerst der KZ-Vergleich vom Schreiber angeprangt, so entpuppt sich dies als rein symbolische und oberflächliche Geste. Das Grauen und das Leiden, welche während des Nationalsozialismus erlebt wurden, wird durch seine Überlegungen relativiert und Vergleiche mit dem NS-Regime ermöglicht. Somit unternimmt er doch noch einen Vergleich, den er zuvor anscheinend nur aufgrund seiner beliebigen Anwendung und nicht ob seiner Verneinung der Singularität kritisiert hat. Auch die im Anhang kommentarlos vorgestellten Gruppen und Zeitungen haben es in sich. Ganz keck zieht sich die TATblatt-Redaktion mit dem Hinweis, die LeserInnen seien ja "mündige Menschen," aus der Bredouille, Verantwortung für die Inhalte ihrer Zeitung übernehmen zu müssen und schließt mit "Also, selber ausprobieren". Was soll hier selber ausprobiert werden? Neu-rechtes oder verqueres linkes Gedankengut zu erkennen? Wer so viel Vertrauen in die "Lesyschaft" hat, darf sich nicht wundern, wenn sie ihnen pseudo-kritische "Tier-KZ"-Artikel zukommen läßt. Aber auch die Redaktion selber hat ihre Schwierigkeiten, mündig zu sein, stellt sie doch ein Bild eines Menschen, dessen Waffe auf Schafe gerichtet ist, drei Seiten vor ein bekanntes Bild der Ausstellung "Vernichtungskrieg - Verbrechen der Wehrmacht", in dem Angehörige der Wehrmacht Menschen erschiessen, druckt die Adressen antisemitischer und rassistischer Gruppen trotz ihres Wissens um die dort gängigen KZ-Vergleiche ab und ! erwidert auf einen kritischen Lesybrief der Ökoli mit einem trotzigen Hinweis auf das mehr als dürftige Alibi-Editorial. Angst vor Auseinandersetzung ist auch eine Form der Auseinandersetzung. Einen Blick auf die Internetseiten von "TaTsache" zu werfen, hätte genügt, um herauszufinden, daß die von "Tierschutz aktiv Tirol" herausgegebene Zeitschrift einen Artikel von einem Wilhelm Busch abdruckt, der behauptet die "wertende Unterteilung in Unter- und Herrenmenschen," soll heißen Rassismus, gäbe es nicht mehr. Desweiteren wird dort der in "islamischen und jüdischen Ländern" von TouristInnen erwartete "Respekt vor Gesetz und Religion" beklagt, während Angehörige dieser beiden Religionen in Österreich diesen "Respekt" vermissen ließen. Auf der Internetseite des VgT-Österreich stossen Recherchierende auf "Tiertodestransporte", "Schweine-KZs" und die stolze Erwähnung ihres verstorbenen Förderers, William Weiss, der mit der "Fondation Brigitte Bardot" zusammenarbeitete. Nicht nur VgT-Schweiz und VgT-Deutschland sind antisemitisch, sondern auch der VgT-Österreich wettert gerne gegen das Schächten und, mit rechten Gruppierungen, gegen EU und "Großfinanz." Lauffeuer, eine im TATblatt vorgestellte vegane Zeitschrift, besitzt sichtlich Schwierigkeiten, mit gesellschaftlicher Analyse. Mensch stößt bei der Lektüre eines ihrer Hefte auf den Drang, "faschistisch" und "rassistisch" (dieses Wort wird neuerdings jenen vorgeworfen, die gegen Kampfhunde sind) ihrer Bedeutungsmacht zu berauben, sowie auf die dumme Polemik, KritikerInnen des antispeziezistischen Ansatzes in einer Kontinuität mit AnthroposophInnen, EsoterikerInnen und Nazis der ersten Hälfte des 20. Jhdt. zu stellen. Klassisch kulturpessimistisch wird in eine! r anderen Ausgabe die Bösartigkeit des Menschen ontologisiert, denn diese habe sich seit Jahrtausenden nicht geändert, da hilft auch keine Entnazifizierung. Dadurch wird wieder einmal der Nationalsozialismus seiner qualitativen Differenz zu bisherigen Diktaturen, Kriegen und Unterdrückungsformen beraubt und verharmlost. Ebenso unbekümmert hantiert die Eule mit Begriffen, etwa wenn sie von einer "Pogromstimmung" gegen Frontline, einer hardcore veganen Gruppe in Deutschland mit rechten Tendenzen, schreibt.11 Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, daß die OFT auf ihrer Homepage ein Bild eines Pelzgeschäftes mit "Alltagsfaschismus" untertitelt und die "Internationale Vegetarische Iniative" sowie die "Vegane Gesellschaft Österreich" Bücher von Eugenik-Befürworter und "Antispezizisten" wie Kaplan, Plank und Singer empfehlen. Letztere beziehen sich auch positiv auf ein Buch, welches einen Vergleich der "Tierindustrie" mit US-amerikanischer Sklaverei betreibt. Verantwortlich für die Akzeptanz solcher Positionen sind nicht nur die Tierrechtsgruppen selbst, sondern auch jene, die Schweigen und sich weigern sich zu positionieren, sei es im EKH, im TATblatt-Kollektiv oder im MUND bzw. dessen Redaktion. Aus Angst die linksradikale Szene zu "spalten" wird auf Inhalt verzichtet und Kritik ignoriert, um noch irgendeine politische Massenrelevanz zu besitzen. Nicht zu bedenken, daß diese Faulheit sich in Form von Anknüpfungspunkten für reaktionäre Ideologien rächt, gehört ebenso zum Verdrängungsprozeß wie die standhafte Weigerung, sich einen Standpunkt zu erarbeiten. Durch die Tolerierung mehr als problematischer Inhalte findet dennoch eine Positionierung statt, die konsequenterweise zur Distanzierung von jenen führen müßte, die solch menschenverachtende Positionen tolerieren. 1 siehe: Léon Poliakov, Vom Antizionismus zum Antisemitismus, ca ira, 1992 2 http://www.no-racism.net/MUND 3 MUND 20.6.2000 4 MUND 22.6.2000 5 MUND 23.6.2000 6 MUND 24.6.2000 7 MUND 26.6.2000 8 zit. nach Richard Ryder in: TATblatt 11/12/13/14/2000 Tier?Rechte, S. 40 9 mehr zu Speziezismus siehe: Jutta Ditfurth, ÖkoLinX, Ulli Krug "Böse Juden, liebes Vieh", http://www.comlink.de/cl-hh/m.blumentritt/ 10 TATblatt 11/12/13/14/2000 Tier?Rechte, S. 25-31 11 Ditfurth Jutta, Entspannt in die Barbarei, S.156, Konkret Literatur Verlag, 1997 Dieser Artikel ist in der aktuellen Nummer (6/2000) der Zeitschrift Context XXI erschienen. Context XXI Zeitschrift - Radio - Internet Schottengasse 3a/1/4/59 A-1010 Wien Fon: +43-1/535 11 06 Fax: +43-1/532 74 16 http://contextXXI.mediaweb.at Das Probeabo: die nächsten drei Ausgaben kostenlos und unverbindlich. Es erfolgt keine automatische Verlängerung - Sie werden lediglich zur Fortsetzung im Normalabo eingeladen! Es gibt keine Öffentlichkeiten, es sei denn wir bilden sie! Für Freie Medien! Jetzt!
von: johannes knöbl - j_knoebl@teleweb.at wenn linke verurteilen... kommentar zu:Wenn Linke vergleichen Lieber Marc Zannoni, So sehr ich mich deinen Ausführungen zu den leichtfertigen Vergleichen anschließen kann, sosehr muß ich gegen deine Schlußfolgerungen - von denen ich mich z.T. sehr direkt angesprochen fühle - protestieren ! Du schreibst am Schluß deines Beitrags: Verantwortlich für die Akzeptanz solcher Positionen sind nicht nur die Tierrechtsgruppen selbst, sondern auch jene, die Schweigen und sich weigern sich zu positionieren, sei es im EKH, im TATblatt-Kollektiv oder im MUND bzw. dessen Redaktion. Gerade im Zusammenhang mit dieser Schlußfolgerung finde ich es unerträglich, genau jene Mails (mit netten Quellenangaben) die in dein Bild passen, zu beschreiben - die Vielzahl von Beiträgen - sowohl von Lesern, als auch von MUNDreds, die sich lange und kritisch mit diesen positionen auseinandergesetzt haben, aber einfach nicht zu erwähnen ! aber es sieht natürlich auch viel besser aus, wenn der eindruck entsteht, wir haben erst marc zannoni gebraucht, um zu begreifen, dass mit manchen positionen der linken was nicht stimmt... Es gab im Gegenteil eine sehr lange Debatte zu diesem Thema - diese Diskussion läuft ja nun schon einige Zeit. Nachdem du offensichtlich den MUND recht genau nach Beiträgen durchsucht hast, die in deine Ausführungen passen, finde ich es mehr als unredlich von einem "schweigen der MUNDred" zu sprechen. Wir haben als Redaktion die Position vertreten, dass es wenig Sinn macht Kommentare einfach wegzulassen und zu zensurieren. Wie aber eine möglichst offene form der "moderation" des MUNDs funktionieren kann, ist nicht zuletzt eine sache der auseinandersetzung, der diskussion. Geschwiegen haben wir ganz sicher nicht zu der Sache - ich habe selbst mindestens 5 recht ausführliche Kommentare verfasst, wo ich mich mit dummen Vergleichen, Antisemitismus in der Linken und einer leichtfertigen "totalen Solidarisierung" auseinandergesetzt habe. Eine reihe anderer MUNDreds haben sich ebenfalls deutlich in der Debatte zu Wort gemeldet - für die, auch von dir kritisierten Gruppen und Kommentare, gab es dabei wenig Verständnis. Aus Angst die linksradikale Szene zu "spalten" wird auf Inhalt verzichtet und Kritik ignoriert, um noch irgendeine politische Massenrelevanz zu besitzen. Die Angst habe ich nicht - das ist, zumindest im Bezug auf den MUND, ein lächerlicher Vorwurf ! Zwei Kommentare meinerseits aus der letzten zeit, bei denen ich mir viel vorwerfen lasse, aber nicht, dass ich so bemüht bin, "nicht zu spalten" und daher meine Meinung nicht mehr sage, möchte ich gerne anführen: MUND 09.11. Diskussion um einen nicht gebrachten Beitrag zwischen AST und MUNDtagesred (unter nicht gebrachte Beiträge) MUND 17.11. Re: Die ewige Antisemitismus Debatte! ...aber da gibt es einiges mehr, wenn du nicht nur suchen würdest, was du finden willst ! Nicht zu bedenken, daß diese Faulheit sich in Form von Anknüpfungspunkten für reaktionäre Ideologien rächt, gehört ebenso zum Verdrängungsprozeß wie die standhafte Weigerung, sich einen Standpunkt zu erarbeiten. Der Vorwurf der Faulheit betrifft wohl eher dich selbst: nicht weiter nachzuschauen und nicht tiefer gehen - sondern schön bei der eigenen Haltung bleiben, und damit gleichzeitig andere Leute schlecht machen...in diesem Licht gehen deine sehr richtigen Analysen der zu kritisierenden Beiträge, in einer dummen und unfairen Beschimpfung unter - schade drum. Durch die Tolerierung mehr als problematischer Inhalte findet dennoch eine Positionierung statt, die konsequenterweise zur Distanzierung von jenen führen müßte, die solch menschenverachtende Positionen tolerieren. Wir haben uns recht lange mit diesem Thema auseinandergesetzt - zweifellos gibt es dazu verschiedene Positionen. ( - oh, wir haben uns nämlich die Mühe gemacht uns Standpunkte zu erarbeiten...das wirst du uns nicht wegschreiben können...) In jedem Fall vertreten wir auch den Standpunkt, nicht eine bestimmte Meinung, als redaktionsmeinung, direkt auf den MUND übertragen - das ganze projekt hätte es sonst auch nicht gegeben. Das als Faulheit abzutun ist lächerlich - es gäbe für mich und die anderen MUNDreds wahrscheinlich viel besseres zu tun, wenn wir unserer faulheit freien lauf lassen würden. Es ist deine position sicherlich insoferne im krassen widerspruch zu der meinung der meisten MUNDreds, dass nicht jede verbreitung von dummen inhalten sofort zu einer infektion führen...vielmehr kann die auseinandersetzung mit diesen inhalten zu klaren positionen führen...gerade daher ist deine darstellung des MUND eine frechheit, weil dieses medium gerade durch rede und gegenrede funktioniert. (in diesem sinne antworte ich hier auf deinen beitrag, während die diffamierung des projekts MUND wohl kommentarlos in dieser form im Context (sic!) erscheinen wird... Es wäre interessant gewesen, tatsächlich eine konstruktive debatte zu führen, wie mit möglichst breiten diskussionsforen umgegangen werden soll. die "zensur!" rufe - von beiden seiten - mit umgekehrten vorzeichen, sind aber zumeist das einzige, was ich zu lesen bekomme... bei aller berechtigten kritik etwa der RKL-Beiträge, ich halte deine schlußfolgerungen und damit auch den ganzen beitrag für eine frechheit. du diffamierst dadurch leichtfertig die arbeit von einer reihe von menschen, die sich ein wenig mehr auseinandersetzung verdient hätten, als von dir einfach zu schweigenden trotteln erklärt zu werden, die keinen standpunkt besitzen. vielleicht deine faulheit ? dummheit ? arroganz ? ich habe kein problem meine standpunkte zu diskutieren - aber ich bin es langsam leid, mit einzelnen beiträgen gleichgesetzt zu werden - ja überhaupt dafür verantwortlich gemacht zu werden. ich bin mir des riskos sehr wohl bewußt, dass in einem relativ frei und offen funktionierenden medium auch harte auseinandersetzungen drohen - nur stellt dein beitrag in punkto: "anschütten ohne auch nur im geringsten auf die position der angeschütteten einzugehen" einen wirklichen höhepunkt dar - der umstand, dass du dich dabei mit deinen sehr persönlichen urteilen hinter einer "objektiven" sprache versteckst, macht die sache noch unerträglicher...da war mir ja manche handfeste beschimpfung beim arsch lieber - die waren irgendwie ehrlicher... aber es ist auch relativ einfach, die RKL, Tierrechtsverwirrungen oder sonstige positionen anzugreifen und zu zerlegen - so gut und dicht sind die ja nicht...aber nur diese beiträge heranzuziehen, um in wahrheit auf ein anderes ziel zu schiessen, ist billig. mir geht die selbstherrlichkeit, sich an derart schwachen und dummen positionen profilieren zu wollen, und gleichzeitig eine vielzahl anderer menschen gleich mit in den schmutz zu ziehen, schrecklich auf die nerven... faulheit ? aber weil wir faul sind und keine position haben, verbreiten wir auch diesen beitrag...auch auf die gefahr hin, uns weiter zu spalten... alles liebe johannes knöbl schweigendes mitglied der standpunktlosen MUNDred
von: Edgar Ernstbrunner hx65@dial.pipex.com Liebe Freunde! Ihr kennt doch sicher alle die Geschichte vom Elefanten und den Blinden, die ihn beschreiben sollen. So ähnlich kommt mir die Zionismus-Kontroverse vor, zu der in den letzten Tagen Michael Pröbsting, Milhouse Springfield und Samuel Laster wieder Beiträge geliefert haben: Jeder hat einen Teil der "Wahrheit", scheint aber auf die ganze Anspruch erheben zu wollen. Wir sollten doch alle wissen, wie komplex das Thema ist und wie wenig daher solche MUND-gerechten Beiträge bringen (außer daß dann jede(r) auf jede(n) bös ist). Mit lieben Grüßen Edgar Ernstbrunner hx65@dial.pipex.com
von: Hans Menner hansmenner@hotmail.com Seit 1983 kaempfen die Befreiungstiger von Tamil Eelam hedlenhaft gegen das
Imperialismus. Mit Kraft, Wille, Ueberzeugung, Selbstmordattentaten und Sprengbooten kaempfen sie fuer die Selbstbestimmung ihres Volkes, 10.000 MaertyrerInnen gaben dafuer ihr Leben. Genauso heldenhaft kaempft die Unabhaengigkeitsbewegung POLISARIO (westsaharische Volksbefreiungsfront) seit 1976 fuer die nationale Souveraenitaet und seit der blutigen Annexion durch "Marokko" 1979 gegen diesen Brueckenkopfk des arabischen Imperialismus. Seit Jahren verzoegert "Marokko" das zugesagte Referendum und versucht nicht-autochtone "Marokkaner" anzusiedeln, um die Abstimmung zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Nicht zu vergessen das tibetanische Volk und sein Kampf unter dem spirituell-revolutionaeren Fuehrer Dalai Lama gegen die "chinesische" FremdHERRschaft! Aber warum so weit weg gehen, auch in Europa gibt es das baskische, korsische, bretanische und das irische Volk, und alle, alle fighten fuer nationale Selbstbestimmung. Wir sehen also: Ueberall auf der Welt wimmelt es von richtig radikalen Voelkern, die hart, aber mit Herz, gegen ihre Unterdrueckung aufbegehren. Dutzende, hunderte Volksbewegungen gibt es auf der ganzen Welt, und welche suchen sich die oesterreichischen Antiimps und die oesterreichischen TrotzkistInnen aus, um fuer sie Demos, Kundgebungen, Flugblaetter, Rechtshilfe (..Chaovali) usw. zu organisieren? Da wir mit der drueckenden, oesterreichsichen Normalitaet vertraut sind, kennen wir die Antwort: Mit der einzigen Befreiungsbewegung die direkt gegen Israel kaempft. Was das mit Anti.., Anti...???, Anit...WAAAAS???? WIR? zu tun hat? Selbstverstaendlich gar nichts, und wer soetwas behauptet ist ein Luegner. Oder ein Agent des international agierenden Zionismus. Herzlichst hanse
Redaktionsschluss:
Mittwoch, 22. November 2000, 19.50 Uhr, jak
"[It's] time for the human race to enter the solar system." ....Governor George
W. Bush, Jr.
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