Freitag, 12.7.2002


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IN EIGENER SACHE
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Der Sommer ist da - der MUND braucht wieder Aushilfsreds!

Im Augenblick sind folgende Termine zu vergeben (jeweils Datum der
Zusammenstellung): So 21.7. (dabei bleibt's sicher nicht...). Einige
kurzfristige Red-Ausfälle in den letzten Wochen haben schon zu
MUND-Ausfällen geführt - nicht immer kann wer in letzter Minute
einspringen...

Für die Zusammenstellung gibt es einen virtuellen Leitfaden für
EinsteigerInnen und Rat und Tat von der Redaktionsliste.

Besonders freuen würden wir uns über EinsteigerInnen aus dem feministischen und/oder migrantischen Bereich.

In der Hoffnung, daß mit Eurer Hilfe der MUND auch im dritten Jahr wieder täglich (fast) ohne Pause erscheinen kann

die red
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01 Kollateralschäden
From: trustram/ernstbrunner <hx65@dial.pipex.com>
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02 Stadler / Stocker
From: Karl Pfeifer
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AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN
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03 Leiden, Niederlande: Zweites Europatreffen des PGA-Netzwerks
vom 31.8. - 4.9.2002

From: <aktuell@nadir.org>
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04 widerstandslesungen - programm
From: el awadalla <el@awadalla.at>
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05 17. Juli: Erster Freispruch nach § 209!
From: Plattform gegen § 209 <office@paragraph209.at>
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06 ausstellung exodus - fotografien von sebastiao salgado
From: Verein Maiz <maiz@servus.at>
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07 Konzert 19. 7. 2002
From: fau <fau-wels@liwest.at>
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KOMMENTARE - MELDUNGEN
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08 kunst-stücke: offener Brief an Hrn. Gen.Dir. Dr. Wilfried Seipel
From: Kulturpolitische Kommission <office@igbildendekunst.at>
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09 Nationalratspräsident Heinz Fischer als Propagandist für den Iran
From: Karl Pfeifer
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10 Personalabbau am Bundesasylamt gefährdet faire Asylverfahren
From: SOS-Menschenrechte Österreich <ecker@sos.at>
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11 Kein Reifezeugnis für die Koalition
From: RA Univ.-Lekt. Dr. Helmut Graupner <hg@graupner.at>
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12 Natürliche sexuelle Erfahrungen
From: RA Univ.-Lekt. Dr. Helmut Graupner <hg@graupner.at>
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13 TV Tonight // Pelke hospitalized
From: Abraham J. Bonowitz <abe@cuadp.org>
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TIPPS
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14 Fotoreportage CSD in Köln
From: arbeiterfotografie <reportage@arbeiterfotografie.com>
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REDAKTIONELLES:
Für diese Ausgabe nicht aufgenommen: massenhaft spam...

Powered by public netbase t0 -- please sign

Wie der MUND entsteht ....

Schickt uns bitte eure Nachrichten, Meldungen und Ideen.
E-Mail-Adresse der Redaktion:

widerstand@no-racism.net

Im MUND findet Ihr eine Rubrik, die eine Konsequenz aus der redaktionsinternen Debatte um die Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, einerseits, die Problematik von Zensur andererseits versucht: unter "B) Eingelangt, aber nicht aufgenommen" wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der/des Tagesredaktuers für die Nichtaufnahme geliefert. Die AbsenderInnen werden hiervon informiert.
Ihr könnt Euch die Beiträge extra schicken lassen:
Mail an widerstand@no-racism.net genügt.

 




Quelle: www.popo.at


Und für nächsten Donnerstag:
Das Rechtshilfe-Manual
...und was mache ich eigentlich gegen rassisten?
online-diskussion

Editorial
Für den Inhalt verantwortlich: Ihr.
Die Beiträge werden von verschiedenen Redaktionsteams zusammengestellt.

Bitte weitersagen:
Für Personen ohne Internetzugang gibt es aktuelle Terminankündigungen
unter der Rufnummer 589 30 22 12 (Demoforum)
 

 

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AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN
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01 Kollateralschäden
From: trustram/ernstbrunner <hx65@dial.pipex.com>
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Der nachstehende Bericht wird hoffentlich alle MUND-Leser überzeugen,
wie vorausblickend die Redaktion gehandelt hat, als sie beschloß, zu
dieser Angelegenheit nichts Direktes mehr zu bringen.


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junge Welt 10.07.2002 - http://www.jungewelt.de/2002/07-10/008.php


Ausland


Peter Nowak


> Nahost-Konflikt bei Indymedia


> Internet-Netzwerk stellte in Frankreich Arbeit ein. Streit über
israelische
> Kriegspolitik


Der Nahost-Konfikt hinterläßt zunehmend Kollateralschäden in der
unabhängigen Medienszene. So schlagen beim unabhängigen Internet-Netzwerk
Indymedia die Wellen seit Wochen hoch. Nachdem der Schweizer Indymedia-Zweig
monatelang wegen einer Auseinandersetzung um Antisemitismus abgeschaltet
war, hat jetzt Indymedia-Frankreich seine Arbeit vorerst eingestellt. Auch
in diesem Fall ist es die Auseinandersetzung um die politisch korrekte
Kommentierung des Nahost-Konflikts, die das Alternativmedium in die Krise
gestürzt hat.


Auslöser des Streits bei Indymedia-Frankreich waren Beiträge des für die
Palestinian Times arbeitenden Journalisten Khaled Amayreh. Dazu gehörte ein
Foto, das einen Palästinenser zeigt, dem angeblich von israelischen Soldaten
ein Hakenkreuz und ein Davidstern in die Haut geschnitten worden war. Die
Echtheit des Fotos wurde von einem Teil der Indymedia-Moderatoren
bezweifelt. Außerdem hatte Khaled Amayreh in mehreren Beiträgen die
israelische Politik gegenüber den Palästinensern mit der NS-Politik
gegenüber den Juden verglichen.


Was manche Mitarbeiter des französischen Indymedia-Kollektivs als zwar
überspitzte, aber noch zulässige Kritik an der israelischen Politik
klassifizieren, hatte für andere die Grenze zum Antisemitismus überschritten
und war nicht zu tolerieren. Die eine Fraktion warnte vor Selbstzensur und
erinnerte an den Indymedia-Grundsatz der ungefilterten Information, während
die anderen davor warnten, im Namen der Meinungsfreiheit antisemitische und
revanchistische Positionen zu tolerieren.


Im Laufe der Auseinandersetzung nahm der Streit teilweise schwer faßbare
Formen an. So zog sich ein französischer Indymedia-Aktivist von dem Projekt
zurück, weil er einen Beitrag als geschichtsrevisionistisch empfand, in dem
auf den in der Geschichtswissenschaft unumstrittenen Unterschied zwischen
Konzentrations- und Vernichtungslagern von Nazideutschland hingewiesen
wurde. Nachdem sich weitere Indymedia-Mitarbeiter verabschiedet hatten,
beschloß das Restkollektiv, die Arbeit für Indymedia Frankreich auf
unbestimmte Zeit einzustellen. Die Grundlagen für die gemeinsame Arbeit
seien nicht mehr vorhanden.

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02 Stadler / Stocker
From: Karl Pfeifer
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Österreich: Der völkische Volksanwalt Ewald Stadler verharmlost den
Nationalsozialismus


Von Karl Pfeifer


Ewald Stadler trauerte am 8. Mai und nahm positiv Bezug zum Antisemiten und
Neonazi Horst Mahler. Das wurde vom offiziellen Österreich nicht bemerkt.


Der völkische Volksanwalt Dr. Ewald Stadler hielt am 21. Juni eine Rede
(siehe Der Standard, 5. Juli 2002) bei einer von Barbara Rosenkranz, der
Klubobfrau der FPÖ Niederösterreich (und ihrem Mann Horst Jakob
Rosenkranz, der auf eine Vergangenheit in der Neonaziszene zurückblickt)
veranstalteten Sonnwendfeier, die in Österreich Empörung, aber auch
Zustimmung auslöste.
Ein Journalist nahm diese Rede mit Videokamera auf und am 2. Juli zeigte
ORF-Report diesen Film im Hauptabendprogramm.
Diesmal meldete sich Landwirtschaftsminister Wilhelm Molterer (ÖVP) sofort
zu Wort und verurteilte diese "Verharmlosung des Nationalsozialismus". Auch
Bundespräsident Thomas Klestil nahm gegen Stadlers Rede Stellung. Die
Grünen schlugen eine außerordentliche Diskussion im Nationalrat vor, doch
Heinz Fischer, sozialdemokratischer Präsident des Parlaments, ließ diese
nicht zu.
Die weisungsgebundene Staatsanwaltschaft überprüft zwar diese Rede
Stadlers, doch man darf nicht vergessen, dass Justizminister Dieter
Böhmdorfer ein Gesinnungsgenosse Jörg Haiders und sein ehemaliger Anwalt
ist.


Jörg Haider - das war nicht anders zu erwarten - verteidigte Stadler, der
mehrmals die Möglichkeit zur Stellungnahme vom ORF erhielt und seinen
Standpunkt noch verschärfte und seine Antwort an den Bundespräsidenten, in
der er diesen über österreichische Zeitgeschichte belehrte, noch im ORF
publik machen konnte.


Frau Vizekanzler Riess-Passer teilt zwar nicht die Geschichtsbetrachtung
ihres Gesinnungsgenossen, fordert aber nicht den Rücktritt von Stadler,
dessen Rede sie als "unvorsichtig" qualifizierte.


Die beiden anderen Volksanwälte Rosemarie Bauer (ÖVP) und Peter Kostelka
(SPÖ) haben sich in scharfen Worten von ihrem Kollegen Stadler distanziert.
Ein Volksanwalt steht in Österreich protokollarisch über einem
Staatssekretär und ist nicht absetzbar.
Bundeskanzler Wolfgang Schüssel hat sich erst unlängst darüber beschwert,
dass seine Stellvertreterin, die auch als Sportministerin fungiert, bei
einem Besuch Israels anlässlich eines Fußballmatch Österreich-Israel nicht
offiziell empfangen wurde. Doch solange in Österreich der
Nationalsozialismus öffentlich verharmlost werden kann und dies lediglich
als "Unvorsichtigkeit" beanstandet wird, ist die Haltung Israels mehr als
gerechtfertigt.


Frau Dr. Ilse Stocker - ehemalige Chefin des Grazer Leopold Stocker
Verlages - wurde mit dem Goldenen Ehrenzeichen der Republik Österreich
ausgezeichnet. Die rechtsextreme Grazer Monatszeitschrift "Aula"
berichtete im Mai 2002, dass die Arbeit dieser Dame heuer von der vom
deutschen Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften "Deutschen
Gesellschaft für Freie Publizistik" mit dem Ulrich-von-Hutten-Preis
gewürdigt wurde. "Frau Dr. Ilse Stocker und in ihrer Nachfolge Mag.
Wolfgang Dvorak-Stocker wagten sich schon früh ins Minenfeld der
Zeitgeschichte und des sog. "Revisionismus". Sie wurden zu Anwälten unseres
geschlagenen Volkes, stellten sich auf die Seite der Heimatvertriebenen,
setzten sich für die Ehre der Soldaten ein." (Aula, 5/2002) Wenn also
diese Dame das höchste Ehrenzeichen der Republik Österreich erhalten hat,
dann ist das ein zusätzliches Zeichen dafür, dass das offizielle Österreich
keine Schamgrenzen kennt.


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AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN
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03 Leiden, Niederlande: Zweites Europatreffen des PGA-Netzwerks
vom 31.8. - 4.9.2002
From: <aktuell@nadir.org>
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> Zweites Europatreffen des PGA-Netzwerks vom 31.8. - 4.9.2002
> Von : People's Global Action Netzwerk
> Email: infopgaconferentie@eurodusnie.nl
> Ort : Leiden, Niederlande
> Datum: 11.07.2002
>
>
> AUFRUF AN ALLE GRASWURZEL- UND ANTIKAPITALISTISCHE BEWEGUNGEN, GRUPPEN UND
KOLLEKTIVE
>
> Zweites Europatreffen des PGA-Netzwerks
> vom 31. August bis zum 4. September 2002 in Leiden, Niederlande
>
> PGA ist ein weltweites Netzwerk, das auf eine nachhaltige, friedliche
Alternative ohne Grenzen und in direkter Demokratie zum Kapitalismus und zu
allen Unterdrückungssystemen hinwirkt. Movimento de Resistencia de Global
(Bewegung des Weltweiten Widerstands - MRG-Catalunia) und das
Eurodusnie-Kollektiv (Leiden, Niederlande) sind die europäischen Gastgeber
des kommenden Treffens. MRG und das Eurodusnie-Kollektiv rufen die
verschiedenen europäischen Sozialen Bewegungen, welche sich den Grundsätzen
des Nezwerks PGA verbunden fühlen, dazu auf, sich vom 31. August bis zum 4.
September in Leiden (Niederlande) zur Zweiten Europäischen PGA-Konferenz
zusammenzufinden. (Eine genauere Beschreibung der Grundsätze ("hallmarks")
und der Geschichte dieses Netzwerkes findet ihr auf der letzten Seite dieses
Aufrufs.)
>
>
> Die Ziele der Konferenz :
> Wir haben der Konferenz folgende Zielpunkte gesetzt:
> · Ideen- und Erfahrungsaustausch wischen verschiedenen Kollektiven und
Bewegungen
> · Austausch praktischer Aktionsmethoden
> · Theorie- und Strategieüberlegungen und -diskussionen
> · Ausweitung und Verbesserung der Struktur des Netzes
> · Schaffung eines Begegnungsraumes zur Koordination der Aktivitäten und
zur Knüpfung von Kontakten zwischen verschiedenen Netzwerken
> · Laufende Kampagnen bekannt zu machen und möglicherweise neue
> Kampagnen zu starten
> · ein besseres Kennenlernen untereinander durch informellen Austausch und
kulturelle Aktivitäten.
>
> Die Konferenz erstreckt sich über fünf Tage, sowie jeweils ein Tag für An-
und Abreise.
> Während der fünf Tage sind nur wenige Vollversammungen vorgesehen, aber
viele verschiedene kleinere Treffen werden an verschiedenen Orten
abgehalten. Wir zählen darauf, dass ihr, die Teilnehmer, den Inhalt des
Programmes aktiv mit vorbereitet. Wir, die Gastgeber der Konferenz und ihrer
Teilnehmer, werden hauptsächlich damit befasst sein, eine gute,
unterstützende Logistik beizusteuern :
> Schlafplätze, Mahlzeiten, Konferenzräume, Kulturprogramme und Koordination
zwischen den verschiedenen Programminhalten.
> Wir wollen ausserdem einen Computer-Arbeitsraum und ein Indymedia Center
einrichten.
>
>
> Themenbereiche der Konferenz
> Wir möchten die kommende Konferenz um folgende Themenbereiche
organisieren:
> 1) Migration und Rassismus, Antirassismus
> 2) Autonomie und Selbstorganisation
> Hausbesetzungen, Soziale Zentren, Medien/Kommunikation
> 3) Wirtschaft
> WTO, IWF, Weltbank, WeltWirtschaftsForum WEF,
> Gemeinschaftsvorsorge Erziehung, Öffentliche Dienste und ihre
Privatisierung, Lage in
> Argentinien, Beziehungen zwischen Nord und Süd
> 4) Ökologie und Naturschutz
> Klimawechsel, GMO (Genmanipulierte Organismen), Erhalt der Natur,
Tierschutz, Biodiversität
> 5) Militarisierung und Repression
> Friedensbewegung, religiöser Fundamentalismus, Solidaritätsbewegung,
Palästina
> 6) Struktur der PGA
> PGA-Organisationsstruktur, Converors der nächsten PGA-Konferenz
> 7) Strategien und Taktiken
>
> Wie es bei der ersten PGA-Konferenz vorgeschlagen wurde, möchten wir alle
Teilnehmenden dazu auffordern, sich mit den geschlechtsspezifischen Aspekten
jedes Themenbereiches zu befassen. Die Auswahl der Themenbereiche und der
diesbezüglichen Ausarbeitungen sind selbstverständlich zunächst willkürlich
gewählt und nicht dazu bestimmt, unveränderlich so bestehen zu bleiben, wie
wir sie hier vorschlagen.
> Die Aufgliederung in verschiedene Bereiche ist zunächst einmal eine
Methode, dem Inhalt der Konferenz eine Struktur zu geben, und des Weiteren
ein Versuch, die auf der dritten PGA-Konferenz in Cochabamba/Bolivien
vorgeschlagenen "Nachhaltigen Kampagnen" in unsere europäischen Realitäten
zu übertragen.
> Wir möchten in Leiden darüber diskutieren, ob sich genügend engagierte
Menschen finden, die dazu bereit sind, dauerhafte PGA-Organisations-
und -Diskussionsbereiche zu bilden.
> Für das Treffen in Leiden wird sich eine Hauptfrage stellen : Welche
Strategien brauchen wir, um unseren Kampf für einen radikalen Wandel der
gegenwärtigen Sozialen Beziehungen so wirksam wie möglich zu stärken?
> In den letzten Jahren haben sich Millionen von Menschen an den Protesten
gegen die Gipfel der Mächtigen beteiligt. Die Illusion eines "heiligen"
Marktes ist immer mehr erschüttert. Es wächst scheinbar unablässig die
Unterstützung für die Kritik am Kapitalismus und an den ihm dienenden
Institutionen. Das bedeutet viele Möglichkeiten für uns, birgt aber auch
versteckte Gefahren. Autoritäre Antikapitalisten, rechtsgerichtete
Populisten und linksgerichtete Reformierer versuchen, unsere Bewegung zu
benutzen, um ihren Machthunger zu stillen.
> Viele Menschen teilen (teilweise) unsere Kritik gegenüber dem Kapitalismus
und transnationalen Institutionen und Unternehmen, doch kämpfen sie nicht
notwendigerweise für nicht-hierarchische Graswurzelalternativen zum globalen
Kapitalismus.
> Wie können wir in einer Bewegung gegen kapitalistische Globalisierung
gegenüber anderen politischen Tendenzen und Entwicklungen antworten und
Stellung beziehen ?
> Es gibt viele wichtige Diskussionspunkte. Unter dem Vorwand des "Krieges
gegen Terrorismus" wird die Unterdrückung und Repression gegen diejenigen,
die sich nicht dem Herrschenden mainstream anpassen, immer stärker. Es
werden grosse Teile der Gesellschaft, und nicht zufällig die ärmsten,
kriminalisiert. Wenn Soziale Bewegungen es wagen, diese Entwicklung zu
kritisieren, werden sie sofort mit Terrorismus in Verbindung gebracht. Viele
von uns sind schon Opfer dieser Hexenjagd auf Linienabweichler geworden.
Leute werden von "Ordnungshütern" verprügelt, aus ihren Häusern geworfen, an
Grenzen festgehalten und eingesperrt, und nirgends ist ein Ende der
Kriminalisierung in Sicht. All dies sind zusätzliche Gründe, sich über
künftige Strategien und Taktiken Gedanken zu machen.
>
> Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt ist das Funktionieren des
PGA-Netzwerkes selbst.
> PGA begann im Jahre 1998 als weltweites Netzwerk. Die einzige existierende
formelle PGA-Struktur besteht aus den regionalen convenors, den
Netzwerkkoordinatoren. Diese werden in den Konferenzen des Netzwerkes
ausgewählt. Es gibt auch verschiedene, mehr oder weniger funktionierende
regionale
> Unterstützungsgruppen, welche hautpsächlich den convenors dabei geholfen
haben, die Konferenzen zu organisieren, die aber keinen formellen Status
besitzen. Die gegenwärtige Struktur ist nicht gerade ideal, und wir müssen
Verbesserungen ausdiskutieren, insbesondere, was unsere Organisation in
Europa betrifft.
> Im September 2001 wurde die Entscheidung getroffen, dass die regionalen
PGA-Netzwerke selbständig handlungsfähig sein sollten, und damit wurde es
notwendig, eine regionale, in unserem Falle europäische
Organisationsstruktur zu schaffen.
> Eines unserer Ziele ist es, diese Entwicklung in der kommenden Konferenz
voranzutreiben.
> Mit der Schaffung einer Anzahl offener technischer Arbeitsgruppen, welche
die Funktion einer europäischen Unterstützungsgruppe ausüben sollen, wurde
hierfür beim PGA-convenor and support-group-Treffen schon ein Anfang
gemacht.
>
> Konferenzort und -daten

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04 widerstandslesungen - programm
From: el awadalla <el@awadalla.at>
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Donnerstag, 11. 7. 2002
152. Widerstandslesung
Werner Rotter & Doris Nußbaumer (zum Brand des Justizpalast), Linde
Dröscher, Amir P. Peyman, Grace M. Latigo und andere


Donnerstag, 18. 7. 2002
153. Widerstandslesung
Andreas Pecha (Friedensbüro), Werner Rotter (gnua von Genua - zum 1.
Jahrestag des Todes von Carlo Giuliani), Eugen Brochier (22. Teil der
Lesung aus 'Morgengrauen' von Charles Obiora Ofoedu) und andere


Donnerstag, 25. 7. 2002
154. Widerstandslesung
Helga Pankratz (aus lesbischer Sicht), Poldo Weinberberger (singt zur
Gitarre selbstvertonte Gedichte, u.a. von Kästner und Klabund), Peter
Schauer (die Benes-Dekrete), Andreas Pecha (Friedensbüro) und andere


Donnerstag, 1. 8. 2002
155. Widerstandslesung
Pepi Hopf, Werner Rotter, Andreas Pecha (zum Jahrestag der
Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki), Eugen Brochier (23. Teil
der Lesung aus 'Morgengrauen' von Charles Obiora Ofoedu) und andere

Fotos von den Widerstandslesungen


http://www.ewigesarchiv.at/Atonight/index.html
http://www.clandestino.at/aktuell.htm


--
widerstandslesung jeden donnerstag von 17 bis 19 uhr bei der
botschaft der besorgten bürgerInnen, 1010 wien, ballhausplatz 1a.


http://www.awadalla.at/el/kalender

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05 17. Juli: Erster Freispruch nach § 209!
From: Plattform gegen § 209 <office@paragraph209.at>
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"Die direkten Auswirkungen der Aufhebung des § 209
durch den Verfassungsgerichtshof betreffen vorerst nur einen einzigen Mann."
(Die Presse, 25.06.2002)


Obwohl § 209 für alle anderen noch gilt, werden jene drei Richter diesen
Mann
(Thomas Jogy Wolfmeyer, Obmann der Homosexuellen Aktion Vorarlberg HAV) vom
Vorwurf des § 209 freisprechen, die mit ihren zwei Anträgen an den VfGH die
Aufhebung des § 209 herbeigeführt haben:

Mittwoch, 17.07.2002 (10.30)
Oberlandesgericht Innsbruck
6020, Maximilianstraße 4
2. Stock, Neubau, Saal 212


Erweisen wir dem 6. Senat des OLG Innsbruck die Ehre, die ihm gebührt.
Kommt zahlreich!

Die Verhandlung ist öffentlich. Jede/r, der/die mindestens 14 Jahre alt und
unbewaffnet ist, hat Zutritt.


Rückfragehinweis:
Plattform gegen § 209, Tel.: 01/8763061, office@paragraph209.at,
www.paragraph209.at

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06 ausstellung exodus - fotografien von sebastiao salgado
From: Verein Maiz <maiz@servus.at>
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Liebe KollegInnen!


Hiermit senden wir Euch Informationen zur Ausstellung EXODUS - Fotografien
von
Sebastiao Salgado - mit der Bitte um eine Ankuendigung. Fuer weitere
Informationen stehen wir gern zur Verfuegung.


Mit freundlichen Gruessen
Rubia Salgado


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EXODUS - Fotografien von Sebastião Salgado

Im Rahmen der Kulturarbeit von maiz, dem Autonomen Integrationszentrum von
und
fuer Migrantinnen, und in Zusammenarbeit mit der Arge Granit, IG Welt
Ottensheim und Missio Oesterreich entstand eine Art Aussteller-Kollektiv,
welches die Fotografien von Sebastião Salgado zum Thema Exodus nun der
Oeffentlichkeit zugaenglich machen moechte.


Zur Ausstellung:


Rund 100 Millionen MigrantInnen bewegen sich in der heutigen Welt: ein
unvergleichbares Niveau an demografischer Veraenderung fordert unsere
Vorstellungen von Community, Nation, Kultur und BürgerInnenschaft heraus.
Exodus
ist die erste umfangreiche bildliche Studie zur Dokumentation des globalen
Phaenomens der Massenmigration. Bilder von Wanderungsbewegungen. Bilder der
Armut, der Unterdrückung, der Verfolgung von Minderheiten. Bilder
religioeser
Konflikte. Bilder des Krieges. Bilder von Menschen auf der Flucht.


Sebastião Salgado:


Sebastião Ribeiro Salgado wurde am 8. Februar 1944 in Aimorés, Brasilien,
geboren und lebt seit 1969 in Paris. Sebastião Salgado ist Fotograf aus
Ueberzeugung. Das große Vorbild für den Autodidakten ist der englische
Fotograf
Bill Brandt. Wie Brandt wollte Salgado soziales Engagement und aesthetisches
Kalkuel miteinander verbinden. Zu seinem Projekt Exodus sagte er im Juli
1999
Folgendes:


"Wahrscheinlich hat mich mein eigenes bewegtes Leben zu diesem Projekt
animiert.
Ich wurde in einem Dorf im laendlichen Staat Minas Gerais in Brasilien
geboren;
als ich fuenf war, zog meine Familie in die Kleinstadt Aimorés; als Teenager
ging ich nach Vitória, der Hauptstadt des Bundesstaates Espírito Santo, um
dort
die Schule zu beenden und mit dem Studium zu beginnen; und nachdem ich meine
Frau Lélia kennen gelernt hatte, zogen wir in eine Großstadt, São Paulo, wo
ich
Wirtschaftswissenschaften studierte. Mit jedem Schritt geriet ich tiefer in
das
Dickicht der Staedte. 1969, in Brasilien herrschte die Militaerdiktatur,
gingen
wir nach Europa, wo wir das Leben von Fluechtlingen fuehrten, von
Immigranten,
von Studenten - von allem ein bisschen. Drei Jahrzehnte spaeter leben wir
immer
noch in einem fremden Land.


So ist es nicht verwunderlich, dass ich mich mit Migranten, mit Menschen,
die
fern ihrer Heimat ein neues Leben aufzubauen versuchen, identifizieren kann,
dass sie mir fast wie heimliche Verbuendete vorkommen." (Aus dem Katalog zu
der
Ausstellung EXODUS / siehe auch
http://www.dhm.de/ausstellungen/salgado/salgado.html).


Sebastiao Salgado ist jener Fotograf, der fluechtende, auswandernde Menschen
auf
ihrem Weg begleitete und bildlich Dokument ablegte.Bildliche Dokumente die
zusammen eine Ausstellung zu folgenden Themen formen:


FLÜCHTLINGE UND MIGRANTEN - AFRIKA - DER KAMPF UM LAND - GROßSTÄDTE -
KINDER
DER MIGRATION


Praesentationstermine:


Wie Salgado wollen wir die Menschen sehend machen und sie sehen lassen. Eine
Intention, die zu folgenden Terminen und an folgenden Orten verwirklicht
wird:


Linz:
Vernissage 19. Juli - 19.30 Uhr


Ausstellungsdauer: 19. Juli - 22. August 02


in der Schaufenstergalerie von maiz - Hofgasse 11, 4020 Linz

Ottensheim:
Vernissage 26. Juli 18.00 Uhr


Ausstellungsdauer: 26. 7. - 13. 9.02 - taegl. 8:00 - 20:00 außer zu
Gottesdienstzeiten


Pfarrkirche Ottensheim


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MAIZ
Autonomes Integrationszentrum
von & für Migrantinnen
Hofgasse 11
4020 Linz
Tel. 0732-776070
www.servus.at/maiz

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07 Konzert 19. 7. 2002
From: fau <fau-wels@liwest.at>
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Guten Tag!


Wir möchten Euch gern auf folgendes fetzengeiles Infoladen-Festl aufmerksam
machen:


Pridigarji (Ska-Punk aus Slowenien)


Prison 46 (Streetpunk von Wels)


anschließend Auflegerei usw. usf...


am 19. Juli 2002 ab 20 Uhr im
Fred Sega
Vogelweiderstr. 1
4600 Wels


Da sehen wir uns sicha!


Infoladen Wels


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KOMMENTARE - MELDUNGEN
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08 kunst-stücke: offener Brief an Hrn. Gen.Dir. Dr. Wilfried Seipel
From: Kulturpolitische Kommission <office@igbildendekunst.at>
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Herrn Generaldirektor Dr. Wilfried Seipel
Publikumsrat
ORF
1136 Wien


Wien, im Juli 2002


Sehr geehrter Herr Hofrat!


Am 19.6.2002 hat der Stiftungsrat des ORF eine Programmjustierung ab Oktober
2002 und dabei die Einstellung der Sendung kunst-stuecke beschlossen. Die
Kulturpolitische Kommission protestiert auf das Schärfste gegen diese
konzeptlose Streichung des einzigen fixen Sendeplatzes für die
Auseinandersetzung mit zeitgenössischer, innovativer Kunst im
öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Die Absetzung der kunst-stuecke hätte eine
massive Gefährdung von Arbeitsfeldern für Kunstschaffende sowie den Verlust
von
Informations- und Konsumationsquellen für Kunstinteressierte zur Folge!


Da Sie innerhalb des ORF-Stiftungsrats die Belange der Kunst vertreten,
richten
wir die Frage an Sie, mit welchem argumentativen Einsatz Sie sich gegen die
weitere Zurückstutzung dieses Bereichs gewehrt haben, speziell angesichts
der
Tatsache, dass ausgerechnet Sie den Antrag des Programmausschusses
eingebracht
haben, mit dem die Sendung letztlich abgeschafft wurde. Wir Kunstschaffenden
(und Sie als unser Vertreter) dürfen uns doch nicht damit abfinden, dass
eine
öffentlich-rechtliche Sendeanstalt, die schließlich für ihren Kultur und
Bildungsauftrag Gebühren einhebt, sperrige Formate zugunsten kommerzieller
Erwägungen einfach kippt. Ebensogut könnte man doch den Wiener Museen
verordnen,
nur noch Monet-Sonderschauen abzuhalten (und vielleicht endlich einen
eigenen
Norman-Rockwell-Saal zu öffnen). Und in der Oper singen dann nur mehr die
drei
Tenöre "Nessun dorma".


Abgesehen vom notwendigen Erhalt der vorhandenen Arbeitsmöglichkeiten (vor
allem
für den Film, aber auch die bildende Kunst, Literatur, Architektur, Musik
usw.)
steht hier auch die Erfüllung einer weitaus längerfristigen Aufgabe --
nämlich
Vermittlungsarbeit zu leisten, sowie Bewusstsein und Aufmerksamkeit für
Neues in
Kunst und Kultur zu schaffen -- auf dem Spiel. Dabei ist Kontinuität von
Nöten,
nicht ein beliebig reduzierbares Angebot.


Es geht hier auch um Ihre Verantwortung gegenüber der (kunst)interessierten
Bevölkerung: die vom ORF nun offenbar geplante Zersplitterung der
Sendungsinhalte der kunst-stuecke auf drei verschiedene Sendeplätze mit
unvorhersehbaren und wechselhaften Sendezeiten (euphemistisch: "inhaltliche
Weiterführung") sind gewiss kein adäquater Weg, dem Publikum diese Inhalte
irgendwie zugänglicher zu machen. Der offensichtlich programmbestimmende
Vorwurf
der geringen Einschaltquoten (der mit der gleichzeitigen Betonung, derartige
Sendungen seien immer ein Minderheitenprogramm, ohnehin schon ad absurdum
geführt ist) wird auf diese Weise ja perpetuiert und sogar verschärft und
als
Damoklesschwert über anspruchsvolle Sendebeiträge gehängt, die in Zukunft
noch
dazu ohne irgendein Rahmenprogramm auftauchen sollen.


"Ich kann aber ein gewisses Misstrauen nicht verhehlen, dass es hie und da
zu
Auslagerungen von kulturellen Sendungen aus den Hauptprogrammen des ORF
kommen
könnte. Das wäre sehr schade, denn der ORF hat mit seinen Kulturleisten im
Fernsehen eine europaweite Vorbildfunktion." Das sagten Sie, Herr Hofrat,
(bei
der Enquete "ORF-Kulturkanal") im Mai 2000 und beschrieben damit wohl in
weiser
Voraussicht auch ein wenig Ihr Aufgabenprofil im konkreten Anlassfall. Wir
erbitten daher dringend Ihre Stellungnahme, wie dieses Engagement im Fall
der
kunst-stuecke zum Einsatz kommen wird -- eigentlich hätten wir uns Ihr
prononciertes Minderheitenvotum erwartet.


In diesem Sinne (da sich im Stiftungsrat offenbar niemand sonst für
Kunststücke
im weitesten Sinne zuständig fühlt): Bitte sorgen Sie dafür, dass die
kunst-stuecke erhalten bleiben! Sorgen Sie dafür, dass dieses Format im
Gegenteil endlich eine fixen Programmplatz zu einer besseren Sendezeit
bekommt!
Und sorgen Sie dafür, dass der Kulturauftrag des ORF auch erfüllt wird --
dazu
gehört eine angemessene Befassung mit sämtlichen Kunstsparten und die
Reflexion
aller österreichischen Kunstszenen.


Mit freundlichen Grüßen


Werner Richter
Vorsitzender der Übersetzergemeinschaft


Kulturpolitische Kommission


PLATTFORM DER UNABHÄNGIGEN INTERESSENVERTRETUNGEN IM KUNST- UND
KULTURBEREICH
Dachverband Filmschaffender, IG Architektur, IG Autorinnen Autoren, IG
Bildende
Kunst, IG Freie Theaterarbeit, IG Kultur Österreich, konsortium.Netz.kultur,
Musikergilde, Übersetzergemeinschaft, Verband Freier Radios, VOICE - Verband
der
Sprecher und Darsteller, Berufsvereinigung der bildenden Künstler - BV

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09 Nationalratspräsident Heinz Fischer als Propagandist für den Iran
From: Karl Pfeifer
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Weil der vom Nationalrat gewählte "völkische Anwalt" Dr. Ewald Stadler
den Nationalsozialismus verharmlost, wünschten die Grünen eine
Diskussion darüber im Nationalrat, doch Präsident Heinz Fischer ließ
diese nicht zu.


Während er den iranischen Innenminister empfängt und darüber
folgende Jubelmitteilung herausgibt, demonstrieren in Teheran Studenten.
Von einer kritischen Bemerkung oder einer Frage Heinz Fischers zu der
Lage der Menschenrechte im Iran ist in dieser Meldung nichts zu lesen.

PRÄSIDENT FISCHER IM GESPRÄCH MIT IRANS INNENMINISTER
MOSSAVI LAI Iran: Fortschritte zu Demokratie, Rechtsstaat, äußerer
Entspannung

Wien (PK) - Der iranische Innenminister Mossavi Lai besuchte im
Rahmen seines offiziellen Österreichaufenthalts heute das Parlament
und traf mit Nationalratspräsident Heinz Fischer zu einem
Gedankenaustausch zusammen. In seinen Begrüßungsworten brachte
Präsident Fischer seinem Gast die Anteilnahme des österreichischen
Parlaments für die Opfer der jüngsten Erdbebenkatastrophe im Iran
zum Ausdruck. Dann erinnerte Fischer seinen Gast an den erfolgreichen
Besuch des iranischen Parlamentspräsidenten Mehdi Karubi in Österreich
und sprach sich dafür aus, die Entwicklung der Besuchskontakte zwischen
den beiden Länden fortzusetzen, wobei er seine Absicht bekräftigte,
selbst den Iran zu besuchen.


Konkrete Fragen des Nationalratspräsidenten nach aktuellen
Entwicklungen im Iran und Fortschritten im Reformprozess
beantwortete Innenminister Mossavi Lai, indem er zunächst von der
erfolgreichen Durchführung demokratischer Wahlen und der
Dezentralisierung der politischen Macht durch die Einrichtung von
Gemeinderäten in allen Dörfern und Städten des Irans berichtete.
Lai ging dann auf die Bedingungen und historischen
Voraussetzungen des Demokratisierungsprozesses ein und machte
darauf aufmerksam, dass erst nach dem achtjährigen Krieg mit dem
Irak und weiteren acht Jahren des Wiederaufbaus unter der
Präsidentschaft Seyed Mohammed Khatamis eine Politik der
Normalisierung, der außenpolitischen Entspannung, der
Demokratisierung und der rechtsstaatlichen Reformen möglich
geworden sei.


Die Freiheit der iranischen Bürger und ihre Teilnahme am
politischen Leben sei ein wichtiges Ziel der iranischen
Regierung, die daher großen Rückhalt in der Bevölkerung habe,
sagte Minister Lai. Er berichtete weiters, dass die Parteien seit
den letzten Parlamentswahlen im Iran erstmals eine große
politische Rolle spielen und zeigte sich froh über Fortschritte
beim friedlichen Miteinander der verschiedenen gesellschaftlichen,
regionalen und religiösen Gruppen im iranischen Parlament und
in der Gesellschaft seines Landes.
Minister Mossavi Lai begrüßte es ausdrücklich, dass Österreich
und die Europäische Union den "Dialog der Zivilisationen"
unterstützen, erteilte Pakten, die auf Krieg und Gewalt gerichtet
seien, eine Absage und plädierte für eine Koalition und einen
Pakt für den Frieden. (Schluss)

Eine Aussendung der Parlamentskorrespondenz
Tel. +43 1 40110/2272, Fax. +43 1 40110/2640
pk@parlament.gv.at, http://www.parlament.gv.at

***OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER
VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***
OTS0239 2002-07-09/20:18
092018 Jul 02


Am gleichen Tag, als Heinz Fischer seine Jubelmeldung abgab,
ereignete sich folgendes in Teheran:


Schwere Zusammenstöße in Teheran


Am dritten Jahrestag der Studentenunruhen in Teheran ist es am
Dienstag in der iranischen Hauptstadt zu schweren Zusammenstößen
zwischen Tausenden von Demonstranten mit der Polizei und
radikalen Islamisten gekommen.
HB TEHERAN. Die Umgebung der Hochschule wurde von
Sicherheitskräften abgesperrt. Nach Augenzeugenberichten setzten
Einsatz-Kommandos der Polizei Tränengas ein und konnten
schließlich am Abend die Menge auflösen. Einige Beamte seien
verletzt worden.
Die Demonstranten hatten nach Angaben der studentischen
Nachrichtenagentur ISNA die Freilassung von politischen Häftlingen
und eine Abkehr von der Politik der bedingungslosen Unterstützung
der Palästinenser gefordert. Das Innenministerium hatte zuvor alle
Demonstrationen verboten.
Anfang Juli 1999 hatten hunderttausende Studenten auf dem
Universitätsgelände gegen die Einschränkung der Meinungsfreiheit
protestiert, nachdem zuvor zahlreiche regimekritische Zeitungen
verboten und führende Journalisten inhaftiert worden waren.
Außerdem war das Pressegesetz verschärft worden. Mindestens
sechs Studenten wurden bei Zusammenstößen mit radikalen
Unterstützern des radikalislamischen Regimes und der Polizei
getötet und Hunderte von Demonstranten als "Konterrevolutionäre"
und "Ungläubige" festgenommen.


Quelle: Handelsblatt, 10. 7. 02

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10 Personalabbau am Bundesasylamt gefährdet faire Asylverfahren
From: SOS-Menschenrechte Österreich <ecker@sos.at>
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Arbeitsbelastung am Bundesasylamt seit 1995
auf das 2,5-fache gestiegen


Personalabbau am Bundesasylamt gefährdet faire Asylverfahren


Die Fakten stehen in krassem Widerspruch zu den politischen Ankündigungen,
Asylverfahren zu beschleunigen: Während die Zahl der Asylwerber stark
angestiegen ist, wird am Bundesasylamt
seit zwei Jahren Personal abgebaut. Mit mehrmonatigen Wartezeiten auf eine
erste Einvernahme, einer unzumutbaren Zahl von Akten je Mitarbeiter und
anderen negativen Folgeerscheinungen werden faire Asylverfahren gefährdet
und eine kurzsichtige Sparpolitik auf Kosten der Asylwerber und der
Mitarbeiter auf den Bundesasylämtern betrieben, kritisiert Geschäftsführer
Günter Ecker.


Die nun anlässlich des Festaktes "10 Jahre Bundesasylamtes³ bekanntgegebenen
Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Kamen 1995 auf einen Mitarbeiter des
Bundesasylamtes noch 95 Asylwerber, waren es im Vorjahr 220. Heuer werden
voraussichtlich 239 bis 261 Asylwerber auf einen Mitarbeiter des
Bundesasylamtes kommen, sodass die Arbeitsbelastung auf das 2,5-fache von
1995 gestiegen ist.


Jahr Asylanträge BA-Mitarbeiter Asylwerber je
BA-Mitarbeiter
1995 5.920 62 95
2000 18.284 139 132
2001 30.127 137 220
2002 32.000-35.000 134 239-261


SOS-Menschenrechte fordert daher Bundesminister Dr. Ernst Strasser auf, den
rigiden Sparkurs zu beenden und für eine ausreichende personellen und
finanziellen Ausstattung des Bundesasylamtes mit seinen regionalen
Außenstellen zu sorgen.

--------------- ecker@sos.at ---------------


SOS-Menschenrechte
Tummelplatz 5/2
A-4010 Linz
Austria


Tel.: ++43/732/ 777 404


Fax-Dw. 4 Geschäftsführung, Menschenrechtserziehung
Fax-Dw. 7 Schubhaftbetreuung


Internet: http://www.sos.at
e-mail: ecker@sos.at

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11 Kein Reifezeugnis für die Koalition
From: RA Univ.-Lekt. Dr. Helmut Graupner <hg@graupner.at>
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Kommentar der Anderen: Kein Reifezeugnis für die Koalition
Max Friedrich über Sinn und Unsinn der Erhöhung des Schutzalters für
Jugendliche von 14 auf 16


Max Friedrich ist Vorstand der Universitätsklinik für
Neuropsychiatrie des Kindes- und Jugendalters im Allgemeinen Krankenhaus
Wien.


Kaum ein Berufsstand ist so häufig mit der Reifebeurteilung von
Jugendlichen befasst wie die Kinder- und Jugendpsychiater und -psychologen.
Der
Bogen reicht dabei von der oft schwierigen Altersfeststellung (etwa bei
Flüchtlingswaisen) bis zur Beurteilung der Strafmündigkeit.
Was aber versteht der Gesetzgeber eigentlich unter "Reife", wenn er
deren
angeblichen "Mangel" dem geplanten Missbrauchsparagrafen für 14-16-Jährige
zugrunde legt und damit der Justiz die Kompetenz zumutet, "Reifeprüfungen"
abzuhalten?


Jedes Gesetz ist so gut, wie es allgemein verständlich, also für den
Bürger nachvollziehbar ist. Wenn man erst Sachverständige zu seiner Deutung
bemühen muss, ist es im wahrsten Sinne des Wortes sinnlos. Gesetze sind
schließlich für den Bürger da und nicht der Bürger für den Gesetzgeber -
wenngleich sich in letzter Zeit oft der gegenteilige Eindruck aufdrängt.


Überträgt man also die Reifebeurteilung einem Laien - und in dieser
Frage
ist der Richter ein Laie - muss es vollkommen einsichtig formuliert sein.
Davon
kann aber im gegenständlichen Fall nicht die Rede sein.


Sehen wir uns doch einmal die gesellschaftlichen Reifekriterien an: Da
ist
einmal der Schnittpunkt der Schulreife. Ein Kind gilt als reif, wenn es das
sechste Lebensjahr vor dem 31. 8. des laufenden Jahres erreicht hat.


Die katholische Kirche wiederum bemisst die Reife nach dem
Erkenntnisstand
eines ca. achtjährigen Kindes, das imstande sein muss, die Verwandlung des
ungesäuerten Brotes in den Leib Christi von jenem Brot zu unterscheiden, das
zur
leiblichen Ernährung dient.


Die österreichische Verkehrsordnung befindet ein Kind mit 12 Jahren
für
reif genug, sich per Fahrrad durch den Straßenverkehr zu bewegen. Noch nie
aber
habe ich vom Zuchtmeister der ÖVP-Fraktion gehört, dass er dieses Reifealter
wegen Gefährdung der Jugend um zwei Jahre anheben möchte. Warum eigentlich
nicht - bedrohen Verkehrsunfälle etwa nicht die Gesundheit der Kinder?


Vergessliche Partei


Mit 14 Jahren schließlich ist man strafmündig und muss Recht von
Unrecht
unterscheiden können. (Bemerkung am Rande: Ich erinnere mich noch deutlich
an
die Debatten der stimmenstärksten Koalitionspartei, als diese im zweiten
Jahr
ihrer Amtszeit das Strafmündigkeitsalter auf 12 (!) Jahre senken wollte ...)


Reife wird nach dem Gesetz also danach definiert, ob man die
Unrechtmäßigkeit einer Tat erkennen und dieser Einsicht gemäß handeln kann -
was
die Fähigkeit voraussetzt, sinn- und planvoll vorauszudenken und so die
Tragweite seines Tuns abzuschätzen. All das will man künftig den 14-
16-Jährigen
absprechen. Gut so! Dann setzen wir aber bitte auch gleich das
Mündigkeitsalter
mit 16 Jahren fest, verlängern wir die Schulzeit und senken so die Zahl der
arbeitslosen Jugendlichen!


Fatale Konsequenzen


Und wenn wir schon beim Ändern sind: Wie wäre es mit einer Verkürzung
des
Jugendlichenalters auf zwei Jahre - also: von zwei bis sechzehn unmündig und
ab
achtzehn großjährig? Völlig neue Perspektiven tun sich auf!


Faktum ist: Bisher konnten sich misshandelte und/oder missbrauchte
Jugendliche bei Nötigung, Vergewaltigung und Ausnützung eines
Autoritätsverhältnisses selbst oder mit Beihilfe eines Erwachsenen an die
Exekutive wenden. Als Konsequenz des neuen Sexualrechts wird
Selbstbestimmung
durch Fremdbestimmung abgelöst: In Hinkunft entscheiden die Eltern (und dann
gegebenenfalls die Richter), ob ihre Kinder reif genug sind, ihr Intimleben
selbst zu steuern.


Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie in Hinkunft die Rechtsprechung
funktionieren wird: Werden in Hinkunft alle Mütter unter 16 ihre Partner vor
den
Kadi bringen? (Es sei denn, man glaubt an die Jungfernzeugung.)


Werden vermehrt heimliche Abtreibungen stattfinden, um den
Liebespartner
vor Verfolgung durch Eltern und Justiz zu schützen? Wird das Primat des
Kindeswohls künftig wieder der Erziehungsgewalt in Form elterlicher
Bevormundung
(welch unsäglicher Begriff!) unterworfen?


Ich kann nur dringend raten, den selbst ernannten Experten in Fragen
der
körperlichen, intellektuellen, emotionalen und sozialen Reife Einhalt zu
gebieten - und sich stattdessen auf das zu konzentrieren, was wirklich Not
tut:
die Gestaltung eines Ausbeutungsgesetzes für alles, was mit Prostitution von
Minderjährigen zu tun hat - dann aber bitte unter Einbeziehung von
(wirklichen)
Experten.(DER STANDARD, Printausgabe, 11.7.2002)

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12 Natürliche sexuelle Erfahrungen
From: RA Univ.-Lekt. Dr. Helmut Graupner <hg@graupner.at>
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Strenge Regeln für Sex, lasche Regeln für Agraremissionen
Fekter: "Natürliche sexuelle Erfahrungen" sollen auch nach Neuregelung
straffrei sein


Wien - Längst sind Umweltschutz und Jugendangelegenheiten nicht mehr
in
einem Ministerium zusammengefasst - aber an einem langen Sitzungstag des
Parlaments kamen die beiden Materien noch einmal gemeinsam in Behandlung.
Die
Umwelt zuerst: Am Vormittag, als die Nationalratsdebatte im Fernsehen
übertragen
wurde, war eine willkommene Gelegenheit für den Wettstreit, wer wohl die
bessere
Antiatompolitik mache.
Die ÖVP, die den Umweltminister stellt? Oder die FPÖ, die wegen des
Atomkraftwerks Temelín sogar ein Veto gegen die EU-Osterweiterung einlegen
will?
Oder die SPÖ, die mit der Regierung aus diesem Grund keine gemeinsame Sache
machen will? Oder die Grünen, die als angestammte Umweltpartei dafür gesorgt
haben, dass der plakative Antrag der Regierungsparteien schließlich doch
Substanz (nämlich eine angedeutete Finanzhilfe) erhalten hat?


Während diese politische Schönheitskonkurrenz im Hohen Haus lief,
wurde
außerhalb die der abendlichen Beratung vorbehaltene Materie Sex
thematisiert -
genauer der Paragraf 207b des Strafgesetzbuches, der den diskriminierenden
"Schwulen-Paragrafen" 209 ersetzen soll.


In der eigentlichen Debatte wurden bekannte Positionen wiederholt: Für
die
SPÖ sagte Andrea Kuntzl, es sei "skandalös, dass neue strafrechtliche
Bestimmungen geschaffen werden, die dazu führen, dass Jugendliche wegen
Liebesbeziehungen kriminalisiert werden." Aus Sicht der SPÖ ist die Jugend
bereits ausreichend vor sexuellen Übergriffen geschützt - jede weitere
Einschränkung sei illiberal.


Die ÖVP-Justizsprecherin Maria Fekter sieht dagegen "Lücken im
Strafgesetz, wenn es um den Missbrauch Jugendlicher geht, insbesonders bei
Sex
unter einer Zwangslage, sexueller Ausbeutung gegen Entgelt und Ausnützung
nicht
reifer und einsichtsfähiger Jugendlicher". Nun wolle man auch ältere, aber
immer
noch kindliche Mädchen und Buben vor Missbrauch schützen. Fekter wies den
Vorwurf zurück, das Strafrecht menge sich in Liebesbeziehungen ein -
"natürliche
sexuelle Erfahrungen Jugendlicher, die ab 14 straffrei sind", werden das
auch
bleiben.


Garniert wurde die Debatte noch mit einer dringlichen SPÖ-Anfrage
wegen
des Eurofighter-Kaufs - wobei Finanzminister Grasser Meldungen zurückwies,
die
Jets würden 2,4 Milliarden Euro kosten - und weiteren Umweltthemen, die in
früheren Zeiten allein tagelange Diskussionen gefüllt hätten.


Das Bundesluftreinhaltegesetz wurde novelliert - mit der für jeden
Kleingartenbesitzer relevanten Bestimmung, dass "biogenes Material" (etwa
Laub
und Äste) nicht mehr außerhalb von genehmigten Anlagen verbrannt werden
darf.
Auch Geruchsbelästigungen (etwa von Gasthausküchen) müssen unterbunden
werden.
Grüne und SPÖ stoßen sich in diesem Zusammenhang an den
Landwirtschaftsprivilegien - selbst große Bauernhöfe dürfen weiter stinken,
so
viel sie wollen. (cs, cms/DER STANDARD, Printausgabe, 11.7.2002)

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13 TV Tonight // Pelke hospitalized
From: Abraham J. Bonowitz <abe@cuadp.org>
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Sent *ONLY* to the recipients of CUADPUpdate
Feel free to forward


Greetings all,
It's been a while since there has been a proper CUADPUpdate
message sent. This is because CUADP has been heavily involved in the
activities of two projects which operate under CUADP's fiscal
umbrella: The Abolitionist Action Committee (AAC)
<http://www.abolition.org> and Floridians for Alternatives to the Death
Penalty (FADP) <http://www.fadp.org>. After a very successful Fast & Vigil
and the flurry of activity in the wake of Junkie Jeb! Bush's lethal
tendencies in Florida, CUADP is currently catching up and also taking a bit
of a breather.... That said:

TV TONIGHT


Ross Byrd and his sister, Renee Byrd, are expected to be on World News
Tonight with Peter Jennings this evening. Check local listings for
broadcast time. Ross Byrd recently announced publicly that he opposes the
death penalty and the execution of the men who dragged his father to death
in what became a very well-known murder in Jasper, Texas several years
ago. SEE BELOW FOR A RECENT PRESS RELEASE ON THIS MATTER.


****


PRAYERS/GOOD VIBES FOR BILL


Please know that CUADP Advisory Board Member Bill Pelke had surgery to
remove some kidney stones yesterday. The surgery went well, but he will be
in the hospital for at least the next two days. Please keep Bill in your
prayers, or if you don't pray, send positive vibes toward Anchorage,
Alaska. Instead of flowers, CUADP suggests that Bill will be extremely
impressed by contributions to the "Abolition Movin' " Repair Fund.


"Abolition Movin' " is Bill's bus and a symbol for our movement -- although
not a very good one at the moment because it is in the repair shop! You
can see pictures and get the history at
<http://www.journeyofhope.org/abolition_movin.htm>. To make a contribution
to the Abolition Movin' Journey Bus Repair Fund using a credit card, visit
<https://www.compar.com/donation/donateform.html> and BE SURE TO CHECK THE
BOX marked "Abolition Movin': The Journey Bus Repair Fund." Or send a
check directly to the Journey at:


JOURNEY OF HOPE...FROM VIOLENCE TO HEALING
POST OFFICE BOX 210390
ANCHORAGE, ALASKA, 99521-0390


(The Journey has 501c3 status.... Be sure to indicate that your gift is to
help the recovery of Bill and his Bus.)


If you don't know Bill Pelke, among other things he is a former supporter
of the death penalty, the founder of the Journey of Hope ...From Violence
to Healing, INC. <http://www.journeyofhope.org>, a long-time member of
Murder Victims Families for Reconciliation <http://www.mvfr.org>, a current
board member of the National Coalition to Abolish the Death Penalty
<http://www.ncadp.org>, a combat veteran who served with US forces in Viet
Nam, and generally an all-around good guy - no matter what anyone else says
about him! ;-)

******


Texas Death Penalty Abolition Movement
SHAPE Center, 3903 Almeda Road, Houston, TX 77004
Office 713-521-0629 ~ 24-Hour 713-861-5965 Email: AbolitionMovement@juno.com


PRESS RELEASE ~ July 9, 2002
Contacts: Ricky Jason 409-347-1407 Cell 409-466-7307 Gloria Rubac
713-861-5965 Cell 713-503-2633


Ross Byrd, Son of Jasper Hate Crime Victim James Byrd, Jr., to Protest
Wednesday's Execution of Jose Briseno in Huntsville


Ross Byrd will join other protesters on July 10 in Huntsville when the
state of Texas plans to execute the 19th person this year, Jose Briseno. He
will be outside the Walls Unit, the Texas death house, at 5:30 Wednesday
evening. Briseno's execution is set for 6:00 PM.


Byrd surprised the nation this week when he announced that he did not want
to see his father's killers executed and was joining the struggle to
abolish the death penalty in this country. He bases his about face on the
death penalty on his Christian upbringing and his belief in the first
commandment, which says "thou shalt not kill."


Byrd also said, "Look at it-there's more African Americans on death row and
being executed than any body. The death penalty is not the solution."


On July 3-4th another man whose father had been murdered, Martin Luther
KING III as well as social activist and comedienne Dick Gregory joined
Byrd. They led a 24-hour fast and prayer vigil in front of Texas' death
house.


Martin Luther King Jr. was murdered in 1968, 30 years before James Byrd,
Jr. was dragged to death in the most horrific, racially motivated hate
crime of recent history. "I am proud to be with the young Byrd today in
Huntsville. Today he stands head and shoulders above a whole lot of people
in this country, including the justices on the Supreme Court. Byrd and I
are both victims yet we call for the abolition of the death penalty which
is nothing but state-sponsored terrorism," King told the activists who had
gathered in Huntsville.


Ross Byrd, who is a hip-hop artist, will be accompanied to Huntsville by
his manager Ricky Jason as well as members of the Texas Death Penalty
Abolition Movement. He wants to show the world that he is no longer the
same man who, after his father's killer John King was sentenced to death,
replied, "One down and two to go!"


Four years after his father's dragging death, young Ross Byrd says the
state of Texas does no have the right to kill.
-30-


*****


SENT BY:

Abraham J. Bonowitz
Director, CUADP


********************************************************
YES FRIENDS!
There is an Alternative to the Death Penalty


Citizens United for Alternatives to the Death Penalty
(CUADP) works to end the death penalty in the United
States through aggressive campaigns of public education
and the promotion of tactical grassroots activism.


Visit <http://www.cuadp.org> or call 800-973-6548
********************************************************

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TIPPS
><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><<>><

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14 Fotoreportage CSD in Köln
From: arbeiterfotografie <reportage@arbeiterfotografie.com>
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Liebe Leute,
in Zusammenhang mit dem CSD in Köln gibt es jetzt vier Serien:


a.. Christopher Street Day (1) - Protest gegen den (abgesagten)
Neonazi-Aufmarsch
Köln, 6.7.2002
b.. Christopher Street Day (2-3) - Europride Parade 2002
Köln, 7.7.2002
c.. Christopher Street Day (4) - über Vizekanzler und Bundesaußenminister
Joseph Fischer und einige andere Aspekte am Mega-Tower West
Köln, 7.7.2002
Die Reportagen sind zu finden unter:
http://www.arbeiterfotografie.com/reportage
Über das rote i oben rechts über den Bildern ist Hintergrundinformation
abrufbar.


Ihr könnt die Bilder für nicht kommerzielle Zwecke gerne kostenlos
verwenden,
für Flugblätter, Zeitungen, Internet,... (bei Autorenangabe
'arbeiterfotografie.com' und Mitteilung über die Verwendung bzw. Zusendung
eines
Belegexemplars).


Mit besten Grüßen
Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann


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Arbeiterfotografie - Forum für Engagierte Fotografie
Anneliese Fikentscher
Andreas Neumann
Merheimer Str. 107
D-50733 Köln
Tel: 0221/727 999
Fax: 0221/732 55 88
eMail: arbeiterfotografie@t-online.de
Web: www.arbeiterfotografie.com


 

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Redaktionsschluss: Mittwoch, 11.7., 22:00 Uhr
Diese Ausgabe hat Christian Apl
zusammengestellt



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