Samstag, 26. Jänner 2002

 

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01 Asylbilanz
von: "asyl-in-not" <asyl-in-not@asyl-in-not.org>
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02 Asyl-Aktion in Linz
von: Andrea Mayer-Edoloeyi <ame@servus.at>
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03 Paris: Neuer Faschismus in Italien?
von: <aktuell@nadir.org>
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AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN
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04 "Die moralische Distanz"
von: <miriam_westphalen@hotmail.com>
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05 "Wir gehen solange bis ihr geht!" - Präsentation
von: Eva Brueckner <ebrueckner@t0.or.at>
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06 DIE ERSTE AUSGABE DER ZEITSCHRIFT "grundrisse" IST DA!
von: "redaktion grundrisse" <grundrisse@gmx.net>
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07 BIG DEMO - help make it possible! (If not Feb 2, when?)
von: Gush Shalom <adam@gush-shalom.org>
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08 Tree planting / Weekend actions / New refuser
von: Gush Shalom <adam@gush-shalom.org>
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MELDUNGEN UND KOMMENTARE
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09 Temelin und Benes-Dekrete / Broschüre
von: "Arbeitsgruppe Marxismus" <agm@agmarxismus.net>
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DISKUSSION
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10 Zu: 08 Stop Peres, Friday in Tel-Aviv // Report on visit to Ramallah
von: <inkariva@chello.at>
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11 Re: 08 Stop Peres, Friday in Tel-Aviv // Report on visit to Ramallah
von: trustram/ernstbrunner <hx65@dial.pipex.com>
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SOLIDARITÄT WELTWEIT
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12 Internationale Kampagne für die Freilassung von Ali Khalid Abdullah
von: "anti_prison" <antiprison@lycos.com>
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LINKS / VERWEISE / HINWEISE
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13 prairie [Frische Service]: 24.01.2002
von: uschi reiter <uschi@prairie.at>
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14 Publikation DIENSTLEISTUNG: FLUCHTHILFE, Neuerscheinung
von: Oliver Ressler <oliver.ressler@chello.at>
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REDAKTIONELLES:
Für diese Ausgabe nicht aufgenommen - 3 Beiträge:
1 Spam
2 Beiträge zurückgestellt (Widerstandsrelevanz nicht gegeben
bzw. zu klären)

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Wie der MUND entsteht ....

Schickt uns bitte eure Nachrichten, Meldungen und Ideen.
E-Mail-Adresse der Redaktion:

widerstand@no-racism.net

Im MUND findet Ihr eine Rubrik, die eine Konsequenz aus der redaktionsinternen Debatte um die Notwendigkeit, sexistische, antisemitische und rassistische Beiträge nicht zu veröffentlichen, einerseits, die Problematik von Zensur andererseits versucht: unter "B) Eingelangt, aber nicht aufgenommen" wird - in anonymisierter Form - auf angehaltene Beiträge hingewiesen und eine kurze Begründung der/des Tagesredaktuers für die Nichtaufnahme geliefert. Die AbsenderInnen werden hiervon informiert.
Ihr könnt Euch die Beiträge extra schicken lassen:
Mail an widerstand@no-racism.net genügt.

 




Quelle: www.popo.at


Und für nächsten Donnerstag:
Das Rechtshilfe-Manual
...und was mache ich eigentlich gegen rassisten?
online-diskussion

Editorial
Für den Inhalt verantwortlich: Ihr.
Die Beiträge werden von verschiedenen Redaktionsteams zusammengestellt.

Bitte weitersagen:
Für Personen ohne Internetzugang gibt es aktuelle Terminankündigungen
unter der Rufnummer 589 30 22 12 (Demoforum)
 



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01 Asylbilanz
von: "asyl-in-not" <asyl-in-not@asyl-in-not.org>
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Asyl in Not


Unterstützungskomitee
für politisch verfolgte Ausländerinnen und Ausländer
Währingerstraße 59, 1090 Wien
Tel.: (01) 408 42 10, Fax.: (01) 405 28 88
m.genner@asyl-in-not.org http://asyl-in-not.org
Spendenkonto: Bank Austria 698 035 557

Wien, 25. Jänner 2002


Michael Genner
Sonderbare Bilanzen
Die Statistiken des Innenministeriums - und die Wirklichkeit

Das Innenministerium hat die Asylstatistik 2001 vorgelegt. Mit Erstaunen
lesen wir darin, daß es eine Anerkennungsquote von 23,4 Prozent gegeben
haben soll: 1114 positive Bescheide stehen 3642 negativen gegenüber. Ist ja
toll.


Nur ­ insgesamt wurden im ganzen Jahr 2001, auch wieder laut Statistik des
Innenministeriums, 25.997 Fälle "rechtskräftig erledigt". Außer den positiv
und negativ "erledigten" Fällen gibt es also, wieder laut Ministerium, noch
21.241 "sonstige" Erledigungen. Wie das?


193 Anträge wurden wegen entschiedener Sache zurückgewiesen und gehören also
eigentlich zu den negativen "Erledigungen". Aber bitte, so streng wollen wir
nicht sein.


1459 Asylanträge wurden zurückgezogen. Na schön. Das sind Flüchtlinge, die
ihren Aufenthalt anders regeln konnten, meist durch Heirat mit einem
Österreicher oder einer Österreicherin; manchen Auserwählten wurde auch
(vorausgesetzt, sie hatten während einem jahrelangen Asylverfahren das
seltene Glück, legale Arbeit zu finden) der ministerielle Gnadenakt einer
"humanitären Aufenthaltserlaubnis" zuteil.


14.436 Verfahren wurden eingestellt. Das ist der größte Brocken, wie jedes
Jahr. Die Klienten sind nicht mehr da. Sie haben es nicht ausgehalten in
unserem gastfreundlichen Land. Zermürbt durch behördliche Schikanen, ohne
Bundesbetreuung, ohne Versicherung, ohne Arbeit, ohne Sozialleistungen, oft
nach monatelanger Schubhaft auf die Straße gestellt, sind sie weitergezogen.
Noch schlechter als in Österreich konnte es nirgendwo sein.


5.153 Asylanträge wurden als "gegenstandslos abgelegt". Das sind die
Afghanen im Iran und in Pakistan, auf der Flucht vor dem Krieg und dem
Terror der Taliban; sie hatten versucht, den legalen Weg zu gehen, hatten
Asylanträge gestellt bei den österreichischen Botschaften in Teheran und
Islamabad ­ vergebliche Mühe!


Herr Taucher, der Leiter des Bundesasylamts, der vorher schon als Chefjurist
der Caritas die Selektion der Flüchtlinge in "gute" und "schlechte" Fälle
verantwortet hatte, entschied ­ in völliger Missachtung der gesetzlichen
Bestimmungen über Drittlandsicherheit: Iran und Pakistan seien "sichere
Drittstaaten" ­ obwohl es dort keinerlei rechtsstaatliche Asylverfahren gibt
und obwohl UNHCR über fortdauernde Abschiebungen afghanischer Flüchtlinge
aus diesen Ländern berichtete.


Unsere LeserInnen erinnern sich: Österreichs blauer Botschafter Howadt ließ
die verzweifelten Flüchtlinge vor der Botschaft in Islamabad von der
pakistanischen Polizei wegprügeln. Wie viele von ihnen gar keine Asylanträge
stellen konnten ­ und daher auch nicht einmal unter den 5.153 als
"gegenstandslos abgelegten" Verfahren aufscheinen ­ wissen wir nicht.


Die richtige Bilanz sieht also ganz anders aus. Von 25.997 "Erledigungen
waren 1114 positiv, also: eine Anerkennungsquote von 4,2 Prozent.


Von den 1114 positiven Bescheiden waren 411 inhaltliche Anerkennungen und
703 Erstreckungen auf EhepartnerInnen und minderjährige Kinder.


411 Flüchtlinge (davon 172 in erster, 239 in zweiter Instanz), deren Gründe
inhaltlich geprüft und für ausreichend befunden wurden ­ in einem ganzen
Jahr! Bei 25.997 "Erledigungen". So schaut's aus.


Übrigens, in eigener Sache: von den 411 inhaltlich geprüften "Positiven
waren 34 Klienten von Asyl in Not. Davon 5 in erster, 29 in zweiter
Instanz. War viel Arbeit für unser kleines Team: Berufungen schreiben,
Beweismittel recherchieren, Einvernahmen vorbereiten ­ und dann das
Entscheidende: die mündliche Verhandlung vor dem Unabhängigen
Bundesasylsenat. Dort gehen immerhin 12 % der gesamten Anerkennungen (29 von
239) auf unser Konto.


Diesen 34 Flüchtlingen, plus 36 Angehörigen, also 70 Menschen konnten wir
helfen. Jeder dieser Erfolge baut auch uns wieder auf und hindert uns am
"Burn-out". Aber was ändert das an der Gesamtbilanz? 96 Prozent der
Menschen, die von Österreich Schutz und Hilfe erhofften, wurden durch eine
verfehlte, konventionswidrige, fremdenfeindliche, rassistisch motivierte
Asylpolitik und Behördenpraxis um ihr Recht gebracht.


Das ist die wirkliche, skandalöse Bilanz.


Michael Genner, Asyl in Not


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02 Asyl-Aktion in Linz
von: Andrea Mayer-Edoloeyi <ame@servus.at>
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Widerstand: Wir fordern Menschenrechte für Flüchtlinge.
Wir fordern eine menschliche Behandlung der
BewohnerInnen des Asylheims Lunzerstrasse Linz


Aufgrund der unhaltbaren Zustaende im Asylheim
Lunzerstrasse in Linz findet am Fr. 1. Februar
ab 14.00 Uhr eine Protestkundgebung am Linzer
Taubenmarkt statt. Naehere Infos und Aufruf:
http://www.servus.at/medea/asyl-situation/index.htm


--
......:::: Andrea Mayer-Edoloeyi :::: .....
ame@servus.at ... http://www.servus.at/ame/
H ++43 664 1765195 ...... T ++43 732 603012
Blumauerstr.37 ................ A-4020 Linz


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03 Paris: Neuer Faschismus in Italien?
von: <aktuell@nadir.org>
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> Neuer Faschismus in Italien?
> Von : Dario Fo
> Ort : Paris
> Datum: 24.01.2002
>
>
> aus Jungle-World
> Nr. 05/2002 - 23. Januar 2002
> http://www.jungle-world.com/_2002/05/07b.htm
>
>
>
>
>
> Neuer Faschismus in Italien?
>
> Absurde Leere
>
> von dario fo
>
>
> Wir leben heute in Italien in einer Atmosphäre der Verwirrung und des
Verrats. Die verschiedenen politischen Gruppierungen fügen sich dem neuen
Faschismus, ja sie erwecken ihn in Wort und Tat erst wieder zum Leben. Alle
grölen sie die gleichen Slogans aus dem altbekannten Repertoire: Freiheit,
Aufbruch, Vaterland, Italien, Verteidigung der Rasse, Schutz unserer
Zivilisation, Leitkultur.
>
> Zu dem, was man heute den »Interessenkonflikt« unserer Regierenden nennt,
kann ich nur sagen: Nicht einmal Mussolini hat sich eine Politik erlaubt,
die derart schamlos seinem persönlichen Vorteil und dem seiner Anhänger
gedient hätte. Wie damals ist es der Fiat-Konzern, der als erster merkt,
woher der Wind weht, und sich in Gestalt seines Chefs Agnelli dem Regime in
die Arme wirft. Auf diesem Weg folgen ihm dann die Banken, die Unternehmen
und so weiter.
>
> Auf der anderen Seite dagegen herrscht eine beängstigende, absurde Leere,
es scheint keine Opposition mehr zu geben. Es ist wahr, und man muss es hier
sagen: Unsere Rolle ist einfach die von Dissidenten, die an Stelle einer
nicht vorhandenen politisch organisierten Opposition zu handeln versuchen.
>
> Ich habe den Parteitag der DS (Ex-PCI) beobachtet, alle schienen wie
versteinert. »Veränderung oder Tod«, riefen sie laut und blieben dann wie
Salzsäulen an ihrem Platz. Und doch gibt es neue Bewegungen - Schüler und
Studenten vor allem, junge Arbeiter, aber auch ein paar alte -, die mir mit
ihrem großen und leidenschaftlichen Engagement wie eine Art
Wiederauferstehung erscheinen, durchaus auch im katholischen Sinne, eine
wunderbare Wiederauferstehung der Opposition nach dem Fegefeuer.
>
> Wie aber reagiert die Linke? Anstatt zu applaudieren und zu unterstützen,
will sie mit diesen Initiativen nichts zu tun haben, ja sie begegnet ihnen
mit Verachtung. Dabei brauchen diese jungen Leute unsere Hilfe und die
richtigen Informationen. Bei uns aber gibt es heute keinen, der zu ihnen in
die Universität ginge, wie es Jean-Paul Sartre 1968 tat, als er einen
Vortrag über das politische Theater, das Theater des Volkes, mit einem Zitat
von Alberto Savinio (italienischer Schriftsteller) eröffnete: »Erzählt, Ihr
Menschen, Eure Geschichte.« Heute spricht niemand mehr über die aktuellen
Ereignisse, über die Gegenwart, über den Zeitgeist, und nicht nur die
Mehrzahl der Regisseure und Theaterintendanten hat überaus geschickt die
Seite gewechselt und steht heute auf der Rechten, sondern auch fast alle
Intellektuellen sind wie betäubt oder tun so, als wären sie gar nicht da,
als gäbe es Wichtigeres, worum sie sich kümmern müssten.
>
> Mich ängstigt diese Situation, sie macht mich melancholisch, aber ich
spiele natürlich weiter Theater. In unseren Arbeiten gibt es immer wieder
Stellen, die die Verhältnisse scharf beleuchten, unser Publikum reagiert
darauf, aber machen wir uns nichts vor, es sind immer die schon Überzeugten,
die zu uns kommen.
>
> Wenn ich heute hier in Paris über den Zusammenbruch der Demokratie
spreche, vor allem, was mein Land angeht, dann muss ich einen Gedanken
äußern, der etwas Provokantes haben mag: Dass ich gezwungen bin, nach Paris
zu fahren, um mit einem Minimum an Reflexion, an Aufmerksamkeit und an
Interesse das aussprechen zu können, was mich bewegt, erinnert mich, ob ich
will oder nicht, an die Debatten, von denen mir einst mein Vater erzählte.
>
> Mein Vater flüchtete vor dem ersten autoritären Regime in meiner Heimat
eben hierher nach Frankreich. Und es ist beunruhigend, von den Zeitzeugen,
von den Überlebenden dieser Epoche zu hören, wie sie sich heute in diese
Zeit zurückversetzt fühlen, in die Jahre der beginnenden faschistischen
Herrschaft.
>
>
>
>
> Auszüge aus der Rede, die Dario Fo am 12. Januar vor dem Collège
International de Philosophie in Paris gehalten hat. Der vollständige Text
erschien zuerst in L'Unità. Wir danken L'Unità und dem Collège für die
freundliche Genehmigung des Abdrucks.
>
> Übersetzung: Ambros Waibel
>
>
> aus Jungle-World
> Nr. 05/2002 - 23. Januar 2002
>
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AKTIONEN UND ANKÜNDIGUNGEN
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04 "Die moralische Distanz"
von: <miriam_westphalen@hotmail.com>
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"Die moralische Distanz" auf Orange 94,0
Sa, 26. Jänner von 15-16:00 und von 16-17:00


Die moralische Distanz diskutiert ab 15:00 live on air anlässlich der 100.
Donnertagdemo mit interessanten GästInnen, die über die letzten zwei
Jahre "Wir gehen bis sie gehen" so einiges zu erzählen haben.
Anschliessend gibt es aus Jubiläumsgründen von 16 bis 17 Uhr die
Wiederholung einer "Distanz"-Sendung aus dem Frühjahr 2000 mit
dem Titel "Demokultur", in der verschiedene DemonstrantInnen
über ihre Motivationen zu Wort kommen und die auf spannende Weise
die Stimmung unmittelbar nach dem Regierungswechsel einfängt.


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05 "Wir gehen solange bis ihr geht!" - Präsentation
von: Eva Brueckner <ebrueckner@t0.or.at>
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Freitag, 1. Februar, 18.00
Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien


Wir gehen solange bis ihr geht!
Präsentation


Noch immer gehen hunderte Menschen einmal in der Woche auf die Straße, um
ihre
Opposition gegen die Beteiligung einer rechtspopulistischen Partei an der
Regierung auszudrücken. Die Donnerstagsdemonstrationen sind ein Teil der
vielfältigen Kultur des Widerstands, die sich aus einem breiten Spektrum an
Protestformen entwickelt hat. So heterogen die Zusammensetzung dieser
Bewegung
auch sein mag, gewisse Anliegen stimmen doch überein wie etwa das Eintreten
für
Menschenrechte, für die Beibehaltung des Sozialstaats oder das Engagement
gegen
rassistische oder sexistische Ausgrenzungen.
Einige der Initiativen, die vor zwei Jahren begonnen haben und ihre Form des
Protests gegen Schwarz-blau konsequent ausüben, sprechen in kurzen
Projektpräsentationen über die Hintergründe ihres Entstehens, ihre
Aktivitäten
und Perspektiven.


El Awadalla, Widerstandslesungen.
Christian Apl, medienunabhängiger Nachrichtendienst (MUND).
Anneliese Gesswein, eine von vielen DonnerstagsdemonstrantInnen.
Mitglieder der Botschaft Besorgter BürgerInnen.
Johanna Hofinger, www.ballhausplatz.at.
Hikmet Kayahan, TschuschInnenpower.
Helga Köcher, Brücken für den Frieden und andere Netzwerke.
Ursula Napravnik, Organisationsteam "Für Demokratie" am 02.02.02.
Peter Putz, www.ewigesarchiv.at.
Christine Recht, Rosaflieder.
Kurt O. Wendt, Wirt.
Moderation: Lisl Ponger, Filmemacherin und Fotografin, Wien.
Fotos von Pedro Negro, www.clandestino.at, Hannes Reisinger,
www.ewigesarchiv.at
und Lisl Ponger


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06 DIE ERSTE AUSGABE DER ZEITSCHRIFT "grundrisse" IST DA!
von: "redaktion grundrisse" <grundrisse@gmx.net>
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Liebe potentielle Leserinnen, liebe potentielle Leser,


wir freuen uns, euch die erste Ausgabe der Zeitschrift "grundrisse"
präsentieren zu dürfen.
Quasi als Vorstellung des Projekts folgt nun das Editorial der ersten
Nummer:


Liebe Leserinnen, liebe Leser,


dass wir die erste Nummer unserer (hoffentlich vierteljährlich
erscheinenden)
Zeitschrift grundrisse vorlegen können, beruht zum einen auf zufälligen
persönlichen und politischen Bekanntschaften, ähnlich gelagerten
Bedürfnissen und der Freude, gemeinsam ein Projekt auf die Beine zu stellen.
Schon bevor die erste Nummer produziert wurde, konnten wir auf die
solidarische Unterstützung einer ganzen Reihe von Personen zählen. Harry hat
das Layout beigesteuert, Wolfgang das wunderbare Fest-Essen gekocht, auf dem
so viele UnterstützerInnen durch großzügige Spenden das Erscheinen dieser
Nummer möglich gemacht haben. Ohne unser Umfeld, das mit Wohlwollen und
Sympathie dieses Projekt unterstützt hat, wären die Grundrisse nicht, oder
jedenfalls nicht in dieser Form erschienen - wir danken allen an dieser
Stelle ganz herzlich!


Auch wenn der Zufall eine Rolle gespielt hat, so ist das Erscheinen dieser
Zeitschrift doch nicht bloß zufällig. Ob man/frau den Zufall wie Spinoza als
bloßen Schein begreift, der dem Mangel an adäquater Erkenntnis entspringt,
oder mit Hegel ihn mit der Notwendigkeit vermitteln muss, es existieren eine
Reihe von objektiven Faktoren, die eine Handvoll jüngerer und älterer Buben
dazu veranlassen, eine Theorie- und Diskussionszeitschrift mit Bezug zum
Marxschen Denken herauszugeben. Damit sei gleich vorweg das größte Manko
dieser Zeitschrift herausgestellt. Die Redaktion ist derzeit rein männlich
besetzt. Wir hoffen, dass sich dieser Umstand in den nächsten Monaten rasch
ändern wird. Momentan tragen wir´s mit Fassung und Selbstironie.


Aber genug der subjektiven Unzulänglichkeiten. Werfen wir einen Blick auf
die objektiven, gesellschaftlichen Umstände. Die historische Entwicklung
selbst hat die Möglichkeit einer offensiven Kritik am Kapitalismus wieder
auf die Tagesordnung gesetzt. Die Phase des Fordismus, mit geregelten
Arbeitsverhältnissen, hohen Löhnen und sozialer Absicherung gehört wohl
endgültig der Vergangenheit an. Entsolidarisierung, Privatisierung und Neue
Armut prägen die gesellschaftliche Wirklichkeit in den kapitalistischen
Metropolen. An die Stelle der inzwischen vergessenen Rhetorik der Freiheit
der 60er und 70er Jahre sind die Imperative des freien Marktes und der
Kapitalakkumulation getreten. Diese Entwicklung, die hier nicht weiter
ausgeführt werden muss, da sie buchstäblich mit Händen zu greifen ist,
bedeutet Herausforderung und Chance für gesellschaftskritisches Denken. Ohne
Zweifel, der Wind hat umgeschlagen: in den 80er und zu Beginn der 90er Jahre
schien die Sache für marxistisches, radikales Denken und Handeln sehr
aussichtslos. Auf der akademischen, intellektuellen Ebene dominierte der
Poststrukturalismus, der den Marxismus mit verächtlicher Geste als "große
Erzählung" entsorgte; politische Aktivität bewegte sich im Umkreis "grüner"
Themen. Die Brutalität und Krisenhaftigkeit des Kapitalismus hat den Raum
für Zwischentöne verknappt. Ob es der Antritt der blau-schwarzen Regierung
in Österreich, die Krise der sogenannten Tigerstaaten, die Ereignisse des
11. September waren, die latente Widersprüche offen zu Tage treten ließen
und neue schufen, die herrschenden Mächte selbst drängen auf ein Für oder
Wider, Alles oder Nichts, Entweder - Oder.


Wir sind erneut herausgefordert. Wir sind herausgefordert, unsere Begriffe
und Denkschemata zu überdenken, zu aktualisieren, an Hand der
gesellschaftlichen Tendenzen neu zu konzipieren. Ob es sich um den Begriff
der Krise, der Klasse, ob es sich um Begriffe wie Emanzipation, Widerstand,
Entfremdung, Wert, Kapital, Imperialismus oder Sozialismus handelt, all
diese Ausdrücke gilt an gesellschaftlich-geschichtlicher Erfahrung zu messen
und erneut die Grenzen und Möglichkeiten emanzipatorische Handelns
auszuloten. Ausgangspunkt und Wege sind naturgemäß vielfältig und komplex.
Abstrakt formulierte Theorien, individuelle Bedürfnisse, Erfahrungen in
sozialen, kulturellen und politischen Zusammenhängen können und sollen den
Ausgangspunkt darstellen und verschiedene Formen der Auseinandersetzung, sei
es der Polemik, der Analyse, des Kommentars oder der Buchbesprechung
annehmen. Letztlich sollen aber alle Beiträge in den Grundrissen dazu
dienen, die Reflexion der gesellschaftlich-geschichtlichen Entwicklung im
Hinblick auf deren emanzipatorische Überwindung voranzutreiben. Diese etwas
pathetische Formulierung erfordert eine gewisse Relativierung. Dass unsere
Fähigkeiten, Kenntnisse und Möglichkeiten beschränkt sind, ist eine
Banalität. Komplexer ist der Umstand, dass wir uns als Teil einer Linken
verstehen, die nicht unbedingt im besten Zustand ist. Auch wenn die
gesellschaftliche Wirklichkeit durch stärkere Polarisierung gekennzeichnet
ist, als noch die 80er Jahre, so ist die radikale Linke weit von
tatsächlicher
gesellschaftlicher Relevanz entfernt und radikale Gesellschaftskritik ist
nach
wie vor marginalisiert. Es wäre fast ein Wunder, wenn gesellschaftliche
Bedeutungslosigkeit und Ohnmächtigkeit sich nicht in eine Reihe von
Deformationen und Unzulänglichkeiten niederschlagen würden. Obwohl
die Linke verglichen mit den 70er Jahren, durchaus an Dialogfähigkeit und
Selbstreflexion gewonnen hat, grassieren weiter ein gewisser Primitivismus,
der komplexe Sachverhalte auf simple Schemata reduziert und vor allem ein
hysterischer Reduktionismus, der derzeit in den sogenannten antideutschen
Kreisen immer wahnwitzigere Blüten treibt. Diese Ansätze haben,
aristotelisch
gesprochen, jede Mitte verloren. Wir wollen diesem 110% Fanatismus,
der alles, nur nicht sich selbst reflektieren kann, eine differenzierte
Haltung entgegensetzen. Wir nehmen uns ernst, aber nicht bier- und
tot-ernst, wir sind nicht zynisch aber haben die Selbstironie nicht
verloren,
wir wissen um unsere Grenzen, lösen aber nicht alles in Relativismus auf.
Grundsätzlich verstehen wir uns nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung
und Bereicherung zu anderen politische Projekten, Organisationen und
Initiativen. Die bisherigen Mitglieder der Redaktion arbeiten fast alle auch
in anderen politischen Kontexten. Wir empfinden dies nicht als Mangel,
sondern als Bereicherung für unsere Redaktionsarbeit.


Wenn es einen Unterschied zu ähnlichen theoretischen Zeitschriften gibt, so
liegt dieser in erster Linie in der Arbeitsweise, die wir bisher mit Erfolg
praktiziert haben und weiter praktizieren werden. Jeder Artikel wurde
ausführlich mit den Autoren in der Redaktion diskutiert. Auf Grund der
Rückmeldungen, Anregungen, Einwände und Hinweise wurde in einem zweiten
Schritt der Text nochmals überarbeitet. Ziel dieser Debatte ist nicht, eine
bestimmte allein seligmachende Auffassung durchzudrücken, sondern die
Argumentation zu verdichten, unbemerkte Schwachstellen als solche zu
benennen und offene Fragen wenn möglich zu klären. Die Themen der Artikel
dieser Ausgabe sind hauptsächlich durch die Subjektivität der Beteiligten
erklärbar und gehorchen keinerlei geplanter Schwerpunktsetzung. Dennoch hat
sich ein Überhang an "Kapital"-beeinflussten Texten herauskristallisiert,
dies ist wie gesagt dem Zufall (oder seiner Notwendigkeit?) geschuldet.


Karl Reitter setzt sich in "Der Begriff der abstrakten Arbeit" mit einer,
wenn nicht der Grundkategorie der Marxschen Werttheorie auseinander und
versucht, über eine kritische Auseinandersetzung bereits geleisteter
Ansätze, den Begriff auch für die Analyse postfordistischer Gesellschaften
fruchtbar zu machen. "Der schmale Grat" von Martin Birkner ist eine Analyse
zweier Strömungen des Marxismus, des "Strukturalismus" wie des klassischen
"hegelianisierenden" Marxismus, anhand Michael Heinrich´s Buch "Die
Wissenschaft vom Wert", und die Marxschen Reproduktionsschemata, welche
das Zentrum des II. Bandes des "Kapital" darstellen, werden von Markus
Gassner entlang verschiedener Interpretationslinien in Hinblick auf
krisentheoretische Aspekte erläutert.


Nicht nur wegen dem 30. Jahrestag des Erscheinens von "Die Verdammten dieser
Erde" und aufgrund des 30. Todestages des Autors, Franz Fanon, ist die
Diskussion dieses Klassikers wieder modern geworden. Robert Foltin setzt
sich mit der Aktualität des Fanonschen Denkens auseinander, welches gerade
in der derzeitigen geopolitischen Situation wichtige Impulse für eine
emanzipatorische Entwicklung an der kapitalistischen Peripherie geben kann.
Die blau-schwarze Regierung hat uns nicht nur die "Wende" beschert, sondern
auch noch die "Wendephilosophen". Klaus Neundlinger erforscht am Beispiel
Rudolf Burger das Denken der "Wende".


Die offenen Redaktionstreffen der grundrisse finden jeden 2. und 4. Montag
im Monat im "Cafe Kafka", 1060 Wien, Capistrangasse 8, ab 19 Uhr, statt.
Interessierte LeserInnen sind herzlich eingeladen. Abschließend möchten wir
noch auf die ab Erscheinen der zweiten Nummer stattfindenden
Diskussionsveranstaltungen hinzuweisen. Kurzes Mail an grundrisse@gmx.net
genügt, und wir senden euch (selten, versprochen!) diesbezügliche
Informationen
gerne zu. In diesem Sinne wünschen wir euch eine anregende Lektüre und uns
dementsprechendes Feedback.


Die grundrisse-Redaktion


PS: Da wir glücklicherweise über keine zahlungskräftigen GeldgeberInnen im
Hintergrund verfügen, sei an dieser Stelle an die - für uns
lebensnotwendige -
Möglichkeit eines (Förder-)Abonnements hingewiesen.
_________________________________________________


Die erste Ausgabe der Zeitschrift "grundrisse" mit einem Umfang von 72
Seiten ist ab 29. Jänner 2001 erhältlich und kostet ? 4.80.


In Wien gibt´s die "grundrisse" bei: BH Winter, Brigitte Hermann,
Zentralbuchhandlung, Südwind 9. & 6., Rave up Records, Infoladen im EKH,
in den Bundesländern sowie im "Ausland" erst in Kürze. Probenummer- und
Abobestellung entweder unter grundrisse@gmx.net oder postalisch unter
"Redaktion Grundrisse, c/o Karl Reitter, Antonigasse 100/8, A-1080 Wien.


Die Präsentation der Zeitschrift "grundrisse" findet am Mittwoch, dem 30.
Jänner 2002 beim "Jorgos" in der Schönbrunnerstraße 113, 1050 Wien
(erreichbar via U4 Margaretengürtel oder Pilgramgasse), um 20 Uhr statt.
Interessierte Menschen sind herzlichst eingeladen.


auf wiederlesen
eure "grundrisse"-redaktion


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07 BIG DEMO - help make it possible! (If not Feb 2, when?)
von: Gush Shalom <adam@gush-shalom.org>
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file://=//=//=//=//=//=//=//=//
// Gush Shalom Billboard //
file://=//=//=//=//=//=//=//=//


[This billboard is about an action of several organizations and individuals,
Gush Shalom among them.]


PLEASE REACT AND FORWARD


The large-scale house demolition operation in Rafah has woken up many
people. The media changed tone, started at least to put some question
marks, allowing the debate about war crimes to take place center stage. But
it was felt even more from the way people started phoning and emailing each
other, expecting that perhaps the other knew about when will there be a big
rally. After more than a week was lost waiting for Godot, while things got
worse by the day, now a committee has been formed by members of
ICAHD, Women's Coalition for Peace, Gush Shalom, Ta'ayush and New
Profile, which cut through the hesitations and decided that it has to be
Saturday night, Feb. 2, in Tel-Aviv Museum Square, 7.30 in the evening. The
idea is to involve as many organizations as are willing to contribute and
mobilize for a demonstration with the following headline:


THE OCCUPATION IS KILLING US ALL (HAKIBUSH HOREG ET KULANU)


Stop the killing - Dai la hereg
Stop the assassinations - Dai la chisulim
Stop the destruction - Dai la harisa
Stop the escalation - Dai lahaslama
Stop the war crimes - Dai le pish'ey milchama
Stop the revenge - Dai le nekama
etc.
[culminating in:]
STOP THE OCCUPATION - DAI LE KIBUSH


There will be an ad in Ha'aretz, speakers, artists, a special poster hung
at
billboards in the big cities, there is going to be a stage, light, sound,
transportation from several places in the country. That's what we want.
Those who did it in the past don't want to try, so we have to do it
ourselves.


The organizations who are behind this initiative will do their utmost but
cannot be expected to carry this alone. In order to get it done, we also
cannot
rely only on what we will collect during the event. WE NEED IMMEDIATE
CONTRIBUTIONS. If you think it is worth it, then write NOW a cheque.
Your contribution should be made out to "Ezra Humanitari" (a bank account
was opened by Yakov Manor specifically for the purpose of receiving
contributions for such occasions); on a separate paper should be written
"for demo Feb'2".
Send the envelope to Beate Zilversmidt, pob, 2542, Holon, 58125, Israel
NB: EMAIL US THAT YOU DID IT!


Anat Biletzki
<anatbi@post.tau.ac.il> 03-6818392 / 03-6407247
Amira Gelblum <amirah@netvision.net.il> 03-613 5957
Keren Assaf <mali_assaf@usa.net> 03-6911748
Amos Gvirtz
<amosg@shefayim.org.il> 09-9523261 / 058-560001
Beate Zilversmidt
<beate@gush-shalom.org> 03-5565804 / 056-709604
Yakov Manor
<odsh7@zahav.net.il> 09-7670801/7678457 / 050-733276
Ofer Lior 053-501364 <Lior_ofer@hotmail.com>


----
NB: The Hebrew transcript of the war crimes panel is now available on
http://www.gush-shalom.org
English is not yet on site but already available on request,
email to info@gush-shalom.org and write in the subject line:
"war crimes transcript English"


If you got this forwarded, and would like to receive our emails directly you
can subscribe by sending a blank message (from the address where you
want to receive them) to:
Gush-Shalom-subscribe@topica.com
In order to receive Hebrew [not always same as English] mail to:
test_gush-shalom.org-subscribe@topica.com


If you want to support Gush Shalom's activities you can send a cheque or
cash, wrapped well in an extra piece of paper, to:
Gush Shalom pob 3322, Tel-Aviv 61033.


NB:Riad Hamad from Austin,Texas collects children's software, books and
computers for Rafah refugee camp. Anyone interested in helping
contact
rhamad3@aol.com


For more about Gush Shalom you are invited to visit our renewed website:
http://www.gush-shalom.org/


SUBSCRIBE YOURSELF:
mail (don't use reply) to Gush-Shalom-subscribe@topica.com

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08 Tree planting / Weekend actions / New refuser
von: Gush Shalom <adam@gush-shalom.org>
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file://=//=//=//=//=//=//=//=//
// Gush Shalom Billboard //
file://=//=//=//=//=//=//=//=//


['Billboard' includes announcements from other organizations. For more
details turn
to the organizers - whose addresses appear in the item.]


[1] Sat. Jan. 26: Planting Trees in an "unrecognized" village
[2] Weekend Actions of Peace Now in J'lem & TA
[3] Filmers go for real [ongoing action]
[4] Letter campaign for imprisoned refuser Omry Yeshurun


[1] Sat. Jan. 26: Planting Trees in an "unrecognized" village


------- Forwarded message follows -------
From: Susi Mordechay <susim@inter.net.il>


Recognition


A group of organizations working for the recognition by the gov't of Israel
of
the "unrecognized" villages in the Negev, invites you to plant olive trees
in an
unrecognized village on Saturday, 26/1/02.


In order to help us to purchase the plants we are asking the participants
(and those who cannot participate) to "buy" plants, through contribution.
Each plant costs 7 nis. Thanks.


Meeting points:


Tel Aviv, El Al terminal, Northern Train Station, at 8:30 AM.


For further information: Amos Gvirtz 09-952-3739, 09-952-3261


Shoket Junction: 10:00 AM.
For further information:
Michal Porat 058-292-250,
Atia Al-Assam 050-702-064


The Association of Forty, The Union of the Unrecognized Villages'
Councils, The Israeli Committee Against Home Demolitions, The Negev
Forum for Co-Existence, New Profile


[2] Weekend Actions of Peace Now in J'lem & TA


------- Forwarded message follows -------
From: "Peace Now" <peacenow@actcom.co.il>


January 24, 2002


This message announces the following actions on January 26:


1. Saturday Night: Protests in Jerusalem and Tel-Aviv


2. Saturday Afternoon: Open working meeting of activists in the
Israeli-Palestinian Coalition for Peace at the New Imperial Hotel in
Jerusalem


SATURDAY NIGHT: PROTESTS IN JERUSALEM AND TEL-AVIV


On Saturday Night, January 26 19:00, Peace Now will hold parallel protests
at the PM's residence in Jerusalem and the Defense Ministry in Tel-Aviv
under the slogan "Enough! Sharon is Leading us into a Catastrophe." A
display, composed of two coffins lit by torches, one with an Israeli flag
and the other with a Palestinian flag, will be shown. A banner with the
inscription "Assassination --> Bombing" will be hung nearby. Meretz and
Labor MKs will attend.


Moria Shlomot, Director of Peace Now: "Sharon's government is destroying
the efforts to achieve a cease-fire. In its hands, the 'war against terror'
has
become a total war on the Palestinian people. This war is undermining
Israel's security, economy and morality. It is gravely endangering our
future.
This war must be stopped."


This is the eight consecutive weekend that activity of this kind is held in
Jerusalem. Activists hope the Tel-Aviv protest will also mark the beginning
of
a sustained effort.


Jerusalem: Noam Hoffshteter, 054-218518;
Tel-Aviv: Moria Shlomot, 054-322834


[3] Filmers go for real [ongoing action]


The following open letter in Ma'ariv (Tue., Jan.22) by a group of Israeli
filmmakers is part of an ongoing campaign of screening Palestinian films for
Israeli audiences.


"At the Tel-Aviv cinemateque we initiated a special showing of Rashad
Mashrawi's film "The Voice of Palestine", a film documenting the efforts of
this radio station to continue operating despite the efforts to silence it
by the
Government of Israel and its army. The film follows the station's
fieldreporters, who report from hotspots of the Intifada: Naqba Day
demonstrations are shown, confrontations with the occupation soldiers,
protests at bombed sites and in military checkpoints.
We sharply protest the blowing up of the "Voice of
Palestine". The destruction of the Palestinian radio
building has nothing to do with "fighting terrorism."
It was only aimed at breaking the spirit of the Palestinian people.


At this moment, we have no direct contact with the stations' staff; we only
know that they manage to continue broadcasting, despite the destruction of
their offices and studio.
Let Israelis watch this film and they will see through the government
propaganda.
Let the government know that some citizens of this country do not accept
what it inflicts on the Palestinian people.
Let them know that there are Israelis who identify with the Palestinian
aspiration to be free of occupation, and feel solidarity with the
Palestinians
oppressed by our country. That there are Israelis who think that
negotiations
should take place, also under fire. Only negotiations can lead us out of the
conflict. Bombings, assassinations and sieges can bring only escalation and
mutual killings - as we tragically saw again in the past few days.
Osnat Trabelsi, Yehuda (Judd) Ne'eman, Avi Mugrabhi, Amit Broyer, Anat
Even, Yuli Gerstel - Film Makers.
Contact: "Osnat Trabelsi" <basetrus@netvision.net.is>


[4] Letter campaign for imprisoned refuser Omry Yeshurun


----------forwarded message follows--------------
From: yesh gvul <yeshgvul2001@yahoo.com>


Lieut. (res.) Omry Yeshurun (26) , of Kibbutz Yagur, was sentenced
yesterday (22.01) to 28 days in Military Prison 6, for failing to report
for service in Tul Karem with his armour unit.


Omry, a 3rd year student of electrical engineering at the Technion in
Haifa,
notified his unit months ahead that he would not report for service in the
territories.


Omry's statement: "The government's policy in the territories is criminal,
and is bedevilling the lives of all of us for generations to come. No
reasonable person should support such a policy."


Omry's address in prison:


Lieut. Omry Yeshurun
Personal number 5124208
Military post 03734
Military Prison No. 6
IDF
ISRAEL


Omry will be grateful if letters supporting his protest are sent to the
minister of defense, and to the commander of Military prison 6. (Please
send
us copies !)


Mr. Binyamin Ben-Eliezer,
Minister of Defence,
Ministry of Defence,
37 Kaplan st.,
Tel-Aviv 61909,
Israel.
e-mail: mailto:sar@mod.gov.il
Fax: ++972-3-696-27-57 / ++972-3-691-69-40 /
++972-3-691-79-15


Commander of Military Prison No. 6,
Military Prison No. 6,
Military postal number 03734,
IDF
Israel.
FAX: ++972-4-869-28-84


Peretz Kidron - Ram Rahat
YESH GVUL
www.yesh-gvul.org


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MELDUNGEN UND KOMMENTARE
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09 Temelin und Benes-Dekrete / Broschüre
von: "Arbeitsgruppe Marxismus" <agm@agmarxismus.net>
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T e m e l i n u n d B e n e s - D e k r e t e
Vorspeise und Hauptgericht eines ungenießbaren Menüs


Über 900.000 Wahlberechtigte haben sich von FPÖ und KroZe also für ihr
"Volksbegehren" mobilisieren lassen. Dass es dabei nicht um das AKW geht,
ist schon daraus ersichtlich, dass die angeblichen Vorkämpfer für "die
österreichische Bevölkerung" das Volk gegen gefährlichere AKWs in Bayern
oder der Slowakei nicht begehren lassen. Daran ändert auch die jämmerliche
Haltung der SPÖ nichts, die es ihren Anhänger/innen doch glatt
"freigestellt" hat, sich an dieser antitschechischen Kampagne zu
beteiligen - statt die reaktionären nationalistischen Ziele von Haider und
Dichand scharf zu bekämpfen.


Was die eigentlichen Absichten der FPÖ sind, wurde unmittelbar nach dem
Volksbegehren deutlich: FPÖ-Klubobmann Hojac (der, der sich Westenthaler
nennen lässt) erklärte prompt, dass auch die Aufhebung der Benes-Dekrete für
seine Partei eine Vorbedingung für den EU-Beitritt Tschechiens sei. Und sein
Chef Haider erläuterte Tags darauf, dass die Frage der Benes-Dekrete
eigentlich die viel wichtigere Frage (im Vergleich zum AKW Temelin) sei.
Damit war die Katze endgültig aus dem Sack: Die FPÖ will mit antislawischer
Hetze die EU-Osterweiterung torpedieren - wenn schon nicht verhindern, dann
doch verzögern.


Bereits im April 2001 haben wir geschrieben: "Temelin ist eine auf
kurzfristige Emotionen angelegte Sache (...). Da sind stärkere Signale
nötig, Signale, die an dumpfe Emotionen, Signale, die an tiefer liegende
Ressentiments anknüpfen, an Probleme, die das Verhältnis zwischen Österreich
und den slawischen Nachbarstaaten konstant über Jahrzehnte wenn schon nicht
immer belastet, so doch begleitet hatten. Und hier sind die Benes-Dekrete
bezüglich Tschechiens ebenso nützlich wie die AVNOJ-Dekrete bezüglich
Sloweniens."


Die gegenwärtige Politik der Zuspitzung und nationalistischen
Emotionalisierung, die die FPÖ auch gegenüber der slowenischen Minderheit in
Kärnten betreibt, dient freilich auch wahltaktischen Kalkülen (die FPÖ hat
seit ihrer Regierungsbeteiligung sämtliche regionalen Wahlen verloren). Der
Hintergrund sind aber doch die Rechnungen, die der österreichische
Deutschnationalismus eben besonders mit Tschechien und Slowenien offen hat.


Marxist/inn/en im speziellen und Linke im allgemeinen, müssen sich dem
antislawischen Nationalismus, der hier neu aufgekocht wird, mit aller Kraft
entgegen stellen. Auch wenn wir die EU als imperialistisches Projekt
ablehnen, muss den Regierungen von Österreich, Deutschland oder anderen
imperialistischen Staaten das Recht abgesprochen werden, die Aufnahme von
osteuropäischen (und anderen) Ländern an irgendwelche Bedingungen zu
knüpfen. Noch mehr müssen wir Figuren wie Haider, der die
NS-Konzentrationslager, in den Millionen "slawische Untermenschen" ermordet
worden sind, als "Straflager" bezeichnet hat, das Recht absprechen, sich in
irgend einer Weise über "den tschechischen Völkermord an den
Sudetendeutschen" zu ereifern.


Das heißt aber nicht, dass wir in einem falschen Reflex (in den so manche
Linke verfallen), die Benes-Dekrete als progressiven Akt idealisieren. Diese
Dekrete waren letztlich in einer völkischen, nationalistischen Logik
gefangen: Bestraft wurden nicht die Faschisten (und davon wären auf dem
Gebiet der CSR dann eben viel mehr Deutsche, Slowaken und Ungarn betroffen
gewesen als Tschechen), sondern "die Deutschen" - darunter auch
Antifaschist/inn/en und in einzelnen Fällen sogar Juden, die sich bei der
einen oder anderen Volkszählung in der Zwischenkriegszeit als Deutsche
eintragen hatten lassen.


Genaueres und Hintergründiges zur Diskussion um die Benes-Dekrete findet
sich in unserer Broschüre:


D i e L i n k e
u n d d i e B e n e s - D e k r e t e
Ein Beitrag zu einer notwendige Debatte vor dem Hintergrund der
EU-Osterweiterung
Wien, April 2001
40 Seiten, 2 Euro (plus 50 Cent Porto)


Bestellungen an: agm@agmarxismus.net


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DISKUSSION
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10 Zu: 08 Stop Peres, Friday in Tel-Aviv // Report on visit to Ramallah
von: <inkariva@chello.at>
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Ich glaube kaum, dass die unreflektierte Weiterleitung solcher Informationen
sehr zielführend ist. Sie zeigen lediglich die Hilflosigkeit von Gush
Shalom in
dieser Situation einen glaubwürdigen Beitrag zum Frieden zu leisten.


Dr. Ruth Contreras


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11 Re: 08 Stop Peres, Friday in Tel-Aviv // Report on visit to Ramallah
von: trustram/ernstbrunner <hx65@dial.pipex.com>
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Wer vermöchte in der gegenwärtigen verzweifelten Lage noch zu
sagen, wie mündige, verantwortungsbewußte Bürger den glaubwürdigsten
Beitrag zum Frieden leisten könnten?


Die Leute von Gush Shalom versuchen es eben mit den ihnen zur
Verfügung stehenden Mitteln - so wie auch die österreichische
Widerstandsbewegung sich der hiesigen Bundesregierung widersetzt,
wie es eben geht. (Auch die Donnerstagsdemos könnte man als
Zeichen der Hilflosigkeit werten, da sie ja scheinbar ohne Wirkung
geblieben sind.)


Dort wie hier ist es das Bestreben der Aktivisten, unzweifelhaft
unrechtmäßig vorgehende Koalitionsregierungen unter anderem
dadurch zu Fall zu bringen, daß sie Druck auf den gemäßigteren
Partner ausüben (da bei dem extremeren ohnehin Hopfen und Malz
verloren ist).


Selbstverständlich erfolgt die Weiterleitung derartiger Informationen
keineswegs unreflektiert. Gerade unter den jetzigen Bedingungen ist
es besonders wichtig, den Widerstand (dort wie hier) zu dokumentieren.
Immerhin ist zu beachten, daß derartige Aktionen dort wie hier noch
möglich sind. Auch das verdient festgehalten zu werden.


Dr. Edgar Ernstbrunner


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SOLIDARITÄT WELTWEIT
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12 Internationale Kampagne für die Freilassung von Ali Khalid Abdullah
von: "anti_prison" <antiprison@lycos.com>
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Gruesse an alle UnterstuetzerInnen von politischen Gefangenen,


Nachfolgend eine kurze Aktualisierung bezueglich Ali Khalid Abdullah
und der neulich gegruendeten Internationalen Kampagne fuer die
Freilassung von Ali Khalid Abdullah. Wir bitten alle Gefangenen-
Unterstuetzungsgruppen und EditorInnen von anarchistischen, linken,
revolutionaeren, unabhaengigen und anderen medialen Quellen den
nachfolgenden Text in ihren Publikationen abzuzdrucken, damit die
OEffentlichkeit davon noch vor oder waehrend des Monats Februar 2002
erfaehrt. Wir bitten euch auch darum diese Nachricht an sie viele
Leute wie nur moeglich zu verbreiten und sich an der Kampagne zu
beteiligen.
Falls ihr an tiefergehenden Artikel oder Fotos von Ali interessiert
seid, dann nehmt Kontakt auf mit der Internationalen Kampagne fuer
die Freilassung von Ali Khalid Abdullah, deren Adresse ihr am Ende
dieses Textes findet.


Danke fuer eure Unterstuetzung,
die Internationale Kampagne fuer die Freilassung von Ali Khalid
Abdullah


***


Neue Internationale Kampagne fuer die Freilassung von Ali Khalid
Abdullah


Eine neue internationale Koalition wurde gebildet, mit der Absicht
den politischen Gefangenen Ali Khalid Abdullah zu unterstuetzen und
frei zu bekommen. Ali Khalid Abdullah ist ein neu-afrikanischer
Anarchist, der seit 12 Jahren im US-Bundestaat Michigan in Haft
sitzt. Er wurde verurteilt weil er versucht hatte einem grossen
Drogendealer das Handwerk zu legen, welcher in der Gemeinde von Ali
Kinder und Frauen fuer seine Drogengeschaefte missbrauchte. In der
Haft hat Ali die Political Prisoners of War Coalition (PPWC -
www.geocities.com/ppwc_uk) gegruendet, und ist seither extrem aktiv
im Kampf anderen Gefangene und Unterdrueckten im allgemeinen zu
helfen und sie zu lehren. Er hat ebenfalls sehr viel zu verschiedenen
Themen mit Bezug zur Geschichte, der revolutionaeren Theorie und der
Sozialkritik geschrieben. Er ist stets ein fester Gegner des
Patriarchats, des Heterosexismus, des Rassismus, der
Umweltzerstoerung und des Kapitalismus geblieben, auch angesichts
massiver Repressionen und Marginalisierung. Seit Ali inhaftiert ist
wurde ihm 5 Mal eine vorzeitige Entlassung auf Bewaehrung verweigert,
aus Gruenden die vom Michigan Parole Board (jener Instanz, die sich
in Michigan um diese Entlassungen kuemmert) nie erlaeutert oder
gerechtfertigt wurden. Im Februar 2002 kommt es erneut zu einer
Anhoerung von Ali, und er benoetigt deshalb dringend Solidaritaet,
gegenseitige Hilfe und liebende Unterstuetzung.
Fuer weitere Informationen ueber Ali, seine Artikel, und was ihr tun
koennt um ihm zu helfen, dann kontaktiert bitte folgende Adresse.
Besonders finanzielle Unterstuetzung ist dringend geboten.
Besonders hinsichtlich der erneuten Anhoerung vor dem Parole Board
braucht Ali dringend Unterstuetzung, vor allem was die Anwaltskosten
anbelangt.


International Campaign to Free Ali Khalid Abdullah
c/o Pushing Forward
2716 SE 21st Ave
Portland, OR 97202
USA
e-mail: freeali@disinfo.net
www.angelfire.com/dc/freeali (derzeit nur in Englisch, aber bald auch
auf Deutsch)
(deutschsprachiger Kontakt ueber antiprison@anarchistblackcross.org)


Kontakt zu Ali selbst:


Ali Khalid Abdullah
#148130
Thumb Correctional Facility
3225 John Conley Drive
Lapeer, MI 48446
USA


(Deutsche UEbersetzung und Vervollstaendigung von Antiprison ­
antiprison@anarchistblackcross.org)
_______________________________


Antiknast ­ Anarchistischer Infodienst mit News und Infos über politische
Gefangene und staatsliche Repression


E-Mail : antiprison@anarchistblackcross.org


News : www.groups.geocities.com/group/antiknast
(Empfehlenswerte englischsprachige Seite: www.anarchistblackcross.org)


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LINKS / VERWEISE / HINWEISE
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13 prairie [Frische Service]: 24.01.2002
von: uschi reiter <uschi@prairie.at>
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prairie [Frische Service]: 24.01.2002

politik + verbrechen


Eva Egermann : "Radio started to be boring"
Es ist fast 3 Jahre her, dass die Natobombardements gegen serbische und
montenegrische Städte, am 24. März 1999 begonnen haben. Inzwischen haben
Afghanistan und diverse andere 'Schurkenstaaten' Jugoslawien aus den
Schlagzeilen verdrängt. Was aber wurde aus dem ehemaligen 'target' der Neuen
Weltordnung. Folgende Eindrücke und Aufnahmen entstanden im Laufe eines
einwöchigem Aufenthalts in Belgrad, im Rahmen von 'Real Presence' (2001) und
beschreiben Versuche einer Entwicklung einer 'unabhängigen'
Medienlandschaft in
Serbien.
http://www.prairie.at/frame?artikel/20020124194648

Andrea Sieder : Det hamwa uns verdi.ent
Berliner Linke versuchen sich an einem italienischen
Erfolgsrezept: In einem Haus der Dienstleistungsgewerkschaft ver:di soll
nach
dem Vorbild der 'Centri sociali' ein 'Soziales Zentrum' Berlin entstehen -
als
Anlaufstelle für ein breites linkes Spektrum.
http://www.prairie.at/frame?artikel/20020124195119


Lecken Sie mich am Arsch!
In den letzten Wochen gab es hinter den kulturpolitischen Kulissen der Stadt
Linz heftige Aufregung um die fragwürdigen Vergabepraktiken bei
Auslandsstipendien. Nun tritt ein Stadtkulturbeiratsmitglied aus Protest
gegen
die seiner Meinung nach unseriösen und jeder Rechtssicherheit ins Gesicht
schlagenden Vorkommnisse zurück. prairie.at veröffentlicht das
Rücktrittsschreiben von Andi Wahl.
http://www.prairie.at/frame?artikel/20020124180641


kapital + arbeit


Gerhard Klas : Neoliberalismus gegen Sozialmüll
Wenn sich in den kommenden Tagen tausende KritikerInnen der kapitalistischen
Globalisierung zum World Social Forum in Porto Alegre (bzw. zur
Anti-Nato-Demo
in München) treffen geht es um die Perspektiven der Bewegung. Die
Perspektiven
der neoliberalen Globalisierung hat die Attac-Aktivistin Susan George in
einem
fiktiven Report zusammengefasst.
http://www.prairie.at/frame?artikel/20020124192627


stadt + land


Hana Schatz : Auftakt Chancengleichheit
Die Oberösterreichische Landesregierung hat - initiiert von
Frauenlandesrätin
Ursula Haubner (FPÖ) - das Jahr 2002 zum "Jahr der Chancengleichheit"
erklärt.
Das Land stellt unter diesem Motto - unter anderem auf zahlreichen
Plakatwänden
- die Fragen warum Erfolg Männersache ist, und warum Frauen um 35% weniger
verdienen als Männer. Die dazu eingerichtete Homepage liefert ebenso
plakative
wie nachvollziehbare Antworten:
http://www.prairie.at/frame?artikel/20020120220219

kultur + barbarei

ballesterer fm : Der burgenländische George Best
Mit Othmar Bajlicz hielten in den Siebziger Jahren lange Haare und Punkrock
Einzug in den österreichischen Fußball. Nach dem Ende seiner Karriere machte
sich der geborene Burgenländer als Betreiber des Chelsea in der Wiener
Musikszene einen Namen. Grund genug für den ballesterer fm, sich mit Othmar
an
einen Tisch seines Clubs zu sitzen und über Fußball, Musik und die
interdisziplinären Verbindungen zu sprechen.
http://www.prairie.at/frame?artikel/20020121094248


Robert Hummer : »Kutten sind eine Religion«
Nach jahrelanger Durststrecke fand die altbewährte Jeansjacke zurück in die
Garderobe modebewusster Menschen. Ob es ihr - versehen mit einer Unzahl von
Aufnähern und in ärmelloser Form auftretend - auch gelingen wird,
Österreichs
Fansektoren wie in den späten 70er und 80er Jahren einzukleiden, ist noch
offen.
Eine Hommage an auf Stoff gestickte Reime, die jeden aufmerksamen Betrachter
erröten lassen: »Ihr seid schwarz, ihr seid gelb, ihr seid die dümmsten
Fans der
Welt«, meint Robert Hummer.
http://www.prairie.at/frame?artikel/20020121093033


klaus federmair : The Land of Milk and Honey
Am liebsten hätte ich diesen Artikel über den österreichischen Fußball
geschrieben. Hierzulande ziehen es »Fußballmanager« und Ligavertreter
allerdings
mit aller Selbstverständlichkeit vor, Daten über die finanzielle Situation
der
Klubs geheim zu halten. Die Vermutung liegt nahe, dass sie selbst nicht
genau
wissen (wollen?), welches Geld wohin fließt. Also richten wir unseren Blick
lieber nach England, wo die Finanzstatistiken der Profiklubs alljährlich von
einem unabhängigen Consultingkonzern analysiert werden.
http://www.prairie.at/frame?artikel/20020121090522

rezensionen / medien


Ulrike Stieger : Female Sequences
Die neue Ausgabe der Female Sequences, frauen lesben kulturheftig, ist Ende
letzten Jahres herausgekommen. Ich entspräche genau der Zielgruppe, wurde
mir
mitgeteilt und somit sei ich berufen diese zu rezensieren.
http://www.prairie.at/frame?artikel/20020123155321

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d a t e s a n d e v e n t s


dates + events 128. Widerstandslesung [ ballhausplatz - 24.01., 17:00 ]


SCHWERPUNKT LESETHEATER:ES BRODELT AM VERTEILERKREIS
[ 7*STERN - 25.01., 20:00 ]


VERNISSAGE FOTOAUSSTELLUNG:DAS MUNZUR-TAL IN KURDISTAN
[ 7*STERN - 26.01., 19:00 ]


PRÄSENTATIONSCHULHEFT [ 7*STERN - 30.01., 19:00 ]


129. Widerstandslesung [ ballhausplatz - 31.01., 17:00 ]


|||||||||||||||||||||||||||||||| fin |||||||||||||||||||||||||||||||||||

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[w][w][w].[p][r][a][i][r][i][e].[a][t]

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k o m m i n s o f f e n e f r e u n d i n

| wahl@prairie.at | guenther@prairie.at | uschi@prairie.at |

temp: Altstadt 22A, A-4020 Linz

tel: 43.732.73 1209

fax. 43.732.7 11 846


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14 Publikation DIENSTLEISTUNG: FLUCHTHILFE, Neuerscheinung
von: Oliver Ressler <oliver.ressler@chello.at>
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Oliver Ressler, Martin Krenn, "Dienstleistung: Fluchthilfe", Edition
Selene, 52 Seiten, dt./engl., ISBN: 3-85266-186-2, 2002, EURO 8,00.-
mit Beiträgen von Gerald Raunig, Carsten Does u.a.


Die restriktiven Einwanderungsbestimmungen der Staaten der Europäischen
Union bedeuten für MigrantInnen, dass diese kaum eine Chance haben,
legal in die EU einzuwandern und sich in einem der Mitgliedsstaaten
aufzuhalten. Die Inanspruchnahme von Fluchthilfe ist daher für diese
einreisewilligen Menschen oft die einzige Möglichkeit, die Grenzen der
"Festung Europa" zu überwinden.


Das Buch dokumentiert und diskutiert das Projekt "Dienstleistung:
Fluchthilfe" der beiden Künstler Martin Krenn und Oliver Ressler,
welches in Form einer Ausstellung im Kunstraum der Universität Lüneburg,
als Video und als Gratis-Postwurfsendung "Neues Grenzblatt" an der
österreichisch/slowenischen Grenze 2001 realisiert wurde. Das Projekt
verfolgt das Ziel, die durch die dominierenden medialen Diskurse negativ
besetzten Begriffe wie "Schlepper" oder "Schleuser" umzudefinieren und
positive Aspekte herauszustreichen.


In das Buch eingeheftet ist ein Originalexemplar des "Neuen
Grenzblatts". Dieses wurde in Kooperation mit anti-rassistischen Gruppen
und MigrantInnenorganisationen produziert und entlang der gesamten
EU-Außengrenze in der Steiermark (A) an 12.000 Haushalte versandt.


Bestellungen an selene@t0.or.at oder außerhalb Österreichs über den
lokalen Buchhandel bzw. http://www.amazon.de (in Kürze)


Projektinfo
http://www.t0.or.at/fluchthilfe

 

-top-


Redaktionsschluss: 25. Jänner 2002, 23:00 Uhr
Diese Ausgabe hat Edgar Ernstbrunner <hx65@dial.pipex.com>
zusammengestellt



Fehler moege frau/man mir nachsehen!